täglich Brot

0197: Gebet Jesu – Unser täglich Brot gib uns heute…

Osterbotschaft von Elia

Das Vater unser: Unser täglich Brot gib uns heute

Elia: guten Morgen, mein Freund.
Hajo: guten Morgen.
Elia: Ich möchte heute darüber reden, was die wesentlichen Punkte der Bitte sind, die der Mensch an Gott, an das Universum zu richten hat.
„Unser täglich Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern.“

Das sind zwei Komponenten, die die wesentlichen Nöte des lebenden Menschen ausmachen.
„Unser täglich Brot gib uns.“

Ja, sorgt ihr denn nicht selber für euer täglich Brot? Arbeitet ihr nicht? Oder arbeiten nicht zumindest andere für euch? Seid ihr es nicht selbst, der bestimmt, wie viel auf eure Tafel Platz finden kann? Brot und Wein und Fleisch und Obst oder nur Brot, oder auch Kaviar. Seid ihr es nicht selbst, die dafür zu sorgen haben, dass eure Tafel gedeckt ist?

Nein, das seid ihr nicht, auch wenn ihr es meint. Was ihr habt, das ist euer Einsatz an Fleiß, an Kraft, an Engagement, an Ideen, an erworbenem Wissen, an vorhandener Begabung. Dieser Einsatz ist es, den ihr erbringen könnt und für den ihr verantwortlich seid.
Aber ob daraus das täglich Brot wird, das liegt nicht in eurer Hand.

Das hängt mir anderen Faktoren zusammen, auf die ihr nicht den geringsten Einfluss habt. Selbst die Reichsten der Welt haben keinen Einfluss darauf, ob die Wirtschaft stabil bleibt, ob die Geschäftspartner zuverlässig sind, ob es vielleicht zu Naturkatastrophen kommt, die ihren Reichtum gefährden können.
Sie wissen es nicht. Und es war nie anders.

Sie leben mehr als der arme Mensch in der Illusion, dass sie Einfluss darauf hätten. Aber in Wahrheit sind auch sie völlig machtlos darüber, ob ihr Einsatz Erfolg hat, ob ihr Einsatz dazu führt, dass sie ihr mehr als üppiges tägliches Brot bewahren können.

Ein Bauer bringt seinen Samen ins Land. Er hat den Acker umgegraben. Aber für den Acker ist er nur insoweit zuständig, dass er ihm gehört und dass er ihn vorbereitet. Und ob der Same fruchtbar ist oder nicht, hängt nur zum Teil von ihm ab, von seiner Sorgfalt mit dem Saatgut umzugehen.
Ein anderer Teil, nämlich der, ob die Saat auch ungefährdet aufkeimen kann, liegt nicht bei ihm. Und es liegt nicht bei ihm, ob das Wetter das Aufkeimen der Saat fördert oder nicht.

In früheren Zeiten wussten Menschen noch viel mehr über ihre Ohnmacht, was diese Dinge angeht, als dies heute der Fall ist. Ihr habt in vielen Dingen gelernt, die Natur zu beherrschen, aber, wenn ihr ehrlich seid, so müsst ihr zugeben: Letzten Endes ist sie mächtiger als ihr.

Und ob die Natur euch wohl gesonnen ist oder nicht, das liegt nicht allein bei euch. Ob eure Saat aufkeimt, stark wird und Frucht trägt, das liegt nicht allein an euch. Ob euer Tisch jeden Tag sein Brot bekommt oder sogar noch darüber hinaus Wein, Frucht und Fleisch, das liegt nicht allein bei euch.
Hier zu bitten, wie ein Kind seinen Vater um Brot bittet, das ist eine Übung in Demut.

Das ist eine Übung, bei der alle Menschen mit ihrem eigenen Stolz konfrontiert werden. Und hier zeigt sich, was Vertrauen ist. Vertrauen, wie ein Kind seinem Vater vertraut, niemals infrage stellt, dass der Vater ihm geben wird, was es so dringend braucht.

