Vertrauen

0225: Ohne Vertrauen in dich selbst ist das Leben eine Hölle

Ohne Vertrauen in dich selbst
ist das Leben auf der Erde die Hölle…

Die Selbst-Achtung:

Du musst lernen, dass du nie, nie allein bist!

Der Verstand kann die Dinge nur so einordnen,
wie es dem innersten Prinzip der Seele entspricht…
Und da liegt das Problem.

Ich finde es wunderbar, zu dieser Vater-Seelenfamilie zu gehören!
Wir sind die, die Vertrauen schaffen.

Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem von Ina zu verbinden, Ina bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe in einem hellen Raum, große Fenster, die den Blick in kahle Bäume frei geben, hier stehen viele kleine Kinderbettchen.

Vor einem der kleinen Gitterbetten steht eine Frau mit dunklem Haar, in dem schon erste weiße Strähnen zu sehen sind, sie hat das Haar einfach mit zwei Klemmen hinter den Ohren festgesteckt…

Ein langer weißer Kittel geht ihr bis fast zu den Knöcheln, derbe, braune Schuhe sind zu sehen…

Sie dreht sich zu mir um: Dunkle, grosse Augen unter schwarzen Augenbrauen, ein wenig Damenbart, ein schönes, liebevolles Lächeln. Sie ist groß und breitschultrig, fast wie ein Mann.

E: Ah, ein wenig vorteilhafter hättest du mich ruhig beschreiben können (lacht)…

Ich hatte einfach kein Interesse an meinem Äußeren, hab ich aufgegeben, als ich 16 war, im Übrigen ein Fehler, meine Liebe!
Auf sein Äußeres zu achten hat heilsame Wirkung auf das Selbstwertgefühl:
Sich selbst achten!

Bedauerlicherweise ist eure Mode dazu noch weniger geeignet als meine.
Aber darum soll es nicht gehen. Ich heiße übrigens Elise (gesprochen Ellies).
Komm doch mal her, ich will dir jemanden vorstellen.

Ich gehe zu ihr, sie beugt sich über eines der Bettchen, darin liegt ein Kleinkind, vielleicht knapp ein Jahr alt und es ist von den Füssen bis zum Hals in Gips gehüllt…
Aus großen, traurigen Augen schaut es uns an.

Elise streichelt die kleine, aber diese Augen bleiben davon unberührt…

Elise seufzt: Das ist so schwer für unser Mäuschen, sie ist sehr, sehr tapfer…
Aber es wird Spuren in ihrer Seele hinterlassen, alles andere wird heilen, aber ihre Seele?
Wer weiß?

U: Ist sie krank?

E: Nein, sie hatte einen schrecklichen Unfall…

Sie und ihre Mutter wurden von einer Droschke erfasst und meine Kleine hier wurde etwa zehn Meter weiter geschleudert gegen einen Laternenpfahl.
So ziemlich jeder ihrer Knochen wurde gebrochen.

Das ist aber nicht das Problem:
Diese Knochen werden heilen, sogar schneller, als uns lieb ist…

Aber die Muskeln werden das Problem sein: Sie wird, wenn sie aus dem Gips endgültig heraus kann, fast 5 Monate nur in diesem Zwangskäfig gesteckt haben, das ist eine sehr lange Zeit für einen so kleinen Körper.

Eine Zeit, in der sie hätte laufen lernen soll, in der sie Gleichgewichtsübungen gemacht hätte, in der sich ihre Rückenmuskulatur hätte aufbauen müssen. Stattdessen steht die Zeit still…

Es wird sehr lange dauern, bis sie wirklich geschickt gehen, stehen, laufen, greifen und tragen kann…

Aber all das ist gar nichts im Vergleich zum Schaden, den ihre Seele nimmt, den ihr Selbstvertrauen nimmt. Das wird das eigentliche Problem werden!
Komm, wir gehen in mein Zimmer.

Elise nimmt mich mit über lange Flure, einige Schwestern grüssen die „Frau Doktor“, Elise hat für jede ein freundliches Wort…

Endlich sind wir in einem kleinen Raum angekommen. Die eine Seite der Wand besteht aus einem überberstenden Bücherregal, an der anderen Seite steht ein Bett und vor einem großen Fenster ein kleiner Tisch mit zwei roten Ledersesseln.

