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0317: Ein Reading mit einem Guide aus Atlantis

Ein Schutzengelkontakt mit einem Guide aus Atlantis für ihren Schützling auf der Erde:

Wenn ich mich hier fremd fühle


Ich bitte meinen Guide, mich mit dem von Sabrina zu verbinden.

Ich gehe über eine Brücke, die zu einer Festung zu gehören scheint: grosse, quaderartige, graue Steine, eine sehr hohe Mauer, ein Tor, nicht gebogen, gerade, hoch, rechteckig.

Dann eine Strasse, die zwischen niedrigen Häusern vorbei führt. 

Schließlich betrete ich eine Art Palast oder Tempel: Hohe Räume, gelbe und rote Wände, es geht von einem Saal in den nächsten, bis ich schließlich zu einem sehr kleinen Raum komme, der von den anderen durch einen Vorhang abgetrennt ist.

Ich sehe eine Art Bett, es ist aber eher etwas Schalenförmiges, das mit dicken Polstern ausgelegt ist.

Von hier aus kommt mir eine kleine, sehr schlanke Frau entgegen. Sie hat lange, schwarze Haare, das Haar des Oberkopfes ist rot gefärbt, ihre dunklen Augen haben einen asiatischen Zuschnitt, sind blau umrandet.

Ihr Kleid ist gerade und einfach geschnitten aus einem schimmernden Material, das ich nicht kenne. Ich kann das alles hier keiner mir bekannten Kultur zuordnen.
Vielleicht Südamerika ?

Guidin: Nein, ich weiß, du zweifelst an Atlantis, aber das hier ist es!

(Anmerkung: Ich zweifele tatsächlich an die Existenz dieses Kontinents, ich zweifele schließlich auch an der Existenz von Drachen.)

Die Guidin lacht, als ich das denke: Du zweifelst oft an den falschen Dingen.
Es ist! Atlantis, es liegt allerdings nicht auf eurem Planeten.

U: Das kann ich nicht glauben!

G: Das spielt doch keine Rolle, was du glauben kannst oder nicht, es ist, wie ich es sage!
Das Kleid hier ist aus einer Art Algen gewoben, unsere ganze Kultur beruht auf der Ausnutzung der natürlichen Ressourcen des Meeres.

Es gibt nur ein Meer und nur ein Festland. Jeder von euch, der das Meer so sehr liebt, spürt, wie es ihm Kraft gibt, hat Inkarnationen hier gemacht.

U: Gibt es diesen Planeten noch?

G: In eurer Zeitschiene?

U: Ja.

G: Nein.

U: Aber wir haben etwas mit euch zu tun?

G: Einige von euch stammen von uns ab, nicht alle. Aber damit sollte das beendet sein, ihr könnt Elia nach weiteren Details fragen, das ist nicht meine Aufgabe.

Ich bin hier, um Sabrina zu grüßen!

U: Natürlich, entschuldige bitte, aber mich verblüfft deine Erscheinungsart, das hatte ich noch nie.

Also, dann bitte ich dich, Sabrina zu helfen, sich und ihre derzeitige Inkarnation zu verstehen.
Kannst du mir, ehe wir anfangen, einen Namen nennen, mit dem wir dich rufen können.

G: Nemua. Richte Sabrina bitte aus, dass es niemals Sinn einer Inkarnation sein kann, sich die eigenen Empfindungen zu entfremden! Sondern im Gegenteil ihrer völlig bewusst zu werden und sie so zu integrieren, das sie euch zum Leitstrahl eures Lebens werden.

Richte ihr bitte aus, dass es nicht die Gefühle sein können, die täuschen.
Worte täuschen, Bilder täuschen, Ideen täuschen, einzig wahrhaftig ist das Gefühl.

Sieh, hier diese Zivilisation war bemüht, sich jeder Emotionalität bewusst zu sein.
Und da sie eine starke Energie ist, zu lenken, um die Dinge so zu manipulieren, wie es unseren Wünschen und Bedürfnissen entsprach.

Und du, Sabrina, warst Teil dieser Zivilisation. Für deine Seele keine Inkarnation, die in weiter Vergangenheit liegt, sondern ein Teil, der erst jetzt abgeschlossen wird.

Deine jetzige Inkarnation bildet den Schlusspunkt des Entwicklungsstranges dieses Seelenanteils deines Selbstes.

U: Welches Thema? Was will die Seele unter diesen Umständen lernen?

N: Den Wert von Individualität UND Integration zu verknüpfen.

Hier war eine Existenz außerhalb einer Integrierung mit anderen nicht möglich. Wir standen in permanenter Verbindung mit allen anderen Bewohnern.

U: Kannst du das näher erklären?

N: Wir waren auf telepathischem Weg miteinander verbunden.
Der Informationsaustausch war allerdings auf die Mitteilung unserer Gedanken, unserer Ideen beschränkt.