Das ist eine Form von Demut, die den Stolz nicht erniedrigt, nicht bricht, sondern die euch zu eurer wahren Verantwortlichkeit führt und euch entlastet von Erwartungen und Anforderungen, die ihr gar nicht erfüllen könnt. Nichts kann so drückend und schmerzlich sein wie eine Verantwortung, die ihr nicht tragen könnt. Und die man dennoch von euch abverlangt.

Viele Menschen in euren Ländern leiden unter der Last dieser Verantwortung. Vornehmlich die Männer, aber auch viele Frauen, leiden darunter, dass sie sich verantwortlich fühlen dafür, dass ihr täglich Brot auf den Tisch kommt. Sie tun weit mehr als in ihren Kräften steht.

Sie versuchen weit mehr als ihnen von Natur aus gegeben ist, um zu gewährleisten, dass die Anforderungen, die an sie gestellt werden, Erfüllung finden. Daran erkranken sie, daran erkranken Familien. Daran erkranken Firmen und Gesellschaften: Dass dieses Wissen darum, dass die eigene Verantwortung dafür, dass für das tägliche Wohl gesorgt ist, nicht allein bei euch liegt, sondern dass sie in Gottes Hand liegt.

Wer nicht mehr weiß, dass er sein täglich Brot nicht seiner Leistung zu verdanken hat, sondern Gottes Segen, der ist sehr allein mit seiner Leistung. Denn er weiß ja um seine Schwächen, er ahnt ja, dass es nicht ausreichen kann, was er gibt. Und umso mehr strengt er sich an und umso ängstlicher schaut er auf den kommenden Tag. Er weiß, dass er zu viel Verantwortung trägt.

Was er vergessen hat, das ist Vertrauen zu haben in etwas, das größer ist als er. Vertrauen zu haben in einen, der es gut meint mit ihm. Vergessen auch – das ist wichtig, zu betonen – die Dankbarkeit dafür, dass das Brot auf dem Tisch ist.
Aus dieser Dankbarkeit heraus entsteht Freude und Vertrauen.

Das täglich Brot ist mehr als das, was wir essen. Das täglich Brot, das ist all das, was euer Körper braucht und euer Geist. Es ist die Nahrung, es ist das Haus, in dem ihr lebt, es ist das Wasser, es ist die Beziehung zu anderen Menschen.
All das ist täglich Brot.

Und es ist unterschiedlich, je nach Gesellschaft, wie karg oder üppig man dieses täglich Brot bezeichnen könnte. Es gibt eine untere Grenze der Überlebensmöglichkeit und es gibt immensen Luxus. Alles gleichzeitig auf eurem Kontinent. Alles gleichzeitig auf der ganzen Welt.

Das täglich Brot ist ungerecht verteilt. Es gerechter zu verteilen, das gehört zu euren Aufgaben. Im Kleinen kann jeder von euch etwas abgeben von seinem Überfluss und ist damit Gottes Werkzeug.

Im Großen sind Unternehmer und Politiker, aber auch Religionen aufgefordert, dafür zu sorgen, dass das täglich Brot, was da ist, auch gerecht verteilt wird. Und dass die Ressourcen, um täglich Brot zu schaffen, geschützt und bewahrt werden.
Das wird die wichtigste Aufgabe der Menschheit in den nächsten Jahren sein, dafür zu sorgen.

Aber, dass es überhaupt Brot gibt, das liegt nicht bei euch. Das liegt allein in Gottes Hand. Ich bin in Gott ganz geborgen, auch mit meinen körperlichen Bedürfnissen.
Das sagt diese Bitte auch.
Ich bin wie ein Kind an der Hand meines Vaters, voller Vertrauen, dass er für mein körperliches und geistiges Wohlergehen sorgen wird. Ich frage nicht danach, woher er es nimmt. Und ich frage auch nicht danach, ob ich es morgen auch bekommen werde. Ich habe einfach Vertrauen, dass es so sein wird, wie es immer war, gestern und vorgestern.
Ich kenne es nicht anders: Immer gehe ich an der Hand meines Vaters, der für mich sorgt, für meine körperlichen und geistigen Bedürfnisse. Dieser eine Satz umfasst nicht nur den materiellen Wohlstand. Er umfasst auch Frieden. Er umfasst auch Sicherheit. Er umfasst auch Bildung.
Alles das gehört zum täglich Brot, denn es ist das, was der Mensch braucht, um ein Mensch zu sein. Das ist viel mehr als Brot.