Sie setzt sich in einen und zieht die Schuhe aus, legt die Füße auf ein buntes dickes Kissen.

E. Ah, das hat mich immer geärgert, meine Füße! Als wenn du Blei statt Schuhe trägst!
Ich hatte das ganz vergessen: Falls du etwas trinken möchtest, bedien dich, ich muss jetzt einfach sitzen.

12 Stunden Dienst hier in Kanada, zu dieser Zeit musste ich einige Patienten nach Dienstschluss behandeln…
Du weißt schon, die, die kein Geld für Spezialbehandlungen haben…

Na ja…ich war gerne Ärztin, mit ganzer Freude war ich das und jetzt bin ich mit ganzer Freude der Schutzengel von Ina.

Wann ich gestorben bin?
Zum letzten Mal 1925 in Quebec, es war ein gutes Leben, ich habe gerne gelebt, aber ich habe nie vergessen, dass es mir nicht gereicht hat, einen Gips anzulegen.

Dass ich viel lieber dabei bin, denen zu helfen, die – nachdem man ihnen den Gips entfernt hat – nicht wissen, was sie nun mit ihrer Freiheit tun können.
Weil sich die Freiheit vom Gips keinesfalls als Freiheit von der Mühsal erweist…
Deshalb bin ich Inas Guide, es geht auch bei ihr um Freiheit.

Um die Freiheit, das eigene Selbst zum Ausdruck zu bringen, sich selbst zu leben.

He, Moment mal, keine Sorge, ich verlange nicht von dir, dass du dein Leben auf den Kopf stellst, diese Angst ist völlig unbegründet!

Aber ich möchte dir Mut machen, in diesem Leben eigene selbstständige Schritte zu wagen.

Dafür bist du nicht zu alt, sondern zu müde. Und du bist so müde, weil du so wenig gehst…

Das ist wirklich so wie mit der kleinen Anette eben.

Die „Knochenbrüche“, die deine Seele sich in der Kindheit zugezogen hat, sind verheilt, aber deine Muskeln, die sind untrainiert…
Wer bin ich? Was darf ich? Und was WILL ich?
Ja, was?

Na das, was du schon kannst und jeden Tag einen Schritt mehr: Trainieren, du selbst zu sein.

Ich bin bei dir, um dir dabei zu helfen und über eines sind wir uns doch sicher einig: Es hätte noch viel schlimmer kommen können!

Du weißt es schon: Selbstrespekt ist wichtig und du bemühst dich schon…
Ich bin stolz auf dich…

Aber was du nicht weißt, das sind die Hintergründe, warum es dir so schwer gefallen ist, zu einer selbstbewussten Persönlichkeit heran zu reifen…

Nein! Dein Reifungsprozess ist noch längst nicht abgeschlossen!

Hör doch bitte auf, mir dein Geburtsdatum unter die Nase zu reiben. Was ist das schon? Du bist nicht einmal 60, du hast noch ein paar Jahrzehnte!!!
Was willst du in denen tun? Im Gipskorsett sitzen?

Du doch nicht! Schatz, deshalb bist du doch geboren, um aus der Ich-Eingrenzung durch andere herauszuwachsen! Ja, ja, das ist der Grund!

Da staunst du, mein Liebling, das ist gut, dass du staunst!
Weißt du, was deine Seele bisher glaubte? „Niemand darf merken, wer ich wirklich bin.“
Und „Ich darf auf keinen Fall sein, wer ich wirklich bin, wenn es jemand merkt, dann werde ich sehr leiden!“

Liebling, du hast sehr gelitten! So sehr, aber das ist nicht geschehen, damit du Opfer bist und bleibst, sondern damit du lernst, dich zu empören!

Damit du deine Kraft kennen lernst, deine Durchsetzungsstärke!
Damit du lernst das du nie, nie, nie wirklich je allein bist!

