Schutzengelkontakt

0004: Die Angst vor einer Beltseele oder Gespenst


Gespenster sehen

Mythen und Märchen ranken sich um dieses Thema

Was Menschen im Belt von medialen Menschen im Diesseits sehen.
Kein Medialer ist schwach gegenüber einer Beltseele,
er muss immer nur wahr sein.

Elia

 

Zu Gast ist Sonja.

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo: Guten Abend, Elia.

Elia. Guten Abend, Sonja.

Sonja: Hallo.

Elia: Wie schön, dass du da bist.
Sonja, du bist gekommen, um dir selber zu begegnen.
Nichts macht den Menschen mehr Angst, schau, wie mutig du bist.

Seit die Menschen schreiben können, schreiben sie über den Weg zu sich selbst.
So viele Mythen und Märchen ranken sich um dieses Thema.

Da gehen die Helden der Griechen in den Untergrund, den Hades, um ihren eigenen Gespenstern zu begegnen.
Und sie finden keine Gespenster, sie finden sich.

Sich selbst begegnen, das soll dir ein Fest sein.
Du wirst nicht in die Hölle gehen, sondern die Himmel sehen.
Du wirst nicht da sein, um vermeintlich Schrecklichem ins Auge zu sehen.

Das Schrecklichste, was du zu sehen bekommen wirst, ist deine Größe.
Wirst du das aushalten?
Mhmm?

Sonja: Ich hoffe es.

Elia: Ja, das ist oft viel schwieriger.
Warum das nur so ist?
Warum denken die Menschen so arg von sich selbst?

Könntet ihr uns nur sehen, wie wir euch sehen.
Könntet ihr euch nur fühlen, wie wir euch fühlen.

Dir dabei zu helfen, bist du da, sind wir dir zur Seite, damit du Flügel bekommst und trotzdem auf dem Boden bleibst.
Du wirst sehen, beides geht.
Und nun stell deine Fragen.

Sonja: Ja, also, meine erste Frage geht schon in die Richtung zum Thema Gespenster. Ich hab sehr oft diese Verfolgungsängste oder das Gefühl, dass mir jemand auflauert, wenn ich alleine bin. Und obwohl ich mit dem Verstand weiß, dass ist jetzt nicht so, ist das Gefühl trotzdem da. Wie kann ich mit der Angst umgehen und sie überwinden?

Elia: Schau, es ist ja jemand da, aber niemand, der dich verfolgt und niemand, der dir schaden will.
Liebe Sonja, du bist medial!
Weißt du, was das bedeutet?
Weißt du, wie es sich zeigt am Anfang?

Ihr nehmt etwas wahr, eine Gegenwart, eine Nähe und ein Drängen, nicht wahr?
Es drängt da was, es drängt da so unangenehm.
Es ist als würde an der Tür geklingelt, ohne dass man etwas hört, aber man weiß, da steht jemand, der klingelt, nicht wahr?
So ist das, mhmm?

Sonja: Stimmt.

Elia: Schau, du musst eines verstehen, das ist ganz wichtig.
Jeder Mensch hat außer seinem Körper eine Energiestruktur.
Das ist etwa so, als wenn du unterschiedliche Glühbirnen nimmst.
Da sind die einen, die haben 25 Watt, und es gibt solche, die haben 100, ja?

Sonja: Mhmm.

Elia: Na, bei 25 Watt, da sieht man nicht mehr viel im Dunkeln, wenn man 50 Meter weiter steht, bei 100 Watt ist das etwas anderes, das sieht man.

Wenn Menschen im Belt sind, weißt du, die Meisten sind sehr einsam, kannst du das verstehen?

Sonja: Ja.

Elia: Sie sind verwirrt.
Sie suchen nach irgendetwas, das eine Richtung vorgibt.
Stell dir vor, sie sind in einem absolut dichten Nebel.
Und dann ist da so eine 100 Watt Birne.
Was würdest du tun, wenn du in der gleichen Situation wärst?

Sonja: Hingehen.

Elia: Genau. Hingehen.
Das tun sie auch, sie tun’s auch.
Das ist ganz in Ordnung.

Was nicht in Ordnung ist, ist deine Angst.

Ängstigen brauchst du dich nicht, denn eines musst du wissen:
Du kannst immer ihnen sagen: „Geht bitte, ich kann das nicht, ich mag auch nicht mit euch in Kontakt gehen. Bitte sucht euch eine andere 100 Watt Birne.“
Mhm, ja?

Sonja: Ja.

