Duale

0050: Ich liebe dich ohne Bedingungen!

Geliebt werden, wie ich bin:
Ich liebe dich ohne Bedingungen.

Elia zum Thema Liebe

Elia: Hallo, Hans-Jürgen.

Hajo: Hallo, Elia, da sind wir schon wieder.

Ja, da seid ihr schon wieder. Dann frag mal.

Ich wollte gern wissen, was das gestern war, dieser komische Black-out: Dass ich nicht darüber nachgedacht habe, was ich da erzähle.

Was dich fragen lässt, ist: Dass du dir sehr unsicher bist, ob es eine alte Gewohnheit war oder nicht…

Nein, eigentlich nicht, ich habe schon gemerkt, dass ich diesen stereotypen Satz gesagt habe, den ich schon zigmal gesagt habe, der gar nicht mehr zutrifft.
Das ist eigentlich Vergangenheit und ich habe nicht drüber nachgedacht.

Hajo, klammere dich nicht an den Vorgang, sondern an das Ergebnis.

Ja, da will ich mich auch nicht dran klammern.

Du siehst das zu negativ. Schau, Hajo, ihr seid beide ein Paar, dass eine Signalfunktion hat für viele. Darum müsst ihr Dinge lernen, die ihr weitergeben könnt.

Lass mich analysieren, was geschehen ist und lass mich die Folgen analysieren. Und ich denke, dann kommst du von selbst darauf, warum es geschehen ist.

Schau, du hast etwas dahingeredet, ohne deinen Worten das Gewicht beizumessen, das sie bei Uta bekommen haben.

Das wird euch in einer Beziehung immer wieder geschehen, das ist in einer Beziehung ein normaler Vorgang. Und bei den Dualen ist er oft besonders schmerzhaft, das ergibt sich aus der Nähe der seelischen Verwandtschaft.

Ihr habt damit erfahren und erlebt, wie es sich anfühlt, wenn das, was schon anfing, selbstverständlich zu werden, in Gefahr gerät.

Und ihr habt erlebt, dass ihr auch dann, wenn ihr am Ende eurer Hoffnung seid, immer noch liebt. Das ist eine sehr wichtige Erfahrung, die ihr weitergeben müsst.

Ihr werdet sehr mit diesem Problem konfrontiert werden über andere. Liebe ist mehr als jederzeit die richtigen Worte haben.

Liebe trägt auch über die Zeiten, in denen ihr die Hoffnung aufgegeben habt. Liebe ist auch mehr als Vertrauen zueinander haben: Liebe hat keinen Grund.

Das ist ein sehr wichtiger Satz: Liebe ist nicht manipulierbar, weder im Positiven noch im Negativen.

Das gilt auch bei euch beiden. Ihr habt – was alle tun – immer versucht, die Liebe eines anderen Menschen durch Manipulation an euch zu binden.

Jeder Mensch tut das. Das ist eine Grunderfahrung, die ihr als kleine Kinder macht: Wenn ich mich wohl verhalte, werde ich geliebt.

Aber Liebe, so, wie sie euch geschenkt wird, braucht diese Manipulation nicht. Es hängt nicht vom Wohlverhalten ab, ob ich geliebt werde.

Wenn es das ist, was ihr als Fazit unter dem gestrigen Tag setzt, dann habt ihr eure Lektion gelernt.

Darum geht es und das, was ihr weitergeben müsst. 

Die Menschen wissen nicht mehr, was Liebe ist. Sie kennen sie nicht, sie haben Angst, die Liebe zu verlieren und deshalb manipulieren sie.

Aber Angst und Liebe schließen sich gegenseitig aus. Das lässt sich nicht theoretisch begreifen, das muss eure Seele erleben.

Eure Liebe – das habt ihr erlebt – zueinander ist größer als Wohlverhalten, als Angst, als Manipulation.

Ich möchte dazu noch weiter diktieren und dazu noch ein wenig mehr Theorie einfließen lassen für eure lieben Gäste.

Nun, Hans-Jürgen, ich denke, der gestrige Tag hatte somit seinen guten Sinn, nicht wahr? Ich muss – wie jeder Guide – mit euch auch so vorgehen.

Denn nicht bei weitem alles, was wir in der Theorie begreifen, nehmen wir an als Wahrheit. Ihr seid konstitutioniert, ihr habt eine Prägung erhalten. 

Und die Prägung, die ihr als kleines Kind bekommen habt, ist eine große Kraft.