Weißt du, worauf ich besonders stolz bin? Dass du all die Not, die daraus entstanden ist, dass du in deiner Individualität missachtet wurdest, nicht zum Hass hast werden lassen!

Manchmal muss man, um zu wahrem Selbstrespekt zu kommen, auch darauf schauen, was man NICHT getan hat, gedacht und gefühlt hat.

Du fragst mich nach deiner Lebensaufgabe?
Zwei sind es, zwei, die sich ergänzen:
Du bist da, um Selbstvertrauen zu erfahren…
Und du bist da, um Gottvertrauen zu entwickeln…

Beides ist gleichermaßen notwendig, um eine intakte Persönlichkeit zu entfalten!
Es genügt nicht, einseitig das eine ohne das andere zu leben.

Aber das ist schwer…
Ich weiß es doch, dass es schwer ist!

Weißt du, es ist so, als ob man durch eine falsche Brille auf sein Leben schaut. Die Brille, die du trägst, die Sehstärke, auf die sie eingeschliffen ist, die entspricht noch deiner letzten Inkarnation (Ja, ich komme gleich darauf zu sprechen).

Also, mit dieser Sehstärke kannst du aber dein heutiges Leben nicht mehr richtig sehen, das glaubst du nur.

Du urteilst aus der damaligen Sicht heraus: Alle Menschen urteilen über sich selbst, über andere, über das Lebensumfeld…

Ob sie damit richtig liegen oder nicht, kommt allerdings darauf an, worauf sie ihr Urteil begründen: Der Verstand, das Gehirn, das erworbene Wissen, die Erfahrung, alles das dient dazu, sich ein Urteil zu bilden…

Aber der Verstand kann die Dinge nur so einordnen, wie es dem innersten Prinzip der Seele entspricht… und da liegt das Problem!

Schau, deine Seele hat sich nicht einmal annähernd die letzte Inkarnation angesehen, sie ist aus mehr als verständlichem Grund nicht bereit gewesen zu sehen, wie alles das, was sie erlitten hat, entstanden ist…

Aber sie wollte so schnell wie möglich wieder inkarnieren…
So blieb uns – dir zum Schutz – nur eines zu geben:
Ein sehr intaktes und sensibles Gefühlspotenzial!

Du bist wie ein Seismograf in der Lage, auch kleinste „Beben“ in deiner Umgebung vorauszusehen. Du bist in bestem und gutem Sinn „hellfühlend“…

Aber: Du bist nur wenig ausreichend in der Lage, das Gefühlte, wenn es Bezug auf dich selbst hat, richtig oder neutral einzuordnen.

Denn die Grundeinstellung deiner Seele ist: Niemand darf wissen, wer und was ich bin! Wenn man merkt, was ich bin, bin ich verloren.

Deine letzte Inkarnation, mein liebes Herz, hast du in Auschwitz beendet, nachdem du jahrelang vergebens versucht hast, deine Identität zu verbergen.

Und siehst du, DAS tust du immer noch: Du verbirgst deine wahre Identität nicht nur vor anderen, sondern – was in der Wirkung viel schlimmer ist – dieses Mal sogar vor dir selbst.

Du lebst dein Leben mit einem ganzen Rucksack voller Urteile über dich: Ich bin zu schwach, um dies und das auszuhalten und ich bin zu schwach, um mich gegen dies und das wirkungsvoll zu wehren…
Und ich bin zu wenig…
Immer zu wenig: Zu wenig klug, zu wenig stark, zu wenig wortgewandt, zu wenig gut, zu wenig, zu wenig, zu wenig…

Liebling, sieh es doch einmal so: Einen schrecklicheren Triumph konnten deine Mörder von damals gar nicht erreichen als dieser Glaube, dieses Selbsturteil!

Wenn du mich fragst, warum du nun gerade diese Erlebnisse in deiner Kindheit ausgesucht hast, warum es dieses Heim war und kein anderes, dann muss ich dir sagen: Weil es deinem Glauben über dich entsprach. Daran konnten wir nichts ändern.

Aber es soll ja nicht umsonst gelitten sein. Die Aufgabe ist es, aus diesem Glauben freudig heraus zu wachsen.

