Waisenkinder

0229: Über Waisenkinder

Über Waisenkinder:
Ihre Welt ist einer Katastrophe gleich,
einem Weltuntergang gleichzusetzen.

Diktat von Josef

Seine Verletzungen kommen jenen gleich, die Kinder haben, welche durch Krieg und Gewalt jenes ursprüngliche Vertrauen verloren haben, welches ihre Welt zu einem Fest der Sinne sein ließen, wäre die Welt bestehen geblieben.

Aber seine Welt ist einer Katastrophe gleich, einem Weltuntergang gleichzusetzen.

Überall lauert Gefahr.
Was gut ist, kann schlecht sein.
Versteht die Verzweiflung, versteht die Empörung des Kindes, denkt nicht, diese sei ein kleiner Bestandteil seines Selbst – sie ist größer, als ihr vermutet.

„Tragt auch ihr eine Maske?“ Das ist seine Frage, seine immer wiederkehrende Frage.

Was kann das Kind also heilen? Wahrhaftigkeit!

Seid in allem, was ihr tut, wahrhaftig.

Nennt die Dinge beim Namen – alle Dinge.

Lob und Tadel – vergesst das Lob nicht!

Das Lob und das Vertrauen in seine Stärke ist viel wichtiger als Tadel, Mahnungen oder Grenzen. Erzieht es durch Lob, Bestärkung des Guten. Nur so findet es zu seiner Kraft.

Wenn es sich einkotet oder einnässt, sagt, wie sehr euch das besorgt.
Wenn es einen Tag nichts dergleichen getan hat, lobt es, zeigt eure Freude daran, seid wahrhaftig.

Sprecht über eure Gefühle, lasst das selbstverständlich sein.

Sprecht über eure Freude an ihm – sprecht auch über die Dinge, die euch bewegen – selbst dann, wenn sie nichts mit ihm zu tun haben.

So ehrt ihr es – es braucht das Gefühl der Wertschätzung.

Es ist auch wichtig, negative Erinnerungen beim Namen zu nennen.

Es ist wichtig und an der Zeit, dass es seinen Zorn über das Verlassen werden ebenso benannt bekommt wie seine Sehnsucht.

Er ist gerade darum verwirrt, weil es trauern darf – aber nicht zornig sein darf…
Beides ist richtig und auch ihr dürft ihm das zeigen. Ihr zeigt es ihm, in dem ihr selbst davon spricht.
Nur so kann er seinen Zwinger verlassen…

Seid ihr seine Sprache – auch könnt ihr aussprechen, was es nicht in Worte kleiden kann – es ist zuviel der Weisheit von ihm verlangt, ihn in die Ketten der Einsicht, Nachsicht und Vernunft zu schmieden.

Seid ein Vorbild, es wird ihm gut tun, seine Wahrnehmung von gerecht und ungerecht ist richtig und das ist es, was es nicht weiß.

Es weiß, es darf Sehnsucht haben, es weiß, es darf trauern, aber es weiß nicht, dass er auch wütend und empört sein darf darüber, dass seine Mutter / sein Vater ihn verlassen hat.

Schenk ihm die Befreiung der Empörung.
Es grüßt euch
Jo