Dort liegt der Ursprung aller eurer Wahrheiten, wenn wir einmal davon absehen, dass auch diese Vorgänge eurer Kindheit letztlich Folge anderer Inkarnationen sind. Diese Wahrheiten zu verändern geht nicht über den Verstand.

Der Verstand ist Wegweiser, wenn wir ihn positiv sehen. Doch dann muss die Seele umlernen und das ist ein Prozess, der langwierig ist.

Wenn wir schockierende Erlebnisse haben, wenn wir in ein Geschehen emotional involviert sind, dann lernt sie schnell, aber sonst braucht sie Erfahrung um Erfahrung.

Es ist, als hättest ihr ein bestimmtes Bild in euch aufgenommen, dass aus vielen Mosaiksteinchen besteht. Dieses Bild wurde in eurer Kindheit gelegt. Und jedes Ereignis dazu, was das Bild und den Sinne des Bildes fixiert, ist ein Mosaikstein.

Nehmen wir nun die Wahrheit, dass Liebe mir nur gegeben wird, wenn ich mich wohl verhalte.
Ereignis um Ereignis in eurer Kindheit wurde diese Wahrheit zu einem abgerundeten Bildnis. 
Und nun soll diese Wahrheit verändert werden.

Wenn ich nur die Theorie vermittele, dann habt ihr weiterhin das alte Mosaikbild in eurer Seele. 

Dann schaut ihr es euch an und euer Verstand sagt, es ist falsch. Aber es ist weiter Bestandteil eurer Seele.

Und entweder wird durch einen Schicksalsschlag im positiven wie im negativen Sinne dieses Mosaik weggewischt, damit ein neues Bild gelegt werden kann oder es wird Mosaikstein für Mosaikstein ausgewechselt.

Das ist ein Prozess, in dem es Phasen gibt, in denen ihr das ganze Bild gar nicht mehr erkennt. Das Alte passt nicht mehr, das Neue ist noch nicht klar.

Das ist eine Zeit, in der ihr viele Ängste habt, in der ihr mit Richtungslosigkeit konfrontiert seid.

Aber es ist ein Prozess, bei dem wir euch helfen, der Tragfähigkeit eurer Seele entsprechend.

Es entsteht ein neues Bild, Ereignis um Ereignis wird das Falschbild gegen das neue ausgetauscht. Ihr wisst dann vom Verstand her, dass ein Prozess begonnen hat, der euch befreit von einer falschen Prägung.

Aber eure Seele braucht Erfahrung um Erfahrung, diesen Prozess in sich aufzunehmen.

Liebe, sagte ich euch, ist mehr als Manipulationsversuch. Liebe ist mehr als Wohlverhalten: Liebe ist mehr als alles, was ihr tun könnt.

Liebe ist völlig unabhängig, völlig unabhängig von allen Bedingungen eurer Ebene, Liebe umfasst den anderen in allem, was er ist.

Viele von euch haben durch die Worte, die ich euch schrieb, neue Einsichten bekommen über den Wert der partnerschaftlichen Ebene.

Oder sind im Unterricht bei Uta und Hajo mit ihren Guides zu neuen Erkenntnissen gekommen, was Liebe sein kann und sein sollte. Doch nun stehen sie mit diesen Erkenntnissen da und fragen sich: Wie kann ich das umsetzen?

Ich habe erkannt mit meinem Verstand, dass es wahr ist.

Dass in einer Partnerschaft das Ich und Du zu einem vollkommenen Wir wird. Soweit es die Theorie angeht, verstehe und begreife ich, dass es richtig ist.

Doch in eurem Alltag, da müsst ihr Mut haben. Ihr braucht den Mut, die alte Prägung loszulassen, die alten Mosaiksteine wegzuschieben, ohne etwas neues gefestigt als Wahrheit in euch zu haben. Der Vorgang wird gewisslich stattfinden, wenn ihr es euch wünscht.

Aber es ist ein Weg, der euch mit euren eigenen Ängsten konfrontiert. Nicht der andere – das Du – ist verantwortlich dafür, dass ihr die Angst loslassen könnt, auf jede Form der Manipulation zu verzichten.

Das seid nur ihr. Und nur wer dies wagt, darf auch zu erleben, wie es ist, geliebt zu werden, ohne irgendetwas dafür getan zu haben.

Geliebt werden, wie ich bin. Jeder wünscht das sich. Aber das ist etwas, was ihr nur erfahren könnt, wenn ihr den Satz loslassen könnt: Wenn ich wohl gefalle, nur dann werde ich geliebt.