Elia. Ja, und du darfst das auch tun, denn so wie du jetzt bist, bist du noch gar nicht weit genug.
Im Belt leben Menschen, sehr menschliche Menschen.
Menschen in einer extremen Situation.
Die sind sehr unterschiedlich, wie alle Menschen.
Es gibt solche, die sind lieb und hilflos.

Aber es gibt auch solche, die sind freiwillig da.
Die denken gar nicht daran, die Ebene zu wechseln.
Sie ziehen ihren Nutzen, so meinen sie zumindest, daraus.
Sie halten sich für clever.
Sie sind nicht lieb.

Ein Mensch wird nicht dadurch, dass er plötzlich tot ist, lieb.
Es gibt solche, die sind es nicht.

Aber: Diese Zuversicht mit allen, wie sie auch sein mögen, umgehen zu können, die kannst du noch gar nicht haben.
Das ist etwas, was man lernen muss.
Dazu gehört mehr als die Tatsache, dass du 100 Watt hast.

Die Fähigkeit, sich mit schwierigen Menschen auseinanderzusetzen, die übst du gerade in deinem tatsächlichen Leben.

Und im gleichen Maß, in dem du das in deinem jetzigen Leben übst, wirst du auch befähigt, dich mit denen auseinandersetzen zu können, die im Belt sind.
Mit den Schwierigen ebenso wie mit jenen, die eigentlich wie verlaufene Kinder sind.
Du musst es nicht, du musst es nicht.

Wenn du es wirklich nicht möchtest, dann genügt ein Wort an deinen Guide.
Ein einziges Wort. 
Du musst nur sagen: „Bitte, Bonny, lass das nie wieder zu, dass jemand mir so nah kommt.“
Die Frage ist doch auch: Warum lässt dein Guide sie durch?

Du musst verstehen: Wir sind in der Lage, euer Licht von 100 Watt auf 25 zurück zu schrauben. Wir sind in der Lage, das zu tun, wenn es uns richtig erscheint.
Warum tut er es nicht?
Weil er nicht gut auf dich aufpasst?
Niemals.

Sondern weil er dich auf eine deiner Lebensaufgaben aufmerksam machen möchte, die dir zur Verfügung steht.

Du bist nicht gezwungen, in diesem Leben eine Mediale zu sein, aber wenn du magst, kannst du es lernen, mit Seelen, die dort sind, liebevoll, aber auch tapfer und konsequent, umzugehen.
Deine Angst rührt daher, dass du meinst, ein Opfer zu sein. Das bist du nicht.
Ein Opfer ist schwach gegenüber dem Täter.

Kein Medialer ist schwach gegenüber einer Beltseele.
Das hat einen einfachen Grund, einen ganz simplen: Du bist Kind des Diesseits, dieses ist deine Ebene, deine.
Alle Energien auf dieser Ebene sind so, dass sie dich stärken.

Für eine Beltseele ist es ungeheuer anstrengend, sich im Diesseits bemerkbar zu machen.

Du bist immer der Stärkere.
Das musst du dir ganz bewusst machen.
Dennoch gibt es einen Grund, warum ein Verweis des Platzes nicht funktioniert.
Und der liegt nur in dir.
Du musst dir klar machen, meine Liebe, dass jeder Verstorbene auf die Wahrheit deines Herzens reagiert.
Alles andere bekommt er einfach nicht mit.

Hier, im Jenseits, gibt es keine Lüge, keine Tarnung.
Es gibt kein diplomatisches Vorgehen.
Es gibt nur die Wahrheit.
Es geht nicht anders.

Verständigung erfolgt hier nicht über Worte, sondern über die Wahrheit.
Der Austausch funktioniert in den Gedanken und in den Emotionen.
Wenn du wahr bist, wenn du sagst „geh“, dann müssen sie gehen.

Es gibt keine Unterwerfung des Willens eines anderen.
Aber es muss dein wahrer Willen sein.

Wenn du aber in deiner Vorstellung bleibst, immer und stets das Opfer unberechenbarer Mächte zu sein, wenn du in dieser scheinbaren Wahrheit bleibst, dann ist es schwer, sie los zu werden.

Und genau darum wird es an diesem Wochenende darum gehen, dich aus der Opferrolle heraus wieder zu deiner Mächtigkeit zu bringen.
Hast du mich verstanden?

Sonja: Ja, ich frag mich nur, wie kann ich Zugang zu meinem Herzen kriegen, wie komme ich an die Wahrheit dran?

