Magie

0304: Symbole, Magie und Imagination

Symbole, Magie und Imagination

Als dem Menschen die Schrift gegeben wurde, war es reine Magie.
Die allerersten Symbole waren magischen Inhaltes.

Elia

Zu Gast ist Carmen.

Elia: Guten Morgen, liebe Freunde.

Hajo: Guten Morgen, Elia.

E. Guten Morgen, Carmen, schön, dass du gekommen bist.

Haben wir es gut geleitet?

C: Ja, kann man so sagen, das haben wir festgestellt.

E: Ja. Carmen, du hast durchaus das richtige Empfinden, dass wir hier mit unserer Arbeit eingegrenzt wurden durch die Energiebarrieren, die da sind.

Und insofern bist du mit deinem Wissen eine Befreierin von Potenzialen, die nun für das Weiterkommen nötig sind.

Du bist also Teil des Teams.

Wir möchten dir danken, dass du bereit warst, dich führen zu lassen.

Und wir möchten in dem bestärken, was schon an Wissen da ist in dir, was du aber immer noch sehr den Gesetzmäßigkeiten anderer unterstellst.

Nun, das ist berechtigt, ein Schüler ist nicht über seinem Lehrer, aber es ist wichtig für dich zu begreifen, dass ein zu langes Verbleiben in diese Position letztlich für beide – Schüler und Lehrer – von Schaden ist.

Die Position, die nun auf dich wartet, ist die des gleichwertigen Seins.

Wissen kann man erwerben, Weisheit ist einem zu Eigen.

Deine Ausbildung ist das Sammeln von Wissen, dein Auftrag ist es, weise zu werden.

Ein guter Ratgeber ist ein weiser Ratgeber.

Alles Wissen nützt wenig, wenn die Weisheit fehlt.

Wir erhoffen uns von diesem Wochenende, dich mehr in die Richtung der Weisheit zu bringen.

Und nun stell bitte deine Fragen.

C: Fehlt mir viel zu dieser Weisheit?

Oh ja, ein ganzes Leben.

Carmen, selbst ich arbeite noch an meiner Weisheit.

Ja, und das ist gut so, es hört nicht auf. Das ist unsere Form des Seins.

Weisheit zu vertiefen ist ein großes Glück und ist ein großer Reichtum, de nie endet.

Aber sich der Tatsache bewusst zu sein, dass es darum geht, das ist sehr wichtig, das ist der erste Schritt, ja?

C: Also, ich bedanke mich auch dafür, dass ich hier sein darf, denn ich habe viel gelernt durch diese ganze Aufgabe, das Gefühle habe ich, Weisheit zu sammeln.

Ja, natürlich, immer, wenn ihr euch trefft, ihr, die ihr im Netzwerk eng verbunden seid, dann werdet ihr in eurer Weisheit gestärkt, einer stärkt den anderen, das ist Netzwerk.

C: Ja, so fühlt es sich an…

Kannst du mir etwas über Symbole sagen?

Welche Kraft sie haben, welche Wirkung sie haben, da fehlt mir viel Wissen.

Wissen ja, Weisheit weniger.

Carmen, gehen wir zum Ursprung der Schrift zurück:

Als dem Menschen die Schrift gegeben wurde, war es reine Magie.

Die allerersten Symbole waren magischen Inhaltes.

Sie wurden genutzt, um bestimmte Kräfte quasi einzufangen und jederzeit abrufen zu können.

Kennst du die Höhlenzeichnungen der Steinzeitbewohner?

C: Aus dem Fernsehen…

Ja, wärest du einmal dort in jenen Höhlen, würdest du spüren, welche Kraft jede einzelne Zeichnung hat.

Sie leben quasi, in diesen Zeichnungen hat sich etwas erhalten von der Kraft des Tieres, das dort abgebildet wird.

Auch von dem Jagdinstinkt der Menschen, die dort abgebildet werden.

Das ist der ursprüngliche Sinn jeder Schrift, jedes Zeichens, jedes Symbols.