Unsere Emotionen waren derart reduziert auf Nützlichkeitserwägungen, das wir sie nur mehr als Mittel zum Zweck einsetzen, nicht aber als individual erlebte Realität.
Es ist schwierig, die Details zu erklären, aber darum geht es mir auch nicht.

Ich möchte, dass Sabrina ihre Fremdheit versteht, mit der sie von Kindesbeinen an zu kämpfen hat.

Wenn eine Seele so wie die ihre sehr viele Inkarnationen in dieser Welt hier gemacht hat, ist sie sich zwar des Wertes von Zusammenwirkung vieler bewusst, ist sie sich sehr bewusst, das sie sich nur als Teil eines größeren Kollektivs anzusehen hat.

Aber sie ist nur sehr ungenügend darauf vorbereitet, sich der Aufgabe zu stellen, ihre Individualität angemessen in eine irdische Gemeinschaft einzubringen.

Eure irdische Art der Integration in eine Gemeinschaft läuft IMMER! über den Ausdruck und die Vermittlung INDIVIDUELLER Gefühle!

U: Das verstehe ich nicht. Im Beruf zum Beispiel geht es doch nicht um unsere Gefühle, die werden sogar als störend weitestgehend unbeachtet gelassen, das macht die Menschen sogar krank.

N: Dem widerspreche ich: Immer, wenn ihr mit anderen Menschen zusammen seid, ist ein sehr großer Teil eurer Kommunikation auf euren individuellen Gefühlen aufgebaut.

Nonverbal nennt ihr das, nonverbal, aber NICHT telepathisch.
Ihr gebt mit allem, was ihr darstellt, ein Zeugnis über eure individuellen Gefühle ab: Eure Mimik, eure Gestik, die Art, wie ihr sprecht oder schweigt, eure Körperhaltung…

All das wird aufgenommen vom Gegenüber und übersetzt in Mitteilungen, die ihr macht, ohne auch nur ein einziges Wort verloren zu haben.

Diese Mitteilungen sind absolut gesteuert von euren momentanen Emotionen.
Niemals lügen sie, sie geben die Wahrheit wieder.

Eure Worte können diesem Nonverbalen völlig entgegengesetzt sein, und man wird, so schön gesetzt die Worte sind, doch nicht den Worten, sondern dem Nonverbalen glauben.

Das alles geschieht völlig unbewusst, es entzieht sich eurer bewussten Auffassungsgabe und wirkt beim Sender der nonverbalen Botschaft genauso wie beim Empfänger umso nachhaltiger.

Ich muss Sabrina darauf hinweisen.

Denn sie verstrickt sich zunehmend in die Idee der Ohnmacht. Sie glaubt sich völlig grundlos isoliert, weiß nicht mehr, was sie und ob sie etwas tun kann, aus dieser Position herauszufinden, denn ihr ist der Zusammenhang nicht klar.

Ich sagte bereits, hier war Individualität im Emotionalen fast gänzlich unerwünscht, bei euch ist es aber WESENTLICH, um sich überhaupt integrieren zu können.

Sabrinas Seele neigt aber immer noch dazu, sich an die alten Muster dieses Planeten zu halten: Was sie mitteilt, ist sachlich korrekt, ihr Verhalten ist sachlich unantastbar…

Ihre Handlungen entsprechen den vorgegebenen Regeln der gesellschaftlichen Gruppe, in der sie sich befindet…
Sachlich, objektiv gibt es keinerlei Grund, dass sie NICHT integriert ist und dennoch passiert ihr genau das! Seit ihrer Kindheit!

Desintegriert, NICHT auf sachlicher Ebene…
Rein sachlich war sie stets Teil der Familie…
War sie Teil der Klassengemeinschaft…
Teil der Arbeitsgemeinschaft…

Aber EMOTIONAL war sie es nicht.

Nicht weil SIE! sich nicht emotional ungebunden gefühlt hätte, sondern weil die anderen keinen emotionalen Zugang bekommen haben, beziehungsweise nur einen sehr schwachen.

Hier steht auf der einen Seite die Erfahrung einer Seele von ABSOLUTEM Gemeinschaftsbewusstsein, wie sie es hier gelebt hat…

Und auf der anderen Seite der Mangel an Möglichkeit, sich wieder in dieser Weise integriert zu fühlen.

Das löst ein großes Gefühl der Unsicherheit und Richtungslosigkeit aus.
Sie will unbedingt integriert werden, sieht aber keinen ihr bekannten Weg, dies zu tun.

Eine seltsame Fremdheit, eine Art unsichtbarer Mauer, die sie zu trennen scheint vom freien, leichten Zugang zu anderen.

U: Welchen Ausweg soll es da geben, welchen Sinn soll das haben?
Was will ihre Seele dabei lernen?