Elia: Du bist das, was du dir wünschst!
Nicht, was du denkst, wünschen zu müssen, was du dir wünschst.

Die Wünsche sind es, die wahr werden.

Und glaub mir, die meisten Wünsche sind eher Strafinstrumente als Befreiungsmittel.
Was wünsche ich wirklich?
Das geht viel tiefer als:
„Was ist praktisch?“
„Was ist richtig?“

Was will ich wirklich?
Will ich mich wieder und wieder und wieder als Opfer erleben?

Warum? Wo liegt der Grund?
Darum wird es gehen.
Ja?

Das Opfer sein loslassen.

Du wirst erleben, dass es viel einfacher ist, als du jetzt denkst.
Was will ich wirklich?
Soll ich dir sagen, was du wirklich willst?
Das weißt du längst.

Du willst, wie alle anderen auch, lieben ohne Angst.

Ohne Angst verletzt zu werden, ohne Angst, etwas falsch zu machen, ohne Anspruch – einfach nur lieben dürfen.
Auch die Jenseitigen.
Merkst du das?

Sonja. Ja

Elia: Ja, da hab ich jetzt den Kern getroffen, nicht?

Sonja: Ja.

Elia. Ja.
Du willst sie nicht fürchten.
Schau, es ist so: So wie du jetzt bist, ist es als hätte dir jemand Fesseln um die Beine gemacht und um die Hände und um den Mund noch dazu.
Und wir, wenn du es magst, möchten gerne, dass du von diesen Fesseln frei wirst. Zur Größe zurück.

Ich möchte dir etwas sagen aus alter Zeit, aus einer Zeit, die so lange her ist, dass sie jenseits eurer Geschichtsschreibung ist.

Du warst eine Priesterin hier in diesem Raum.
Du warst eine keltische Priesterin und du hast geurteilt und verurteilt.

Und du hast dich verbunden mit den Mächten deiner Götter.
Es ist dir gelungen, aber du warst sehr, sehr einsam.
Und seither gehört für dich mediale Macht und Einsamkeit zusammen.
Das ist viele Inkarnationen her.

Wenn ich medial bin, bin ich einsam.
Wenn ich einsam bin, bin ich hilflos.
Wenn ich hilflos bin, bin ich ein Opfer des Finsteren.
Du bist kein Opfer.
Du bist sehr begabt.
Wenn du aus dieser Angst heraus willst, was denkst du, brauchst du am meisten?
Was meinst du?
Na?

Sonja: Liebe, Beziehung, Vertrauen..

Elia. Liebe.
Bin ich froh, dass du’s gesagt hast, ich hab schon befürchtet, du sagst Mut.
Nein, Liebe!
Du brauchst Liebe zu ihnen, den armen Seelen, und zu dir.

Die Liebe zu dir schützt dich vor jenen, die dich überbeanspruchen wollen, ja?

Ganz verständlich, nicht wahr?

Sonja: Ja.

Elia: Ja.
Und die Liebe zu den armen Seelen, die hilft dir, deine Angst zu vergessen, weil, ihnen kannst du helfen.
Ja?

Sonja: Ja.

Elia: Ja.
Und merkst du, das fühlt sich wieder gut an?

Sonja: Ja.

Elia: Ja. Ja!
Das liegt nun an dir, was du damit machst, wie du dich weiter entwickelst.
Nur, eines sei gewiss:
Ein einziges Wort an deinen Bonny und du bist ganz geschützt und geborgen.
Du wirst ihn fühlen.
Du wirst erleben, wie gerne er mit dir arbeitet.
Ja?
Die Geister zu unterscheiden, ist dann der nächste Schritt.
Nun, deine nächste Frage.

Sonja: Ok, warum bin ich so blockiert im Umgang mit meiner Aggression? Ich hab das Gefühl, dass ich mich manchmal selber auffresse.

Elia: Da sind wir wieder beim Thema Opfer, nicht?

Wenn ich immer und immer ein Opfer bin, wo bleibt die Wut?
Ist Wut böse?
Hm? Ist sie böse?

Sonja: Eigentlich nicht, aber ich empfinde es so.

Elia: Wut ist ja da, sie ist ja da.
Und dann geht sie zu dir.
Ich bin’s nicht wert.
Ich bin’s nicht wert, für mich einzutreten.
Ich bin’s nicht wert, Forderungen zu stellen.
Ich bin’s nicht wert, Grenzen zu setzen.
Ja?
Da sind wir wieder da, bei der Wahrheit.
Wir sind wieder bei der Wahrheit.