Was ich mir wünsche, was mein Ziel mit dir ist, das ist, dass du am Morgen aufstehst und lachend sagen kannst: Ich bin stark genug für diesen Tag und alle seine zu erwartenden Aufgaben!

Ich bin gut genug für ihn und alle Aufgaben, die er mir stellt.
Willkommen lieber, neuer Tag!

Was du auch nicht mehr weißt, weil du es dir als Seele nicht hast anschauen wollen, das ist die einfache Tatsache, dass da, wo deine Kraft und Stärker nicht ausreicht, es etwas gibt, dass größer ist als du und das dir zur Seite steht in jeder Minute deines Lebens, bis zur allerletzten.

Du hast dir niemals angesehen, was im Gaskeller geschah, deine seelische Erinnerung reicht nicht bis dahin. Du hast dich als Seele schon vorher herausgenommen und so ist es dir entgangen, was wir taten…

Hast du nie gehört, wie ruhig damals die Menschen ihren Tod annahmen, fast so, als stünden sie unter Hypnose? Sie waren alle miteinander in diesem Augenblick ganz und absolut „IN GOTT“.

Dort! ja dort, wo dieses Grauenvollste aller Verbrechen begangen wurde…
Meinst du, dort wurden einfach Menschen vergast? Ich sage dir, dort wurde Gott selbst zum leiderfüllten Geist…

Er war mit dir, er ist mit dir, jetzt und ewig…
Seine Macht ist so ganz anders als die, die ihr darunter versteht…

Als Seele aber hast du das verdrängt…
Diese Wahrheit ist nicht in dir. In dir ist die Verlassenheit, die Hilflosigkeit, die Ferne von Gott und das Entsetzen.

Mein Liebling, ich bin so froh, dass ich dir das jetzt sagen darf!
Es ist so wichtig, dass du dich selbst verstehst und dass du vor allem eines verstehst: Dieses Leben jetzt, das ist die Zeit nach dem Gips…

Es ist die Zeit, in der du wieder selbständig laufen lernen musst. Dieses Leben ist dir gegeben, damit du wieder Vertrauen fasst zu dir UND zu uns: Beides!

Vertrauen fassen in die eigenen Gefühle, die eigenen Bedürfnisse, den eigenen Willen, die eigenen Intuitionen, die eigenen Wünsche, Vertrauen fassen in die Berechtigung gelebter Individualität. Die eigene Sonne leben!

Ah, nein, nein, es stimmt nicht, dass du das nicht kannst, weil andere dich daran hindern…

Nein, Liebes, es ist DEIN Glaube, dass du es nicht überlebst, dich denen zu widersetzen, die dich daran hindern wollen. Unbewusste Motive, die dich zu Urteilen führen, die du gar nicht WISSEN kannst!

Kannst du WIRKLICH wissen, wie der Andere reagiert?
Kannst du wirklich wissen, wie du auf seine Reaktion reagierst?

Wie es einmal war, wird es IMMER sein? Nein!

Mit jedem neuen Tag veränderst du dich! Die Ina von 2003 ist nicht mehr die Ina von 2006 und die wiederum hat eine gute Chance, 2007 eine andere zu sein als jetzt!

Deine Seele geht vom Prinzip der Unveränderbarkeit aus. Veränderung als Bedrohung des Lebens zu sehen, ist leider ein weiterer Teilaspekt deiner seelischen Wahrheiten…

Das Verharren in lebensfeindlichen Umständen aus Angst vor Neuen, das entspricht einer noch tieferen Erfahrung deiner Seele, auf die die Inkarnation in Polen und Ungarn erst aufbaute…

Aber das darf ich vermutlich nicht mehr detailliert beschreiben oder?

U: Wir müssen uns leider begrenzen, Elise, ich möchte dir auch noch gerne Inas Fragen stellen…

E: Ja, ich habe davon gehört…
Ist das nicht schrecklich, wie begrenzt man im menschlichen Körper ist?

