Liebe

0168: Lisa, die Anhaftung wegen der Liebe zur Familie

Lisa, die Anhaftung,
um mit der Energie der tiefen, menschlichen Liebe im Belt zu leben.

Beispiel einer Anhaftung, Teil 2:

Uta und Hajo


Uta: Okay, ich hab sie. Ich bin jetzt im Haus der Erika. Mhm, ich glaub, die ist gerade sehr beschäftigt, ist okay.

Hajo: Gut.

Ich weiß nicht, was sie da macht, irgendetwas räumt sie da rum. Ich schau mich um hier, es ist eigentlich ein heller freundlicher Raum.
Eine schöne Atmosphäre.

Hajo: Ja, sie ist spezialisiert auf Schönheit.

Uta: Ja, das spürt man auch hier. Es gibt sehr viel, also… ich such hier immer noch die Anhaftung, ist gar nicht so einfach.

Das ist ein relativ großer Raum, in dem ich jetzt war. Jetzt bin ich auf einer Art Flur, es ist dunkler hier. Hier hab ich sie, ok.

Es ist an einer Ecke, gleich, wenn man in die Eingangstür reinkommt, gleich am Eingang steht sie.

Hajo: Aha.

Uta: Und sie ist sehr, sehr klein, es ist eine… aha, sie hat mich noch nicht wahrgenommen.

Was ich sehe ist eine alte Frau, ganz zusammengekrümmt, so in der Hocke und den Kopf auf den Knien. Macht den Eindruck als wenn sie schläft, Pause macht, so etwas in der Art.

Und jetzt schaut sie hoch. Ich glaub, es hat geklingelt an der Tür oder sie glaubt das.
Nein, es hat geklingelt an der Tür. Die Erika öffnet, nimmt irgendetwas entgegen und geht dann wieder rein.

Und die Alte steht noch da, schaut zur Erika, scheint aber zu müde zu sein, sich Erika zu nähern.

Mich nimmt sie noch nicht wahr. Ich warte ein bisschen bis es ruhiger wird hier, es ist so unruhig.

Hajo: Ja.

Uta: Ich weiß nicht, ob hier auch ein Tier ist, irgendetwas ist hier unruhig. Jetzt wird’s ruhiger.

Ich gehe jetzt zu der. Sie schaut nicht hoch, ich muss sie berühren, es hilft nichts.

Jetzt schaut sie hoch.
Sehr kalte Augen, sehr kalte Augen.
Und sie steht… also, das ist ein Schauspiel hier:

Sie macht sich sehr groß, hat jetzt einen dunklen Mantel an, einen dunklen Hut auf, wirkt sehr bedrohlich, wirkt jetzt sehr männlich.
Ich seh gar kein Gesicht, ich seh nur so ein… wie eine Maske und sie hat eine sehr, sehr tiefe Stimme, sehr kalt.

Ich hab das Gefühl, sie versucht mich wegzustoßen.

Ich gehe ein paar Schritte zurück, denn ich hab keine Lust, so weit da rein zu gehen.

Ja, jetzt ist sie zufrieden, sie hat mich ja weggebracht. Ich stehe jetzt an einem Spiegel.
Ich geh wieder zu ihr.

Gut. JETZT fragt sie, was ich hier will, sie ist sauer, jetzt kommt es sehr männlich rüber, mit einer sehr dunklen, tiefen Stimme. Sie knallt mir ein Stab vor die Füße. „Hau ab“. Ich soll abhauen.

„Hau ab hier, das ist meins.“

Kannst du bitte den Dialog beginnen?

Hajo: Ja, hallo…

Frau durch Uta: „Was willst du hier?“

Hajo: Ich möchte gerne deinen Namen wissen.

Uta: „Ich …“

Hajo: „Ich“, ja, schön. Ich, du weißt, dass du hier nicht hingehörst. Du gehörst ins Licht.

Frau durch Uta: „Ach, das sind ja lächerliche Aussagen.“

Hajo: Das sind keine lächerlichen Aussagen. Du bist völlig fehl am Platz.

Frau durch Uta: „Wer bist du schon?“

Hajo: Ich bin mehr als du.

Frau durch Uta: „Wer bist du schon!“

Hajo: Ich bin mehr als du. Du bist nur eine kleine alte Frau. Aber deswegen…

Uta: Warte mal, warte mal. Der hat ganz schön Power.

Hajo: Mhm.

Uta: Das wird hier wirklich eiskalt.

Hajo: Ja…

Uta: Das ist ein… als wenn ich von so einem Tiefkühlschrank die Tür aufmache.

Hajo: Ja, aha.

Uta: Ganz kalt.

Hajo: Okay, sag ihr mal, das schreckt mich nicht

Hajo: Ich, das schreckt mich nicht und uns beide schon gar nicht.