Wenn dich ein Jenseitiger unentwegt belästigt, ich sagte dir vorhin, dann musst du wahr sein.
Mhm?
Und wahr sein in diesem Fall heißt:
Du bist wütend!
Der belästigt dich dauernd.
Ja?

Sonja: Mhm.

Elia: Ja.
Du musst eines verstehen lernen:
Jedes Gefühl, jedes Gefühl hat eine Bandbreite von ganz klein bis ganz groß.
Das ist soo eine Bandbreite.
Oder wenn wir es in Farbe ausdrücken wollen, da ist die Farbe Weiß und dann wird’s ein bisschen Gräulich und Grauer und Grauer und Anthrazit und schließlich Schwarz, ja?

Aber das Ganze ist das gleiche Gefühl, von Weiß bis Schwarz, von wenig bis ganz viel.

Und wenn du „Wut“ hörst, dann meinst du immer, es muss gleich – ja, was ist das Doppelte von Schwarz – das schwarze Loch sein.
Wut muss immer ganz, ganz böse sein.
Aber ist das wahr?
Ist das wirklich so?
Nein, nein, es gibt die kleine Wut und sie kann größer und größer werden.
Und sie kann von groß auch wieder kleiner und kleiner werden.

Du bist nicht Opfer deiner Wut.
Du bist nicht Opfer deiner Gefühle.

Sondern du darfst und kannst deine Gefühle bändigen.
Du kannst sie sehr groß anwachsen lassen und du kannst sie, wenn sie sehr groß angewachsen sind, auch wieder kleiner machen.

Ich will dir ein Beispiel nennen.
Das Gefühl Mitleid, das kennst du, ja?
Das ist auch ein erlaubtes Gefühl, nicht wahr?
Ja?

Sonja: Ja.

Elia: Das Gefühl Mitleid kannst du, wenn es dir geeignet erscheint, von ganz klein zu mittel bis ganz groß wachsen lassen.
Und wenn es so groß ist, dass es weh tut, was machst du dann?
Was machst du dann?

Sonja: Einfach die Schotten dicht machen.

Elia: Hm, dann machst du es wieder klein.
Das geht also.
Bei der Wut, meinst du, geht’s nicht?
Es geht.
Es geht, aber es fehlt dir die Übung.
Und ich will dir sagen warum:
Weil jedes Mal, wenn deine Wut auch nur mittel wurde, hast du richtig Ärger bekommen.
Es durfte nicht sein.
Dann war nicht die Wut böse, sondern die Sonja war böse.
Merkst du den Unterschied der Bewertung?

Sonja: Ja.

Elia: Ja.
Sonja, die Wut kannst du wachsen lassen und wieder klein machen, aber du musst es jetzt neu lernen.
Du hättest es in deiner Kindheit lernen sollen.
Nun ja.
Aber jetzt kannst du es doch lernen, ja?

Achte mal darauf, wie oft du am Tag die Wut erst groß werden lässt und dann wieder kleiner machst.
Aber auch umgekehrt, achte mal darauf.
Du kannst es, aber es ist deinem Bewusstsein entglitten.
Und es ist jetzt so, dass, wenn die Wut eigentlich nur mittel ist, schon eine innere Stimme in dir schreit und sagt:
„Böse Sonja!“
Sonja, mhm?

Sonja: Stimmt.

Elia: Es ist, wie in allen Dingen dieser Welt:
Man muss sich damit wirklich vertraut machen, um es beherrschen zu können.

Vertraut machen heißt:
Nicht unterdrücken, sondern beherrschen.

Beherrschen heißt: Ich habe die Macht darüber.
Ich habe die Macht über meine Wut.
Ich kann sie groß und klein machen.

Und du tust es auch.
Es war dir nur nicht bewusst.
Und es hat gar nicht mit der bösen Sonja zu tun.
Es ist nur eines vieler Gefühle.
Ja?
Magst du das tun in den nächsten Wochen?

Sonja: Ja. Das hört sich gut an.

Elia: Ja.
Es ist auch gar nicht so schwierig, obwohl – das muss ich dir sagen – dir manchmal recht unwohl dabei sein wird.
Dann denk daran:
Was sich da unwohl fühlt, das ist die ganz kleine Sonja, die keine böse Sonja sein will.
Ja?
Aber inzwischen bist du erwachsen, inzwischen bist du mächtig.