U: Ja, schon, aber es ist auch schön…

E: Ich weiß, ja, es gibt Aspekte, die man vermissen könnte, wenigstens von Zeit zu Zeit…

Ja doch, Ina, ich denke durchaus auch an Sex und an Essen und an Träumen und Schwimmen!
Oh, ich bin wahnsinnig gerne geschwommen…
Aber ich schweife ab…

Um es noch einmal zusammen zu fassen. Es geht darum, zum Vertrauen zu wachsen: Vertrauen in sich selbst und in uns…
Ohne Vertrauen ist das Leben auf der Erde die Hölle…

Da bleibt dir nichts als Furcht.
Und wer sein Herz mit Furcht gefüllt hat, der hat keinen Platz für Liebe, weder zu sich, noch zu anderen, noch zu uns…

Und DAS! ist das Letzte, was du willst: deine Liebesfähigkeit verlieren!
Es gibt GAR NICHTS, was deine Seele mehr liebt und genießt, als zu lieben.

Weißt du, dass du dir das immer erhalten hast, IMMER?
Du hast nie aufgehört, zu lieben und das waren harte Kämpfe!

Das ist unsere Heimat, wir beide kommen aus der Energie Gottes, die Liebe ist…
So sind wir ewig liebend…

Aber wir müssen lernen, damit richtig umzugehen, das ist unser Ziel!
Wir sind Vaterseelen, wir gehören zur Vaterfamilie!

Wir sind die, die geben, die auffüllen, was leer ist, die Mut machen, die Zuversicht vermitteln, die Kräfte stärken, die drohen verloren zu gehen.
Ich finde es wunderbar zu dieser Seelenfamilie zu gehören!
Wir sind die, die Vertrauen schaffen.

Ein Widerspruch? Nein, denn um wirklich schätzen zu können, über welche Fähigkeiten wir verfügen, müssen wir sie erst als Notwendigkeit erleben.
So, also von mir aus war es das jetzt, wenn du jetzt ihre Fragen stellen willst?

U: Ja, dann beginne ich mit der ersten Frage: Woran erkennt sie in einer zweifelhaften Situation, ob sie richtig liegt?

E: Frag dich, ob es dein Selbstbewusstsein, deinen Selbstrespekt dient oder nicht…

Und frag dich, in wessen Verantwortung die Dinge liegen: in deiner?
In der deines Nächsten oder in Gottes?

Du neigst dazu, dich mit Verantwortlichkeiten zu beladen, die nicht deine sind. Da wird dann aus Mut Unmut, aus Kraft Ohnmacht, einfach, weil du dich übernimmst!

Dein Leben kannst du ordnen, aber das Leben anderer gehört ihnen!
Deinen Willen kannst du ändern, aber ihr Wille ist ihre Angelegenheit!

Und darüber hinaus gibt es Dinge, die kein Mensch beeinflussen kann, weil es in den Händen des „Grossen Alles“ liegt…

Frag dich, was du wirklich kontrollierten kannst. Und da, wo du es kannst, da handle deinem Willen entsprechend.

Im Grunde können wir uns nur selbst kontrollieren und selbst das nur begrenzt, weil wir uns nicht kennen: Weil wir nicht wissen, wer wir wirklich sind…

Warum hast du Angst? Weil es dir an Vertrauen mangelt: Vertrauen in dich, Vertrauen in andere, Vertrauen in Gott….

Das ist verständlich, aber es ist an der Zeit, aus den Kinderschuhen der Seele heraus zu wachsen.

U: Ich denke, über den Sinn ihres Lebens hast du schon viel gesagt, oder hast du noch etwas hinzu zu fügen?

E: Nein, wenn sie sich danach richtet, dann kommt sie auf den richtigen Weg.
Ina, ich werde dir nicht sagen: Geh und rette kranke Katzen oder betreue Sterbende…

Ich sage dir: Schau auf das, was du gerne machst!
Schau auf das, was dich erfreut, dich anspornt, deine kämpferischen Potenziale weckt!

Ich will, dass du suchst! Weil die Suche und die Erfahrungen, die du dabei machst, so wichtig sind!

U: Wie kann sie ihr Leben sinnvoller gestalten?