Frau durch Uta: „Ich bin Iwan.“

Hajo: Oh, du bist Iwan.

Frau durch Uta: „Schrecklich bin ich, schrecklich, schrecklich…“

Hajo: Das kann schon sein, Iwan. Aber wenn du deine Kapuze abnimmst und deinen Mantel wegnimmst, dann bist du nur eine kleine alte Frau, die…

Frau durch Uta: „Wer hat dir das gesagt?“

Hajo: Ja, das wissen wir halt. Ne, du bist…

Uta: Hajo, der versucht, mich dauernd zu besetzen, kannst du bitte aufpassen.

Hajo: Du gehst hier nicht rein! Ist das klar? Du bleibst draußen.

Uta: Sie zieht sich wieder raus. Er verursacht Übelkeit.

Hajo: Iwan…

Uta: Ich geh noch etwas zurück.

Hajo: Ja.

Uta: Oh, Elia kommt. Jetzt wird’s entspannter. Elia hat eine Art Pingpong-Netz aus Licht zwischen uns gezogen. Es ist einfacher jetzt für mich.

Hajo: Iwan…

Frau durch Uta: „Dies, sag ich dir, dies ist meins.“

Hajo: Nein, dies ist nicht deins und wir sind stärker als du.

Frau durch Uta: „Ich verteidige das schon lange genug.“

Hajo: Wir sind stärker als du und du wirst es nicht mehr verteidigen können.

Frau durch Uta: „Ich bin der Wächter hier.“

Hajo: Du bist überhaupt nichts, du bist völlig fehl am Platz.

Frau durch Uta: „Ich bin der Wächter.“

Hajo: Hey, geh da raus, raus da!

Uta: Er baut sich wieder auf. Er ist wirklich aggressiv.

Er versucht immer wieder, in mich zu gehen.
Ich muss mich wirklich in diese Distanz hier immer wieder zurückrufen.
Es ist so schwierig. Okay…

Hajo: Iwan…

Uta: Pass auf, ich sehe, dieser dunkle Hut und dieser Umhang da, das ist durchsichtig und darunter ist diese kleine Frau.

Und ich glaube, immer, wenn wir diesen Iwan ansprechen, dann kriegt dieser Mantel wieder Kraft.

Hajo: Okay…

Uta: Der ist stärker.

Hajo: Also, reden wir mit sie an mit „kleine Frau“. Kleine Frau, deine Maskerade hilft dir hier nichts.

Uta: Sie bricht zusammen.

Hajo: Kleine Frau, du gehörst hier nicht hin. Du gehörst ins Licht.

Uta: Frag sie mal, wie sie heißt.

Hajo: Kleine Frau, wie heißt du?

Frau durch Uta: „Lisa.“

Hajo: Lisa. Schau, Lisa, das ist doch nichts für dich.

Uta: Ach, die ist gar nicht schlimm, die Lisa.

Hajo: Lisa, du darfst ins Licht gehen. Du darfst zu Ende kommen.

Uta: Sie versucht, dir nicht zuzuhören. Sie hat eine Glasmurmel oder so was in der Hand. Eine Glaskugel hat sie in der Hand. Die rollt sie jetzt immer hin und her.

Frag sie mal, was das mit der Glaskugel auf sich hat.

Hajo: Lisa, was möchtest du denn mit der Glaskugel machen?

Uta: Sie legt den Finger auf den Mund: Darfst du keinem verraten, das ist ihr Geheimnis.

Hajo: Lisa, ich verrate das auch keinem, ganz bestimmt nicht.

Uta: Sie schaut sich um, als ob sie jemanden fürchtet: „Das haben sie schon mal gesagt, dass sie nichts verraten.“

Hajo: Ja, damals war das ganz anders. Aber heute ist heute, Lisa.

Uta: Sie hat – ach Gott – sie zeigt mir, ich glaub, man hat sie furchtbar geschlagen.

Hajo: Ah ja.

Uta: Sie hat Zähne verloren, und unterm Auge, als wenn sie da eine Platzwunde hat.

Hajo: Ja, Lisa…

Uta: …und ohhh.

Hajo: Lisa… es wird dir…

Uta: Hajo, sie hat die Finger sind alle gebrochen. Ich glaub, die hat was ganz Schlimmes erlebt.

Hajo: Ja, Lisa, es wird dir nichts mehr passieren, nichts mehr.

Uta: Sie… jetzt weiß ich, warum sie hockt. Sie haben ihr auch die Beine gebrochen.
Hajo, frag sie, wie das passiert ist.

Hajo: Lisa, möchtest du uns das erzählen, wie das passiert ist mit deinen Händen, mit deinen Beinen, mit deinen Zähnen?

Uta: Sie nickt, sie nickt ganz heftig.