Es geht weniger darum, wie ein Symbol dargestellt wird – bildlich oder in verschiedenen Schriftweisen – sondern welche Kraft hier festgehalten wird.

Du kennst das Prinzip aus dem Feng Shui:

Wenn einer Bild in einer sehr schlechten Stimmung gemalt wurde, was strahlt dieses Bild dann aus?

C: Diese Stimmung…

Richtig. Und das Gleiche gilt für jedes Symbol.

Dass heißt: Wenn du genau überlegst, wenn dieses Symbol seinen Inhalt verloren hat, es also nur weitergegeben wird als eine bestimmte Strichfolge, wird es dann in der Lage sein, zu wirken?

C: Theoretisch nicht…

Auch praktisch nicht. Ein Symbol ist konzentrierte Energie, aber nur dann, wenn es eben in dieser Konzentration hergestellt wurde…

Wenn der Maler oder Zeichner oder Schnitzer oder Schmied in dem Moment, in dem er es herstellte, sich mit eben dieser Energie erfüllte, die er empfunden hat, ja?

C: Also spielt es keine Rolle, was man malt, oder?

Die Energie, die man hinein gibt, ist ausschlaggebend?

Das ist das Ausschlaggebende.

Wenn du – sagen wir – der Meinung seiest, ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte würde Fröhlichkeit darstellen und du in diese Fröhlichkeit bist, während du das malst, dann wird dieser Kreis mit dem Punkt in der Mitte genau das darstellen und für immer vermitteln, bis es sich irgendwann einmal abschwächt.

Es geht darum, diese Energie zu bannen.

Für einen anderen mag ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte Todessehnsucht darstellen und er malt dieses Symbol genau in dieser Verfassung.

Was strahlt es dann aus? Todessehnsucht.

Also noch einmal: Jede Form von Symbolik beinhaltet das, was der Schöpfer hier hineingegeben hat.

C: Habe ich deshalb nicht die Symbole von meinen Ausbilder bekommen?

Augenblick, ich möchte noch ein bisschen weiter erklären.

Carmen, wenn nun jemand ein Symbol hat, das er offensichtlich nicht kennt, er sich aber in einer bestimmten Stimmung befindet und sich mit dieser Stimmung ganz auf dieses Symbol konzentriert, dann lädt er diese Energie, in der er ist, in dieses Symbol hinein. Ein Symbol wird damit aufgeladen.

Worüber ich hier spreche, ist Magie und sie diente immer schon von ihren Ursprüngen an magischen Zwecken.

Sie diente zum Beispiel der Talisman-Herstellung.

Alle Naturvölker kennen Talismane, aber auch zivilisierte Völker haben Talismane, oft wissen sie es gar nicht, dass es sich darum handelt.

Aus dem Feng Shui kennst du die Bedeutung des Kreuzes.

Ganz richtig, hier wurde das Leiden, die Not von Christus weitergegeben und eben nicht der Triumph, der Sieg, die Erlösung.

Dieses Kreuz tragen unendlich viele Christen.

Was bewirkt es in ihnen?

C: Miese Stimmung…

Ja. Die Stimmung des Schuldhaftseins.

Hier haben wir es also mit einem Phänomen zu tun, wo ein Symbol auf Millionen Menschen einwirkt.

Warum funktioniert das, diese Kreuze werden in Massenproduktionen hergestellt, von Maschinen gestampft.

Ganz offensichtlich ist bei der Produktion niemand derart in Not und Trauer gewesen wie Jesus im Kreuz.

Warum funktioniert es trotzdem?

Weil dem Einzelnen in seiner frühen Kindheit, in seiner Schulzeit und auch im späteren Leben immer wieder – spätestens zu Ostern – die Verknüpfung gegeben wird zwischen Leid und Kreuz.

Hier kommt also noch die Bedeutung dazu die der Träger diesem Symbol gibt.

Der Träger weiß um den Ursprung des Symbols und darum verknüpft er unbewusst Symbol und Bedeutung miteinander.