Eure Seelen wünschen sich nichts so sehr, wie bedingungslos geliebt zu werden. Es ist in jeder eurer Seele so angelegt. Es gibt keinen Menschen, der sich dies nicht von Herzen ersehnt.

Und ihr könnt es bekommen, aber nur, wenn ihr eure Sicherheitsseile löst. Eure Seelen wollen dies erfahren und die Wege, es zu erfahren, sind vielfältig. Viele Inkarnationen sind nötig, um dort hin zu gelangen.

Und selbst wenn ihr diese Erfahrung nicht im Guten machen könnt, dann versucht die Seele, es auf anderem Wege machen zu können.

Es ist ein großer Drang und die Seele ist zu vielem bereit, um es einmal wenigstens zu erfahren: Ich werde geliebt, so wie ich bin.

So wichtig ist diese Erfahrung, dass die Seele bereit ist, dafür jedes Opfer zu bringen. Denn eine Seele, die sich dieser Tatsache gewiss ist, weiß von nun an für immer in jeder Situation um ihren Wert. Dies ist eine starke Verknüpfungsstelle des Netzwerkes.

Und so, wie ihr euch sehnt nach der Gewissheit, in dieser Weise geliebt zu werden, so wächst in euch auch die Fähigkeit und Kraft, in dieser Weise zu lieben. 

Beides ist eine gleichzeitige Entwicklung. Das Eine geht nicht ohne das Andere.

Ihr, die ihr in Beziehungen lebt, in der Liebe zwischen einem Ich und Du eine große Rolle spielt, prüft, was ihr erwartet.

Habt ihr Erwartungen? Definiert sie, definiert, was ihr braucht, was ihr vom Du erhofft. Und dann definiert, was ihr glaubt, was das Du von euch erwartet und erhofft.

Macht das jeder für sich und vergleicht. Ihr werdet dabei mit Ängsten konfrontiert: Was kann ich sagen? 

Diese Frage allein zeigt schon, wie sehr ihr immer noch auf die Manipulation setzt.

Und dann, wenn ihr es für euch allein getan habt, dann setzt euch zusammen und dann sage einer dem anderen die Wahrheit.

Und dann habt ihr ein gutes, sicheres Fundament für eurer neues Mosaikbild. Das erfordert Ehrlichkeit zu euch selbst und Ehrlichkeit zum anderen. Diese Ehrlichkeit ist nur möglich, wenn ihr euch respektiert und den anderen respektiert als wunderbare Seele.

So seht ihr eine Möglichkeit, eine sehr praktikable Lösung, euch von Vorstellungen in der Beziehung zu lösen, die euch nicht gut tun. Am Ende werdet ihr feststellen, dass eure Liebe euch auch noch über alle diesen Bedingungen hinwegtragen kann.

Dann könnt ihr schreiben: Ich liebe dich, obwohl du dieses und jenes nicht kannst, obwohl du dieses und jenes bevorzugst, was ich nicht brauche.

Ich liebe dich ohne Bedingung.

Dies zu schreiben, dies geschrieben zu bekommen, ist, als würden alle Glocken dieser Welt gleichzeitig für euch läuten. So ein Jubel löst es aus, wenn es wahr wird.

Es spielt im Grunde keine Rolle, ob diese Art der Liebe in einer Paarbeziehung stattfindet oder ob sie in einer Eltern-Kind-Beziehung stattfindet…

Oder – und das ist die Weiterentwicklung, zu der ihr hinwachsen sollt, – in der menschlichen Begegnung an sich hinwachsen sollt.

Aber weil es zum Mensch sein gehört, dass wir diese Art der Liebe zu allererst in der Paarbeziehung suchen, beginnt damit.

Es ist Arbeit, es ist ein Prozess und wir alle hier helfen euch dabei. Es ist ein gutes Werkzeug, um die Dinge auf den Punkt zu bringen.

Gut, dann denke ich, wenn du keine Fragen mehr hast, machen wir für heute Schluss.

Ja, ich danke dir.

Dann verabschiede ich mich, ich wünsche euch einen wunderschönen Schneetag.

Wir sind keine Schneemenschen.

Nein, nein, das war ich auch nie, ich hatte allerdings auch Glück. In meiner Zeit war das Klima nicht rau. Das gab es auch, es gab unterschiedliche Perioden. 

Aber ich zog es auch vor, in einem milden Klima zu sein.

Gut, also dann, ich wünsche euch alles Gute, genießt einander.

Ja, ich wünsche dir auch, dass du dich genießt.

Ja, das tue ich ohnehin. Also, bis dann.

Bis dann.