Wie schön ist doch das wohlige Schnurren einer Katze.
Wisst ihr, dass es ein Geschenk an die Menschen ist?
Dass es euch in jeder Weise körperlich beruhigt?
Ist das nicht phantastisch?
Das ein Wesen dem anderen dient?
So fremd ihr auch einander seid, seid ihr euch doch in Liebe zugetan.
Ist das nicht wundervoll?

Diese Wunder zu sehen, ist eine deiner Gaben, liebe Sonja.
Magst du dich nicht mit uns darüber freuen, dass du das kannst?

Wenige können es. Wenige.
Und dabei erhält es euch am Leben.
Viel mehr als körperliche Ertüchtigung.
Die Fähigkeit, Wunder zu sehen.

Wer das Jenseits erlebt, der weiß, was Wunder sind.
Der bekommt Augen für den Himmel auf Erden.
Immer nur kleine Stücke, ich weiß, aber sie sind da!
Nun Sonja, Wunderkind, deine nächste Frage.

Sonja: Ich frag mich, wieso es so schwer für mich ist, mich von meiner Familie abzunabeln. Und was uns so sehr verbindet.
Ich frage mich in letzter Zeit: Ist es besser für mich, eher mich abzunabeln und wegzugehen oder ist da noch irgendwas ungelöst?

Elia: Sonja, wer sagt, dass es besser ist, sich abzunabeln?
Wer sagt, wenn man erwachsen ist, hat man auch fernab seiner Familie zu leben?
Ich habe NIE fernab meiner Familie gelebt, und dennoch war ich sehr erwachsen.
Es ist eine Frage der Kultur, nicht wahr?
Es ist eine Frage der Kultur.
Deine Frage impliziert schon, dass es falsch ist, was du empfindest.
Und da sind wir wieder bei den Emotionen.

Zuneigung, Zugehörigkeit ist eine Emotion.
Und eine Emotion, das sagte ich vorhin am Beispiel der Wut, wird was?
Groß! Klein!
Sie variieren alle.

Was du dich fragen musst, und das sagte dir schon Bonny, ist, was HEUTE für dich wahr ist.
Heute, nur heute kannst du das beantworten.
Wenn du diese Frage nicht mehr stellst, ob es richtig oder falsch ist, so verbunden zu sein, sondern wenn du sagst, ich bin jetzt zu satt von dieser Nähe, ich habe Sehnsucht nach Distanz, dann, erst dann, wenn du dir sicher bist, dass die Distanz für dich das Wichtigste ist, was du brauchst, dann ist es Zeit, diese Distanz zu suchen.
Nicht vorher.
Denn wenn du es vorher tust, was geschieht dann? Was meinst du?

Sonja: Na, dann komme ich eh wieder zurück.

Elia: Ja, oder du wirst halbherzig gehen, ja?

Sonja: Ja.

Elia: Alles hat seine Zeit. Und jede Familie hat ihr eigenes Maß an Struktur.
Es mag für den einen richtig und wichtig sein, sich mit 16 oder 18 von seiner Familie zu lösen.
Und für andere mag es richtig und wichtig sein, ein Leben lang bei ihr zu bleiben.
Wer will entscheiden, was richtig oder falsch ist?
Warum muss es falsch sein?
Du liebst deinen Bruder.
Ist das falsch?

Sonja: Nein.

Elia: Nein.
Er ist dir nah. Ist das falsch?

Sonja: Nein.

Elia: Nein.
Nein, es ist ein Geschenk.
Du weißt es doch selbst, wie nah ihr euch seid.
Wer darf beurteilen, ob das gut ist oder falsch?
Wer KANN das beurteilen?
Ich kenne nur zwei Menschen, die das können: Er und Du.
Ja?


Quäl dich nicht damit, ein Leben führen zu wollen, wie andere es gutheißen.

Das hast du lang genug getan und oft genug.
Das ist keine Lösung.
Das ist kein Wahrsein.

Die Wahrheit ist das Gefühl, dass du jetzt und heute hast.

Du brauchst keine Garantien geben, dass das Morgen noch genauso ist, das KANNST du gar nicht.

In sehr alter Zeit war es bei den Juden verboten zu schwören.
Weißt du warum?

Sonja: Nee.

Elia: Weil kein Mensch in der Lage ist, verbindlich zu sagen, was er morgen tun wird. Und verbindlich zu sagen, was absolut wahr ist.
Und mit dieser Einstellung solltest du dich und deine Emotionen auch betrachten.

Du kannst IMMER nur von heute ausgehen.