E: Weißt du, wann man sich selbst begegnet? Wenn man andere trifft.
Ich spreche nicht von oberflächlicher Geselligkeit, ich meine wirkliche seelische Begegnungen…

Jedes Leben braucht eine Aufgabe, was die ist, spielt keine so große Bedeutung…
Aber es ist nun einmal so, dass jeder Mensch Bedeutung haben möchte, dass es sein Herzensbedürfnis ist, eine Wirkung zu haben, eine Spur im Sand der Zeit zu hinterlassen.

Das ist unabhängig vom Alter, es gehört einfach zum Mensch sein dazu. Nur wenige Meister sind mit dem puren Sein glücklich…

Einen Beruf, der ganz ausfüllt, wünscht sich jeder junge Mensch, aber im Alter, was soll einen da ausfüllen? Die eigene Güte und Weisheit, die man im Leben gesammelt hat, weiter zu geben?

Aber die Kinder, wollen die gar nicht?! Ach, Ina, da draußen in den Fluren liegen 32 Kinder, keines ist meins und ich liebe sie doch…

Sie sind mir nur für kurze Zeit geliehen und doch bin ich dankbar, dass ich sie lieben darf…
Sicher nicht so wie eine Mutter ihr Kind liebt, aber ich fühle und genieße eine der vielen Formen der Nächstenliebe…

Und damit wächst auch meine Liebe zu mir, es geht Hand in Hand. Wer lernen will, sich zu lieben, der tut gut daran, anderen zu helfen, sich zu lieben.

Das geht alles nicht? Das ist verrückt? Was werden „Sie“ sagen?

Glaubst du im Ernst, das ist wichtig?

Wenn du deinen letzten Japser machst, woran wirst du dich dann gerne erinnern?
An das, was dir das Leben schenkte? Ja, klar…
Aber ich sag dir was: Am Meisten an das, was DU dem Leben geschenkt hast!

Was soll das sein? Schenk doch das, was du geschenkt bekommen hast: Schenke deine Zeit, deine Ohren, deinen mitdenkenden Verstand, deine lebendigen Hände, deine Stimme, dein Lachen…

Das ist Nichts? Sieh dich um, was wirkliches NICHTS ist. Es gibt so viele, die wirklich im NICHTS leben.

Wenn du zu den Menschen gehst, zu denen, die NICHTS sind und haben. weißt du, wen du triffst? DEINE Kraft, Deine Liebe, Deine Stärke und Gottes!

U. Wie kann sie mit ihren Ängsten vor Krankheit und Tod besser umgehen?

E: Liebling, so, wie du es machst! In dem du dich diesen Ängsten stellst und lernst!

Es gibt genug Literatur zu beiden Themen.

Aber was wir uns doch fragen müssen, ist: Welchen gemeinsamen Nenner haben diese beiden Ängste?

Ich will es dir sagen: Die Angst vor Kontrollverlust!
Und was ist die Wurzel dafür?
Ein mangelndes Vertrauen in dich und in Gott!

Es gibt verschiedene Wege, sein Bewusstsein zu erweitern. Einer davon ist, zu lernen, anderen zuzuhören und das, was man erlernt hat, in Handlung und Gedanken zu üben…

Eine andere Methode ist die, von sich selbst zu lernen, die unbewussten Zusammenhänge ins Bewusstsein zu holen und nun mit der Kraft des Verstandes neu zu ordnen…

Und die dritte Methode ist die Veränderung des Bewusstseins durch Erlebnisse…
Was willst du? Was ist vernünftig?

In jedem Fall WILL deine Seele diese Ängste überwinden und was sie will, geschieht…

Aber muss es unbedingt sein, dass du erlebst, dass du stark genug bist, um Krankheiten zu überwinden?
Und muss es unbedingt sein, dass du erlebst, dass Gott doch wirklich da ist und dich in seiner Liebe auffängt, wenn dich der Schatten des Todes streift?

Ich meine: nein! Ich bin der Ansicht, dass du es einfacher erfahren kannst und dieses hier ist ein Teil des Weges, der dazu beitragen wird.

U: Wie wird sie ihre Antriebslosigkeit los?