Also nicht nur das Symbol an sich wirkt, sondern auch die Kenntnisse über deren Bedeutung.

Das ist Imagination.

Nun deine nächste Frage.

C: Dann erübrigt sich eigentlich die Frage, warum ich die Symbole nicht bekommen habe, weil sie gar nicht gebracht hätten…

Das ist nur bedingt richtig: Wenn du die Kenntnisse der Symbole hättest, würde deine Imaginationskraft angesprochen werden, über die Imaginationskraft wärest du möglicherweise in der Lage, die Energie, die dort vermittelt sein soll, auch tatsächlich in das von dir gezeichnete Symbol zu übertragen.

Hast du verstanden, was ich meine?

Angenommen, du liest über das Symbol Glücklichsein, du liest den Text dazu, du siehst das Symbol und du kommst dabei in die Stimmung des Glücklichseins und malst in diesem Zustand das Symbol Glücklichsein, es wirkt.

So ist das…

Bleibt dir der Sinn aber verborgen, ist es für dich nichts weiter als eine nette Grafik, wird auch nichts in diesem Symbol sein.

C: Dass heißt, ich wäre zu stark mit diesem Symbol, was er nicht will, oder?

Darüber darf ich nichts sagen.

Bitte, versteh mich, aber ich darf keine Aussage über einen Dritten machen, sondern was hier interessant ist, Carmen, warum beschäftigst du dich damit?

Weil du Möglichkeiten suchst, wie der Steinzeitmensch Energien in einem Symbol zu bündeln, damit diese Energie jederzeit nutzbar gemacht werden kann.

Gingen Menschen des Steinzeitalters in eine schwierige Ernährungsphase, wurde die Jagd schwer, so versammelten sie sich in ihren Höhlen und unter festlichen Gesängen und Tänzen, im Schein von Fackeln begannen die Symbole an ihren Wänden Lebendigkeit zu werden und was war da dargestellt?

Eine fruchtbare, gute Jagd.

Und die Menschen gerieten in diesen Stimmungssog, den die Symbolik dort machte…

Und so gingen sie – aufgeladen mit einer Energie der Stärke und Zuversicht- und sie fanden ihre Nahrung.

C: Das Symbol, was ich in meiner Hosentasche habe, ist das Ich-Erweiterer?

Es ist dir gegeben worden mit der Zusage, dass es dich schützt und stärkt.

Und du hast es so auf dich wirkend empfunden.

Was ist es denn nun?

C: Für mich ein Holzplättchen…

Das ist nicht wahr, sonst trügest du es nicht in Situationen der Unsicherheit.

C: Ein Unfallschutz…

Ja. Es ist also das für dich, was du darin empfindest.

C: Wie kommt es aber, dass ich reagiert habe darauf, bevor ich wusste, was es ist, also ohne es zu imaginieren?

Die Situation, in der du damals warst, war eine Situation, in der du dich gefragt hast, was soll es mir, macht es was in mir?

C: Stimmt…

Und das ist ein sich öffnen, da ist etwas möglich. Es war auch die Antwort auf eine Suche, die dir sehr wichtig ist. Und hier gehen wir in eine Tiefe hinein, Carmen, die du vielleicht nicht erwartet hast.

Es ist immer noch die Suche nach Schutz und Geborgenheit.

Wer, was ist in der Lage, mich in tiefster Not und Einsamkeit in Angst und Zweifel zu schützen?

Dann ist es dieses Holzplättchen!

Aber, Carmen, was ist, wenn es dir verloren ginge?

In deiner Tiefe, in dir selbst ist die Kraft, dich zu schützen!

Und diese Kraft tritt in Resonanz mit diesem Plättchen.

Es bist du, die meint, diesen Schutz zu brauchen, jetzt, in dieser Situation.

Das ist nichts Minderes, das ist ein guter Weg, in seine Stärke zu finden.

Auch hier stimme ich der Symbolik zu.

Ist es nicht wunderbar?

Nichts als ein Holzplättchen…

Ja, und dennoch in der Lage, eine solche Kraft zu bündeln.