Du bist als Seele eng, ganz eng mit deinem Bruder verbunden.
Ist das verwerflich?
Niemals.
Sondern es ist ein Geschenk.
Ja?
Selbst wenn ihr streitet, seid ihr euch nah.
Selbst du wütend auf ihn bist, bist du ihm nah.
Ist das nicht ein Geschenk?

Sonja: Ja, schon.

Elia: Ja, schon.

Sonja: Aber ich frag mich manchmal, ob wir uns nicht auch ein bisschen im Weg stehen.
Im Leben.

Elia: Hält er dich ab, zu leben?
Hältst du ihn ab, zu leben?
Glaub doch nicht, dass er ein Ersatz ist für einen Liebhaber.
Das ist er nicht.
Das bist du nicht.
Sondern er ist ein Geschenk.
EIN Mensch wenigstens, der dir ganz nah ist.
Ich darf dir deine Zukunft nicht vorhersagen, ich darf nur für das Jetzt sprechen.
Und das Jetzt ist: Du bist nicht allein.
Und das ist wunderbar.

Ihr Menschen geht davon aus, zumindest in eurer Kultur und in Kulturen, die durch eure beeinflusst werden, dass man nur einen einzigen Menschen wahrhaft lieben kann.
Ich sage euch, das stimmt nicht.
Sondern je freier man von Ängsten wird, umso mehr Menschen können in aller Liebe in euer Herz aufgenommen werden.
Liebe ist kein Kuchen, der geteilt werden muss.
Liebe ist unendlich da.
Es ist IMMER genug da.
Könnt ihr euch also im Wege stehen?

Sonja: Nein.

Elia: Nein.
Es ist so einfach.
Liebe ist in dir genug da.
Und je weniger Ängste du hast, ach, umso mehr wirst du lieben.
Glaub’s mir.
Ganz viel Liebe, die wird immer mehr, je mehr Menschen es gibt, die man darin einbindet, wenn man sich nicht mehr fürchtet.

Sonja: Das klingt gut.

Elia: Das IST gut.
Das ist wunderbar.
Und es ist gültig in alle Ewigkeit.
Es hört nicht auf.
Wenn ich zurückblicke auf alle meine Leben, auf all die Seelen, denen ich begegnet bin, dann schaue ich auf ein Meer von Seelen, die ich liebe.
Liebe wird immer mehr!
Deine nächste Frage.

Sonja: Weißt du, wie es meiner Oma geht?

Elia: Weißt du es?
Fühl mal.
Trau dich.

Sonja: Fühlt sich gut an.

Elia: Jaaaa.
Sie fühlt sich gut an.
Es geht ihr auch gut.
Du fühlst es und du weißt es.
Und es darf sein, ja?
Es darf sein, dass du sie fühlst.

Sonja: Dann war sie es auch, die damals nach ihrem Tod bei mir war.

Elia: Ja.

Sonja: Und sie war nur so bedrohlich, weil ich so Angst hatte.

Elia: Ja.

Ja, schau Sonja, euer Blick auf die Jenseitigen ist getrübt durch eure Angst vorm Jenseits.
All das, was ihr schon gehört und gelesen habt, trübt eure Unbefangenheit.
Wärst du ein Kind, wärst du ganz unbefangen.
So aber spielen selbst Sätze, die du schon längst vergessen hast, eine Rolle.
Filme, die du nicht mal mehr erinnern kannst, spielen eine Rolle.

Aber das sind Phantasien anderer.
Die Wahrheit ist, was du eben fühltest.

Sie ist da.
Sie liebt dich.
Ja?

Sonja: Das ist gut.

Eia: Oh ja, das ist gut.
Das, Sonja, wirst du lernen.
Magst du es lernen? Deinen Wahrnehmungen trauen?

Sonja: Ja.

Elia: Das ist Wahr-Sein.
Ja?

Sonja: Ok.

Elia: Du siehst, kein Grund zur Furcht.

Sonja: Nicht wirklich.

Elia: Nein. Noch eine Frage?

Sonja: Ja, Bonny hat in dem Reading gesagt, dass ich Demut lernen muss.

Elia: Ja.

Sonja: Wie geht das? Ich glaube, ich hab da irgendwie eine falsche Vorstellung davon.

Elia: Demut ist eine fröhliche Sache, weißt du das?
Erst als ich demütig wurde, wurde ich heiter.
Bis dahin trug ich mich mit Lasten, die nicht meine waren.
Kennst du das Wort „Hybris“? Menschlicher Hochmut.
Schon in alter Zeit klagten die Götter über die menschlichen Hochmut, die nicht darin bestand, dass die Menschen sich für besonders gut hielten, sondern darin, dass sie meinten, alles selbst lösen zu müssen.
Das kann einem die Heiterkeit rauben.