E: Das sind nicht nur psychologische Gründe, das sind auch hormonelle, die durch eine einfache Umstellung der Kost und viel, viel Bewegung überwunden werden können.

Zu den psychologischen habe ich schon einiges gesagt, vielleicht noch so viel:
Ohne Lust ist das Leben lustlos. Und damit meine ich jede Form von Genuss.
Nichts ist weiser als wirklich das zu genießen, wozu wir fähig sind!

Zum Leben im Fleisch gehören die Sinne: riechen, schmecken, tasten, sehen, hören…
Wie bewusst tust du das noch?

Jeder Sinn wenigstens einmal am Tag für 10 Minuten ansprechen, das ist nicht nur Lebenskunst, das ist ein Jungbrunnen, wie er einfacher und billiger nicht zu bekommen ist.

U. Wie sollte sie das Verhältnis zu ihrem Ehemann gestalten?

E: Ehrlich, ohne Versuch, zu manipulieren! Ehrlich sein in dem, was du fühlst und sagst…
Mit wem ist er verheiratet? Mit dir oder mit der Rolle, die du spielst?

Und du, mit wem bist du verheiratet? Weißt du das WIRKLICH oder glaubst du nur, es zu wissen?

Liebe braucht keine Kontrolle, keine Entschuldigung, aber Wahrheit! Ohne Wahrheit geht die Liebe in einen reinen Ritus über, der ohne Inhalt ist.
Du weißt das auch, aber du fürchtest dich…

Warum? Weil du dich in deiner Macht und Stärke weit unterschätzt. Weil dein Vertrauen in dich so klein ist. Aber es ist besser, wenn du jetzt nicht versuchst, deine Ehe zu renovieren, sondern zuerst deine Seele.

Erst einmal geht es ganz einfach um dich und dann, wenn du an Selbstbewusstsein gewonnen hast und an Vertrauen zu dir selbst, dann kannst du auf einer anderen Basis mit ihm reden und leben, falls er das mag…

Es ist nicht einfach…
Sich selbst verändern, ohne die bisherigen Umstände zu ändern, das geht nicht…

Veränderung des ICHS bedeutet auch Veränderung des Dus…
Oder des Verhältnisses, das man dazu hat.

Ich weiß, dass du das fürchtest!
Aber eines möchte ich dir versichern: In den allermeisten Fällen ist es sehr viel „mutiger“, die Dinge unverändert zu lassen…
Ist es sehr viel gefährlicher für Leib und Seele, beim Status Quo zu verharren und sehr viel liebloser.

Das gleiche gilt für deine Töchter: Wahrheit ist wichtig und dass du aufhörst, dich damit zu quälen, ihnen die Verantwortung für ihren Willen abzunehmen.

Deine Aufgabe ist es, sie zu begleiten, es ist nicht mehr deine Aufgabe, ihnen zu raten, es sei denn, sie bitten dich darum.

Du bist nun da, um zuzuhören und vor allem, ihnen zuzutrauen, dass sie es richtig machen. Auch sie sind Seelen, die alt sind und die da sind, um aus ihrem Leben zu lernen, wer sie sind, welche Kräfte und Potenziale sie haben und welche Ängste sie ablegen können.

Sei ihnen dabei ein liebender Begleiter, nicht mehr und nicht weniger.

U. Sind die Beschäftigung mit Astrologie, I-Ging und Karten legen für sie schädlich?

E: Solange du das tust, um auf das vermeintlich „Fürchterliche“ vorbereitet zu sein, ja.
Du schaust darauf wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf die Schlange!

Die Sache ist nur die: Es gibt gar keine Schlange!
Doch deine Angst, dein Mangel an Vertrauen ist mit dabei, wenn du die Kartendeutung in dich aufnimmst! Das ist der Filter, durch den jede Botschaft muss!

Und solange der da ist, ist jede Deutung der Versuch deiner Seele, in ihrem Glaubensgips zu bleiben.

Ich sage nicht, dass du die Auslegung bekommst, die du fürchtest…
Aber ich sage dir, dass du je nach Grundstimmung nur das verstehst, was du fürchtest.