Ich fordere euch auf, alle einmal darüber nachzudenken, was der Mensch braucht, um ein Mensch sein zu können.

Ihr habt auf eurem Planeten Länder, in denen es viel zu wenig gibt. Da kann der Mensch nicht mehr Mensch sein. Er kann nicht mehr menschlich sein.
Es gibt einige unter euch, die haben solche Not erlebt und sie wissen darum, dass solche Not unmenschlich macht. Es ist sehr wichtig, dass ihr das wisst: dass auch das Gegenteil, zu viel von allem zu haben, unmenschlich macht.

Unser täglich Brot umfasst also alle Bedürfnisse, die der menschliche Körper und Geist hat. Es hängt von eurem Lebensplan ab, ob ihr in dieser Inkarnation euren Tisch kärglich gedeckt findet oder üppig. Beides ist eine wichtige Aufgabe.
Es gibt hier keinerlei Ansprüche, sondern nur den Zweck, den sie Seele darin sieht, in welcher Weise der Tisch gedeckt wird. Aber der Tisch wird gedeckt. Ihr seid es nicht, die darauf Einfluss haben.

Wir kommen hier zum ersten Mal im „Vater unser“ dazu, zu bitten. Wen bitten wir denn? Was bitten wir? Wann können wir etwas bitten? Wir können nur dann bitten, wenn wir etwas nicht haben, was ein Anderer hat.

Gott hat alles. Er ist alles. Und er gibt alles. Er ist Vater und Mutter. Er ist der tiefste Grund des Daseins. Er ist die Ursache allen Lebens, der Anfang.
Und er ist das Ziel.

Und er allein, er allein ist zuständig für diese Lebensumstände. Er allein hat die Verantwortung dafür, dass das Korn des Bauern Früchte tragen wird. Er allein hält die Ordnung des Universums aufrecht.

Ihr mögt vieles inzwischen in eure Verantwortlichkeit genommen haben, aber bei Weitem nicht alles. Immer noch ist eure Existenz zutiefst abhängig davon, dass Gott eure Existenz will. Darum habt ihr nicht und er hat, könnt ihr bitten und vertrauen, dass er gibt.
Das liegt nicht – das Leben – in eurer Hand. Das Leben liegt ganz in seiner Hand.
Das müsst ihr wissen.

Die körperliche, geistige und psychische Wohlfahrt des Menschen liegt nicht allein in seiner Hand. Und es ist hier der Punkt erreicht, wo ihr konfrontiert werdet mit den Bildern, die ihr euch über Gott macht.

Ist er eine gleichgültige wesenlose Instanz, die willkürlich verteilt, gibt und nimmt? Ist er ein gütiger Vater, der sich freundlich seinen Kindern zuwendet und sich verantwortlich fühlt? Oder ist er ein gnadenloser König, der sein Reich nach Gutdünken regiert, rücksichtslos und kaltherzig?
Oder ist er die Weisheit selbst, und die Liebe, die über alles Wissen hinausgeht?

Es wird darauf ankommen, welches Gottesbild ihr habt, wenn ihr bittet. Denn das, was ihr bittet, das wird euch erfüllt nach dem Maß, nach dem ihr glaubt.
Glaubt ihr an die prinzipielle Gleichgültigkeit? Glaubt ihr an die Willkür? Oder glaubt ihr an die Liebe und Weisheit?
Überprüft euch selbst.