Sehen, wie groß man wirklich ist, das bedeutet Demut.
Wie groß man ist UND wie klein man ist.
Beides.
Wer das erkennt, ist demütig.
Im Vergleich zum Göttlichen ein Staubkorn.
Und dennoch ein Gotteskind.
Beides.
Das ist Demut.
Das Göttliche in sich erkennen, die eigene Macht, die eigene Größe, die eigenen lichtvollen Fähigkeiten UND die eigenen Begrenzungen.
Und zu beidem gleichermaßen JA sagen, das ist Demut.

Es ist das Gegenteil, das Gegenteil von sich selbst zerfleischenden, von sich nichts haltenden, sich zerstörenden Einstellungen, die euch als Menschen häufig gepredigt wurden.
Es ist das Gegenteil.

Wer von sich so gar nichts halten mag, was ist er oft?
Nichts weiter als jemand, der, wenn er schon daran scheitert, der Größte und Wundervollste zu sein, nun doch zumindest das Allerelendste sein muss.

Nicht so, dass ist keine Demut.
Demut heißt erkennen:
Ich bin Mensch.
Einer von Milliarden.
Und alle sind gleichviel Wert.
Gleich viel Wert sein.
Auch das gehört zur Demut.
Und auch nicht mehr wollen.
Das ist auch Demut.
Sich genügen, das ist Demut.

Wie gesagt, seit ich die Demut erkenne, bin ich eine fröhliche Seele.

Auch ich bin nicht mehr als ihr.
Ich bin einer von Milliarden.
Und meine Seele ist nicht größer als deine.
Mein Bewusstsein ist zurzeit ein anderes als deines sein kann.
Aber ich bin Mensch, menschliche Seele.
Teil Gottes.
Nicht Gott.
Und das ist gut.
Hmm?
Du wirst es lernen. Ich wünsche es dir sehr.
Hast du noch eine Frage?

Sonja: Ja, wieso ich dieses merkwürdige Gefühl gegenüber Kindern habe. Wieso ich da so eine Blockade habe.

Elia: Du hast dein inneres Kind, die kleine Sonja, nicht so lieb gehabt, wie du es hättest tun sollen.
Dein inneres Kind, die kleine Sonja, sie ist ja noch da.
Du kannst sie erreichen. Sie muss aufhören, erwachsen sein zu müssen.
Sie muss ganz klein sein dürfen.

Sonja, ehe du dich mit Kindern ganz einlassen kannst, musst du selbst wieder Kind sein.
Du musst versuchen, die kleine Sonja in dir ganz lebendig werden zu lassen.
Sie darf sein.
Sie muss gar nicht immer vernünftig sein.
Sie muss auch nicht mehr alles richtig machen.
Sie darf sein, auch in deinem heutigen Leben.

Wenn du mit Kindern zu tun hast, dann hilft dir vielleicht eines sehr: Versuche, ihnen nicht als Erwachsene zu begegnen, nicht vom Gefühl her.
Sondern versuch bitte, dich daran zu erinnern, dass sich zwei Seelen treffen, die gleich alt sind, gleich erfahren und gleich viel Wert.
Und versuch dich daran zu erinnern, wie es war, als du so klein warst.
Versuch dich in jene Tage zurück zu versetzen, in jene Momente.
Es gelingt dir und in dem Moment, wo es dir gelingt, da begreifst du:
Das bist immer noch du.
Dein Körper hat sich tausend Mal geändert in der Zwischenzeit.
Kaum eine Zelle ist noch die, die sie einmal war.

Aber deine Seele kann jederzeit ganz gegenwärtig wieder Kind sein.

Das ist die wunderbare Fähigkeit der Seele, in der Zeit zu reisen, auch in der eigenen Zeit.
Wenn dir das gelingt, dann wirst du sehen, dass die Blockierungen von dir abfallen, als hätte es sie nie gegeben.
Beides sein, die Erwachsene, die Stabilität gibt, Sicherheit, Geborgenheit, mit dem Herzen eines Kindes, das ist die Tür, die du weit aufmachen kannst.

Die Angst etwas falsch zu machen, ist die Blockade, die du hast.
Die Angst ist so alt und so lang schon in dir.
Etwas Falsches sagen, falsch schauen, falsche Bewegungen, falsche Sätze sprechen…
Du bist zu sehr darauf ausgerichtet, dich mit den Augen der anderen zu sehen.
Das hindert dich daran, mit deinem Herzen auf sie zuzugehen.