N: Ich sprach die Nonverbale Kommunikation an.
Diese läuft zwischen Sabrina und anderen Menschen dissonant. 
Ihre nonverbale Mitteilung ist nicht das, was sie TATSÄCHLICH empfindet: Sabrina liebt Menschen…

Sie hat eine große Einsicht und fast hellsichtige Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, sie sieht Schwächen und Stärken schnell…
Sie ist in der Lage, Ressourcen in anderen zu erkennen, die diese oft selbst nicht sehen, sie ist niemals! hochmütig gewesen und hat sich im Wert über anderen gefühlt…

All diese Dinge sind ihrer Seele völlig fremd, dennoch unterstellt man es ihr.

Die Ursache liegt einzig und allein darin, dass Sabrina selbst erst lernt!!!

Das bitte ich zu betonen, dass sie wirklich erst lernt, sich ihrer INDIVIDUELLEN Emotionen bewusst zu werden und sie mit angemessenem Respekt zu bedienen.

Der Sinn dieser Inkarnation ist es Zugang zum Wert der individuellen Emotionen zu bekommen. Sie nicht unter dem Aspekt der Gemeinschaft  – nützlich oder unnützlich – zu zergliedern.

Sie wird, wenn sie sich erinnert, immer dann eine gute Zeit gehabt haben, wenn es ihr gelungen ist, ihre Emotionen direkt zu vermitteln. Dann hat sie sich besonders lebendig gefühlt.

Bedauerlicherweise liegt es in der Natur der menschlichen Emotionalität, dass dies besonders leicht gelingt, wenn es sich um eher negative Emotionen handelt wie Zorn oder Trauer.

Aber es ist meine Aufgabe heute, sie darin zu bestärken, auch alle anderen Emotionen freier und uneingeschränkter zu äußern.

Dir muss klar sein, Sabrina, dass du Unsicherheit und Angst auslöst!
Diese Angst ist es die, die andere dazu treibt, dich zu isolieren, dich zu attackieren, dich zu distanzieren.

Sie spüren deine Fähigkeit zu leidenschaftlichen Engagement! Sie spüren deine Unabhängigkeit und Souveränität!

Was sie aber NICHT spüren, ist: Dein Mitempfinden, deine Verletzlichkeit und dein MIT-MENSCH sein.

Sie spüren deinen Wunsch nach Anerkennung, aber nicht deinen Wunsch nach Liebe, und interpretieren dich falsch.

Sie spüren dein Verlangen danach, das sie dir endlich geben sollen, was dir zusteht, aber nicht dein – wie ich und du weißt – ebenso großes Verlangen, zu geben, was ihnen zusteht.

Der einzige Weg aus dieser Misere ist der, zu lernen, die eigenen Emotionen angstfrei zu äußern und die Emotionen der anderen anzusprechen, sie aufzunehmen und zu reflektieren.

Scheint dir das wenig Lebenssinn zu sein? Das ist sogar sehr viel Lebenssinn!

Es ist kein leichter Weg für deine Seele. Neue Felder der seelischen Entwicklung sind immer schwer, aber sie sind auch umso wunderbarer, wenn wir diese Lebensaufgaben erfüllen.

Es geht darum, die Berechtigung individueller Emotionen zu erkennen, bei sich selbst UND bei anderen und darüber zu reden.

Hier spielte das keine Rolle, war etwas, was wenig entwickelt war…
Wenn wir einander begegneten, dann begegneten wir uns vor allem in unserer Funktion, die wir für die Gemeinschaft hatten.

Dort, wo du jetzt bist, ist es das WICHTIGSTE zu verstehen, das sich zwei individuelle Emotionalitäten treffen. Das geschieht immer auf der Erde und es hat IMMER VORRANG vor allen anderen Faktoren.

Du bist schon erheblich weiter gekommen, als du am Anfang warst, nur schaust du darauf zu wenig.

Wo auch immer du auf andere Menschen triffst, versuch dir bewusst zu machen, dass sich zwei Seelen treffen: Deine und ihre, bereit, sich miteinander auszutauschen, aber das es immer ZUERST ein emotionaler Austausch ist.

Versuch bitte mehr zu verstehen, dass du auf andere eine dominante Wirkung hast und diese Wirkung zu relativieren.

Das bedeutet nicht die Aufgabe der eigenen Präsenz, sondern die sich auf die gleichen Stufen stellen! Demonstrativ, unübersehbar zu signalisieren: Ich bin gut – du bist gut!

Versuch zu verstehen und zu empfinden – Letzteres vor allem – dass du eine von Millionen bist und dennoch! individuell.

Du hast einen sehr starken Willen! Du hast eine sehr starke Kraft!
Und du kannst damit Angst einflößen, aber das bringt dich nicht an dein Ziel.