Hajo: Ja, Lisa, dann erzähl uns doch bitte…

Uta: Ach je, sie war eine Zigeunerin auf einer Kirmes oder so was. Und sie hat etwas vorhergesagt über ein – oh nein – nein, sie…

Eine reiche Frau kam, um sich die Karten legen zu lassen. Und sie hat gesehen, dass der Mann der Frau sie schon lange betrügt. Es war ein böser Mann.

Und sie hat der Frau geraten, zu gehen, aber die Frau, die Frau ist nicht gegangen. Sie hat alles dem Mann verraten, alles dem Mann verraten.
Und der Mann war sehr wichtig in der Stadt.

Und sie haben sie geschlagen, nachts, unter einer Hecke, wo so Knallerbsen dran sind. Immer wieder geschlagen, immer wieder geschlagen, getreten und geschlagen.
Und… aber sie kann Magie, und sie hat sie alle verflucht.

Hajo: Mhmm, ja…

Uta: Sie kann Magie, sie ist eine mächtige, mächtige Magierin, mächtig, mächtig. Aber wer so was tut, ist des Satans.

Hajo: Mhm…

Uta: Aber sie ist ganz mächtig, wenn sie das will. Und so allein.

Hajo: Schau, Lisa…

Uta: Sie will ja gar nichts Böses.

Hajo: Nein…

Uta: Sie hat Erika so lieb.

Hajo: Ja…

Uta: Sie hat Erika so lieb. Erika ist auch eine Magierin. Sie darf das nicht tun, sonst wird sie auch geschlagen. Sie passt nur auf, dass Erika das nicht tut.

Hajo: Lisa …

Uta: Bespitzeln und beschnüffeln, sie sollte immer alle bespitzeln, aber sie wollte nicht und dann haben sie sie geschlagen.

Hajo: Ja…

Uta: Sie ist sehr durcheinander, glaube ich.

Hajo: Ja…

Uta: Immer hat sie, hat sie geguckt, was wirklich ist.
Aber da hat sie immer in allem rumgeschnüffelt, das will sie nie wieder tun.
Und Erika darf auch nicht gucken, was hinter den Dingen ist.

Hajo: Ja, Lisa..

Uta: Sie ist eine mächtige Magierin.

Hajo: Ja, Lisa, das glauben wir dir ja.

Uta: Sie kann alle verfluchen, sie kann alles zunichte machen.
Sie kann alles zerstören, das kann sie. Und sie passt auf, sie passt gut auf.

Sie passt auf Erika gut auf!

Hajo: Hallo, hallo, hallo. Lisa, du brauchst auf Erika nicht mehr aufzupassen.
Wir sind jetzt hier. Wir passen auf Erika auf.

Uta: Nein, sie hütet die Kugel.

Hajo: Sie hütet die Kugel. Du darfst die Kugel mitnehmen. Du darfst sie mit ins Licht nehmen.

Uta: „Erika darf nicht in die Kugel sehen.“

Hajo: Nein, das darf sie nicht. Das tut sie auch nicht.

Uta: „Sonst machen sie mit Erika das Gleiche.“

Hajo: Ja. Liebe Lisa, das ist jetzt so lange her, dass du gelebt hast.
Du bist tot und du musst jetzt ins Licht gehen. Da werden deine Knochen auch wieder heil, deine Hände, deine Beine.
Alles wird wieder heil, alles wird wieder ganz.

Uta: Sie hört dir zu.

Hajo: Schau dich mal um.

Uta: Sie weint…

Hajo: Ja, Lisa, wir möchten dich ins Licht…

Uta: Sie sagt, sie muss doch zum Satan gehen.

Hajo: Nein, Lisa.

Uta: Sie ist doch eine Magierin.

Hajo: Nein, möchtest du, dass dich ein Engel abholt?

Uta: „Ach…“

Hajo: Mhmm?

Uta: Der verbrennt sich an ihr doch die Flügel.

Hajo: Nein, möchtest du, dass ein Engel kommt und dich abholt, damit du siehst, dass dieser Engel sich nicht an dir die Finger verbrennt?

Ute: „mhmm“

Hajo: Ja, dann schau dich doch mal…

Uta: Sie weint so.

Hajo: Lisa, schau dich doch bitte mal um. Lisa…

Uta weint.

Hajo: Hallo? Lisa, raus aus dem Körper! RAUS! Raus.

Uta: „Nein“.

Hajo: RAUS! Lisa! Raus aus dem Körper, da gehörst du nicht rein!

Hallo?

LISA! Gehst du raus. Raus, raus. In dem Körper hast du nichts zu suchen.

Uta: Das ist die Art, womit sie sich verbindet.

Hajo: Ja, ja.

Uta: Mitleid.

Hajo: Mhmm. Lisa, so geht das nicht.

Uta: Jetzt versteh ich, warum sie… oh, ich versteh jetzt so viel, Hajo.