Sonja, du kannst ja gar nicht mit den Augen der anderen sehen.
Das ist ja eine Illusion.
Verstehst du?

Sonja: Ja.

Elia: Das geht ja gar nicht.
Das sind doch nur Vermutungen.
DEINE Vermutungen.
Und worauf die basieren? Auf einer Vergangenheit, die längst vorbei ist.
Ja?
Mit dem Herzen auf sie zugehen.
Mit dem Kinderherzen mit ihnen sein und dennoch beachten, wer dir dort begegnet:
Das ist eine Seele, so groß und alt wie deine, nur zurzeit und vorübergehend in einem kleinen Körper.
Versuch es einmal.
Und übe dich im Kindlich-sein.
Dann hast du noch eine Frage?

Sonja: Vorher hast du das Thema Einsamkeit angesprochen und die alte Angst von mir, einsam zu sein, wenn ich diese Medialität lebe.
Das heißt, ich kann es verbinden, also ich kann Liebe und auch Partnerschaft verbinden mit der Medialität.

Elia: Kannst du dir Liebe und Partnerschaft vorstellen mit einem Menschen, der dich nur unter bestimmten Voraussetzungen liebt?

Sonja: Nee.

Elia: Gut. DAS war die richtige Antwort.
Ja, sehr gut.
Ganz wahr sein, gerade was Liebe und Partnerschaft angeht.
Wahr sein, bitte.
Und da sind wir wieder:
Versuch bitte, deine Gewohnheit abzulegen, dich durch die Augen des anderen zu sehen.
Du kannst es nicht.
Was, wenn der Mann, der dir Liebe und Glück schenken möchte, selbst medial ist? Und du würdest ihm aber verschweigen, dass du es bist?
Was wäre dann?
Es geht nicht, siehst du?
Wahr sein.
So wie ich bin, bin ich richtig.
Sonja, noch ist es ein weiter Weg.
Den musst du freilich klettern, dass können wir dir nicht abnehmen.
Dass du ihn aber überhaupt gehen musst, das zeigt, dass wir das Vertrauen in dich haben, dass du es auch kannst. Ja?

Sonja: Ja.

Elia: Ja. Bitte erwarte nicht von dir, dass du dich innerhalb weniger Wochen völlig veränderst.
Es geht nicht um verändern.
Niemand will dich verändern.
Sondern es geht darum, dass die Sonja, die schon da ist, GANZ da sein darf.

Ja?
Und wenn du einmal wieder introvertiert sein möchtest und ganz leise sein möchtest, ja dann bist du’s halt.
Alles darf pendeln. Alles darf ganz klein und ganz groß sein.
Ja Sonja?

Sonja: Ja.

Elia: Gut. Hast du noch Fragen.

Sonja: Nein, das ist gut so.

Elia: Gut.

Dann möchte ich dir abschließend sagen:
Wir sind da, um die ganze Sonja, so wie sie IST – nicht wie sie sein soll, wie sie IST – ins LEBEN zu lassen, die Fesseln verlieren, so wie sie ist.
Klein und groß.
Mutig und schüchtern.
Zuversichtlich und verzagt.
Alles das ist Sonja.
Und es ist gut so.
Es ist genug.
Ich wünsche dir eine gesegnete Zeit.

Ich möchte dir und euch, Hajo, vorschlagen, dass ihr ihr aber auf jeden Fall auch den Zugang zum Kraftplatz in Altötting zeigt.
Es sollten Übungen kommen.
Ich möchte, Sonja, dass du deinen lieben Bonny fühlst in seiner ganzen Stärke und ich möchte, dass du deine Gabe erkennst, in ihrer Stärke aber auch in ihrer Begrenzung.
Beides ist wichtig.
Ja?

Sonja: Ja.

Elia: Gut. Dann habt ihr viel zu tun.
Ich möchte euch noch darauf aufmerksam machen, dass ihr mit einer sehr kalten und nassen Zeit zu rechnen habt. Richtet euch darauf ein.

Hajo: Also einen kalten Winter.

Elia: Vor allen Dingen NASS, mein lieber Freund.

Hajo: Nass, igitt.

Elia: Also haltet euch gesund, viel frische Luft, wenn es geht jeden Tag, Sonja.
Ich verabschiede mich.
Es war mir eine Ehre.
Auf Wiedersehen.