Eure Bitten werden gehört, dessen dürft ihr sicher sein. Aber es wird die Wahrheit in eurer Bitte gehört. Es geht nicht um die Worte. Es geht darum, was in euch wahr ist, was ihr zulasst …

Kein Bildnis, das ihr euch über Gott macht, wird ihm je gerecht. Aber je weiter ihr es fasst und je mehr ihr darauf vertraut, dass alles, was in ihm ist, aus Liebe ist, umso näher kommt ihr ihm und umso kindlicher werdet ihr. Und umso mehr findet ihr zu dem Vertrauen zurück, das ein kleines Kind empfindet, wenn es an der Hand des Vaters auf unbekannten Wegen geht.

Euer täglich Brot wünsche ich euch allen. Ich wünsche euch körperliche, geistige und psychische Unversehrtheit. Ich wünsche euch, dass ihr darum bitten könnt und darauf vertrauen könnt, dass ihr von einem Vater oder einer Mutter versorgt seid, die euch herzlich lieb haben und die sehr gut wissen, was euch bekommt.
Ein Vater und eine Mutter sind nur dann gute Eltern, wenn sie darauf achten, was auf dem Tisch des Kindes steht. Ihr kennt das ja: Ginge es nach euren Kindern, so würden sie nur Dinge naschen, die ihnen im Wachstum hinderlich sind, die sogar ihre Gesundheit gefährden. Als gute Eltern sorgt ihr dafür, dass die Nahrung, die sie zu sich nehmen, sie stärkt und fördert.

So will auch Gott euch geben, was euch stärkt und fördert. Und er bietet es euch an. Und es ist gut, wenn ihr ihn bittet, wenn ihr merkt, dass ihr Mangel habt. Jeder Mangel, den ihr habt, ihn werft auf Gott.
Wenn ihr getan habt, was in euren Möglichkeiten und Fähigkeiten lag, dann werft eure Anliegen auf Gott, der das Gedeihen dafür schafft. Denn ihr seid für das Gedeihen der Dinge nicht zuständig.

Es mag wichtig und richtig sein zu überprüfen, ob der Mangel, den ihr empfindet, berechtigte Gründe hat. Aber wenn ihr, nachdem ihr alles geprüft habt, immer noch den Mangel habt, dann vertraut auf Gott, in dem alles ist und der alles hat.
Hierzu gehört der Glaube und das Vertrauen eines Kindes. Beides wünsche ich euch.

Ich wünsche euch, dass gerade heute, weil Ostern ist.
Ostern, das soll euch sagen: Ich bin bei euch in eurer Not. Glaubt nur ja nicht, dass der Tod das letzte Wort hat. Glaubt nur ja nicht, dass es Situationen gäbe, in denen ich Gott nicht doch noch einen Ausweg wüsste. Vertraut darauf, dass das, was ich tue, selbst dann, wenn es euch unverständlich ist, zum Guten führen wird.

Als Jesus starb, da konnten viele nicht mehr an einen gütigen Vater im Himmel glauben: So zu sterben, so elend, wo war Gott? Wo war der Vater? Wo war hier die Fürsorge eines Vaters an sein Kind? Sie lag darin, dass er bei ihm war und blieb.

Täglich Brot ist viel mehr als Essen und Trinken, ist viel mehr als ein Dach über dem Kopf und ein Kissen für die Nacht, als die Kleidung an eurem Leib. Täglich Brot, das ist auch Vertrauen in eine Zukunft haben.

Gott sorgt für dieses alles und er hat an Ostern gezeigt, dass auch aus der tiefsten Not – aus dem Karfreitag – er Möglichkeiten findet, das größte Glück zu schaffen, den Ostermorgen.

Vertrauen haben ist, dass Gott dafür sorgt, dass er jeden Karfreitag in einen Ostermorgen verwandelt. Das beinhaltet die Bitte um das tägliche Brot.

Ich verabschiede mich für heute, Hajo.
Wir werden beim nächsten Mal über die Schuld sprechen.
Hajo: gut.
Elia: Ich denke, dieses ist genug, um nachdenklich zu werden.
Hajo: ja, natürlich.
Elia: Ich wünsche euch ein frohes Ostern. Ich wünsche euch viel täglich Brot und viel Freude daran.
Hajo: ja. Ich danke dir und wünsche dir ein gutes Sein.
Elia: danke dir.