Hajo: Ja.

Uta: Sie hat sich den bösen Magier umgehängt, weil sie die Erika lieb hat.
Sie will Erika nicht zerstören. Mit ihr wäre mir das wohl egal. Ja.

Hajo: Lisa, noch mal, bitte schau dich um.
Schau dich um, wo das Licht ist und wo der Engel kommt.

Uta: Sie schämt sich gerade für das, was sie getan hat eben.

Hajo: Ja. Lisa, wir verzeihen dir…
Aber bitte schau dich jetzt um.
Schau dich um.

Uta: Es gibt hier irgendwo ein Bild.

Hajo: Ein Bild.

Uta: Hier ist ein Bild.
Ich weiß nicht, ob das real ist oder in ihrer Phantasie existiert.
Es ist das Bild eines Engels.

Hajo: Ah, ja.
Schau dir den Engel auf dem Bild an, Lisa.

Uta: Das tut sie.

Hajo: Ja, schön. Schau, ob er sich bewegt.

Uta: Er neigt den Kopf. Sie staunt, sie ist erstaunt.
Sie bekommt so ein – ach das ist interessant – so ein Kribbeln in den Beinen.
Sie schaut an sich runter.

Sie versucht aufzustehen, ganz vorsichtig.
Und der Engel berührt ihre Beine.
Sie kann aufstehen.

Sie schaut mich ganz überrascht an.

Sie fragt, ob das ein satanischer Spuk ist, den ich da mache.

Hajo: Nein…

Uta: Ob ich Magierin bin, wenn, dann soll ich es gleich zugeben.

Hajo: Nein…

Uta: Dann macht sie mich fertig.

Hajo: Nein, nein, Lisa, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die du noch nicht kennst.

Uta: Jetzt hält sie ihn ganz vorsichtig ihre gebrochenen Finger hin.
Und er nimmt sie in seine Hände, pustet drauf, drei Mal.
Das kann sie kaum fassen.

Sie lacht.

Und ich sehe so viel Qual.
Die hat ja so viel Qual erlitten.
Ein Leben lang ist sie geschlagen worden.

Hajo: Mhmm, was ist jetzt?

Uta: Der Engel fordert sie auf, den Mantel des Magiers abzulegen und der ist wie so eine Glocke um sie herum, eine viel größere Gestalt.

Erst zögert sie und dann, dann hat sie Angst, dass das hier bleibt bei Erika.
Erika darf so was niemals haben.

Hajo: Lisa, alles wird weggenommen, alles wird mitgenommen.
Es bleibt nichts bei Erika.

Uta: Da ist sie froh.
„Das darf auch nicht. Das ist böse.“

Hajo: Ja, Lisa, das machen wir auch nicht.
Das wird alles weg kommen.

Uta: Das würde alles zerstören.

Hajo: Das machen wir nicht, Lisa. Wir rühren das nicht an, wir verschließen das sehr, sehr sicher.

Uta: Elia nimmt das, Elia selbst geht hin und sammelt diese Sachen auf, den Hut, den Mantel, den Stab. Sie hat großen Respekt vor ihm.

Sie fragt ihn, ob er ein Magier ist und er schüttelt den Kopf. „Nein“, sagt er, das ist er nicht.

Sie fragt ihn, was er ist. Er sagt: „Ein Schüler Gottes.“ Das scheint okay zu sein.

Und der Engel, – das ist so rührend – der richtet sie auf, ihren zerschlagenen Rücken. Die haben ihr so viel Leid getan.

Der nimmt ihr das dreckige Kleid weg und zieht ihr ein weißes an. Und dann nimmt er sie in die Arme und hebt sie hoch.

Und sie legt die Arme um ihn und weint und lacht. Da ist alles voller Licht.

Hajo: Uta…

Uta: Ja?

Hajo: Uta…

Uta: Ja…

Hajo: Geh nicht zu sehr rein.

Uta: Sie gehen über eine Brücke. Sie ist so klein wie ein Kind und der Engel trägt sie. Und das ist eine wundervolle Farbenpracht, lebendige Farben, Musik.
Das ist so schön hier.

Hajo: Ja, okay.

Uta: Es ist vorbei.

Hajo: Es ist vorbei. Das ist schön.

Uta: Elia ist noch da.

Hajo: Ja, möchte er noch was sagen?

Uta: Er hat die Kugel in der Hand. Er sagt: „Die bleibt hier, denn nicht die Kugel ist böse. Nicht das Wissen ist böse, sondern wie man es anwendet.
Es ist nicht böse, Klarheit zu schaffen, sondern wie man damit umgeht…
Es ist nicht böse, zu hinterfragen und zu testen, sondern aus welchem Zweck man das tut.“

Er geht. Ich geh auch.

Hajo: Ja, okay.