Nur, hättest du diese Kraft nicht schon in dir, es gäbe ja gar keine Resonanz.

So weckt dieses Holzplättchen deine eigenen Kräfte:

Ich darf jetzt meine eigene Stärke frei werden lassen.

Es ist gut, dass die Menschheit die Symbolik entwickelt hat.

Es ist aber nicht das Plättchen, das Symbol, der Ritus, der euch hilft, sondern letztlich seid ihr es selbst und Plättchen, Symbol und Ritus machen nur den Weg frei für die innere Energie.

Bahnen den Weg, frei werden zu lassen, was schon in euch ist.

Es wird eine Welt geben, in der es keinerlei Symbolik mehr braucht, weil jede Seele selbst um ihre eigene Kraft weiß, ja?

Aber solange ihr Seelen seid, die geplagt werden von Angst und Zweifel, solange ist es gut, dass ihr Symbole habt.

Wenn du die Reiki-Zeichen siehst an den Wänden unserer Freunde, dann sagen sie dir erst einmal so nichts.

Unseren Freunden hier sagen sie viel mehr, warum?

Weil sie über die Jahre Heilerlebnisse mit diesen Symbolen hatten.

Für sie stehen diese Zeichen für „Heilwerden“.

Sie sind sich keinesfalls immer bewusst darüber, dass dieses Zeichen auf sie einwirkt, aber das Unterbewusstsein nimmt es wahr.

Und so tragen nicht die Symbole, aber die Verknüpfung, die unsere Freunde damit haben, zu ihrer Heilung bei.

H: Ja, Uta hätte noch eine Frage wegen des Tanka-Wandbehangs:
Dieser Tanka mit dem Punkt wirkt für Glückseligkeit, wenn dieser Tanke von Mönchen gemacht wurde, die in der Meditation das hergestellt haben, ist das richtig?

Teilweise…
Hier sind auch Zeichen im Mittelpunkt dieses Tankas, die Wahrnehmungsbildern ähneln, die die Seele auf ihrem Werdegang der jenseitigen Entwicklung begleiten.
Auch wir haben Bilder und diese Bilder haben in sich Kräfte, die in Resonanz mit unserer Energie stehen.

Hier handelt es sich um strukturierte Energienmuster und hier findet ein Wiedererkennen der Seele statt.

Das Symbol des sich drehenden Rades ist ein solches.
Das Symbol des Ying und Yang ist in ähnlicher Form bildhaft erfahrbar im Jenseits.
Nur schauen wir als Seelen diese Bilder nicht, sondern sind Teil des Bildes.

Schwer für euch zu verstehen…
Wir sind Teil des Bildes und damit Teil dieser Energie.
Und deshalb findet auch in der inkarnierten Seele – sieht sie ähnliche Muster wieder – so etwas wie eine Wiedererkennung statt, eine Rückverbindung mit dem energetischen Zustand im Jenseits.

Also hier kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu zu dem, was ich euch eben erzählt habe.

Diese Bilder, die im Grunde Energiemuster sind, so, wir die Muster von Kristallen unter dem Mikroskop erkennen könnt.
Diese Energiemuster sind wie tiefes Eingreifen in die Bewusstwerdung der Seele, sind wie ein „Erinnere dich deiner Kraft“ oder „Erinnere dich deines Ursprungs“.
Hier haben wir auch das sich erinnern an diese Kräfte über das Schauen zum Beispiel des Baguas oder des Lebensrades, des Feuerkreises, des Davidsterns, der Sonnenscheibe und ähnlicher Strukturen in unterschiedlichen Kulturen.

Hier wird also noch etwas anderes angesprochen, hier geht es auch ums übergreifen in Kräfte und Energien und Strukturen, die nicht nur der materiellen Welt entspringen.
Sondern diese Zeichen sind quasi eine Art Tunnel zwischen materieller Welt und jenseitiger.

Habt ihr das verstanden?
Das ist recht kompliziert.

H: Doch, ja.