Erst wenn du wirklich akzeptierst, dass dein Leben wunderbar ist, dass du stark und gut bist und dass du ein Mensch bist, der umgeben ist von guten Kräften, bist du in der Lage, den vollen Nutzen aus diesen Dingen zu ziehen.
So aber manipulierst du dich selbst.

U: Kann sie eine Abtreibung vor zwanzig Jahren wieder gut machen?

E: Nichts kann ungeschehen gemacht werden, aber ich stelle eine andere Frage: Kannst du es dir verzeihen, dass du zu dem Zeitpunkt und in der Situation, in der du damals warst, dir nicht anders zu helfen wusstest?

Warum nicht? Wir können es!
Dein Kind war NICHT beseelt, hörst du?
Verstehst du, was das heißt?

Aber es ist als Erlebnis eine Aufgabe an dich, dir selbst gegenüber mit viel, viel mehr Vertrauen zu begegnen, was deinen Willen angeht.

Diese Schwangerschaft war nur für dich! Nur du solltest daraus lernen.
Es gab keinen „Kindsmord“.

U: Wie kann sie Liebe in sich besser spüren, das Göttliche in sich besser weiter geben?

E: Liebling, wie? Nur durch deinen Weg, deine Lebensaufgabe zu bewältigen, deinem Vertrauen nachjagen, einen anderen Weg kann es nicht geben.

Vertrauen und Zutrauen finden und dies, indem du verstehst, das es eine Unterteilung der Verantwortlichkeiten gibt. Ja?

Du? Was meinst du, schaffen wir beide das?
Ich bin sicher, wir schaffen es!

Schaffen wir es in friedvoller und angemessener Art und Weise? Darum bitte ich dich sehr.

Ich habe dich sehr lieb, meine kleine Maus, ich darf dich so nennen, schließlich war ich schon zweimal deine Mama (lächelt).
Ich geb dir hier etwas, das ist nur für dich: (Sie reicht mir einen Steinengel, der einen Rosenquarz in der Hand hält.)

E: Ich bin zwar nie so schön gewesen, wenn ich inkarniert war, aber ich liebe dich genauso!

Und ob du es glaubst oder nicht: Ich habe jeden Grund, dich zu lieben und zu achten.
Ich habe sehr, sehr großen Respekt vor dir, vor einer mutigen, tapferen und liebevollen Seele, die jetzt einfach ein wenig Hilfe braucht, um wieder ganz zu sich selbst zu finden.

U: Ich danke dir, liebe Elise!

E. Oh, der Dank ist ganz bei mir, bei 32 Grad war das kein leichtes Stück!
Hast du gemerkt, dass ich dich angeblasen habe?

U: Ich dachte, das war der Wind!

E: Klar war das der Wind, aber ich hab ihn gelenkt, du musst aber auch noch einiges lernen (lacht).

U: Ganz sicher! Also dann, lebe wohl…

E: Na was, soll das jetzt heißen: Sag zum Abschied leise Servus?
Du willst doch nicht behaupten, du hättest kein Interesse?!

U: Doch, aber ich will nicht manipulieren!

E: Siehst du, Ina, hier hast du ein klassisches Beispiel für nicht ausgesprochene Wahrheiten…
Man schweigt, um nicht zu manipulieren und manipuliert gerade dadurch das, man das tut eben doch!

Die Wahrheit ist: Wir würden uns freuen, wenn du deinem Unterbewusstsein besser auf die Spur kommst und das geht gut hier bei den Sackmanns…

Aber du musst diesen Weg nicht gehen, wenn du nicht magst, ist das eben deine Entscheidung.

So, Uta, jetzt kannst du Schluss machen, aber das musste noch gesagt werden.

Nein, Ina, das musst du deinem Mann eben nicht erzählen, manche Dinge müssen erst einmal reifen…

Ach, du meine Güte, diese vielen Rücksichten und warum? Angst!
Ich gehe jetzt. Machs gut, Uta.
Ich liebe dich Ina, du schaffst das, den kleinen Rest schaffst du auch noch, du hast schon soviel geschafft.