Dein Ziel ist es, in dieser Inkarnation zu ERLEBEN, wie es sich ANFÜHLT, Gleiche unter Gleichen zu sein.

Schau, ich FÜHLE wie du! Ich bin MIT dir.

Das geht auf der Verstandesebene schon sehr gut: Ich DENKE wie du, damit gibt es keine Probleme…
Was noch zu wenig ausgeprägt ist, ist das „Mit-fühlen“ auch wirklich deutlich zu machen.

Sich nicht davor zu fürchten, beginnt damit, in die Richtigkeit der eigenen Emotionen Vertrauen zu fassen, von da aus zu verstehen und zu FÜHLEN, dass auch andere diese Emotionen haben.

U: Danke, ich denke wir sollten nun zu Sabrinas Fragen kommen, ich verstehe, dass das Problem sehr komplex ist, aber meine Kraft geht langsam zu Ende.

N: Das vergaß ich, entschuldige bitte, wir fahren mit den Fragen fort…

U: Ich denke Frage eins bis drei hast du beantwortet?

N: Ja.

U: Sie fragt, warum sie sich ungeliebt fühlt?

N. Auch das habe ich beantwortet, aber um es deutlicher zu machen:
Sabrina wird immer weiter lernen ihre Emotionen zu äußern, ohne dabei den Eindruck einer Forderung zu erwecken.

Was heißt es, wenn man sagt: Ich liebe dich?
Welches Signal vermittele ich damit?

Hier liegt das Problem.
Es kann sehr unterschiedlich sein, was damit zum Ausdruck gebracht werden soll.
Es kann die Aufforderung sein: Ich liebe dich, also lieb du mich gefälligst auch!
Oder es kann zum Ausdruck gebracht werden: Ich liebe dich und deshalb bin ich mitfühlend, fürsorglich mit dir, falls DU das willst.

Das aber muss ich lernen zu vermitteln, die Gefühle, die ich habe, EXAKT zu beschreiben. Ich liebe dich als Botschaft mitzuteilen ist beileibe nicht genug, um Klarheit zu bekommen:
„Ich liebe dich UND und habe Angst, dass du mich verletzt…
Und habe den Wunsch, dich zu verstehen und habe den Wunsch, dass du mich auch liebst…
Ich sehe das Besondere, das du für mich bist und wünsche mir, dass du das auch fühlst…
Und fürchte, dass du das nicht fühlst….

Es kommt auf das UND an, dass muss Sabrina viel deutlicher mitteilen, auch viel deutlicher sich selbst bewusst machen: „Ich möchte deine Freundschaft UND…“

„Ich möchte deine Gegenwart UND…“

U: Sie fragt, warum ihr so wenig Respekt entgegengebracht wird?

N: Das ist eine Abwehrhaltung gegenüber einer nonverbalen Forderung!
Es geht ja gar nicht um Respekt.

Respekt bedeutet NICHT, integriert sein, sondern Hochachtung.
Die Richtung geht von unten nach oben, so wie es vermittelt wird.

Die Richtung, die Sabrinas Seele möchte, ist aber die Richtung, in der beide Seiten auf GLEICHER Ebene stehen.

Aber das ist eine sehr tiefe, tiefe Angst in ihr.
Sie war selbst hier eine Persönlichkeit hohen Ranges und NICHTS; NICHTS war verheerender, als diese hohe Position zu verlieren!
Sie hat sie verloren unter dramatischen Umständen.

Nun sehnt sie sich einerseits danach, auf gleicher Ebene zu stehen.
Andererseits hofft sie, innere Stabilität durch eine höhere Position zu bekommen.

Das wiederum spüren die anderen und lehnen es ab.
Sie schaffen die gegenteilige Situation, aus hoch soll niedrig werden, aus Anerkennung Unterdrückung…

Sabrina sagt: Respektiert mich! Die seelische Wahrheit ist: Integriert mich!

Die Lösung ist: ICH integriere MICH.

U: Alle Fragen haben im Grunde damit zu tun: Mit dem Gefühl, nicht anerkannt und nicht respektiert zu werden?

N: Ja, aber die Wahrheit liegt in der Umkehrung ihrer Glaubensätze: Die anderen sehen nicht, dass sie mich verletzen, ICH sehe nicht dass ich mich verletze!
Die anderen sehen nicht, das ich genauso viel wert bin wie sie…
ICH sehe nicht, das ich GENAUSO viel wert bin wie sie!
Die anderen empfinden mich nicht als MIT-Mensch, ICH empfinde mich nicht als MIT-Mensch.
Und die anderen lassen mich allein, ICH lasse mich allein.

Ich weiß, wie weh ihr das jetzt tut, aber es ist die einzige Möglichkeit, ihr Mut zu machen, ihr Verhalten sich selbst gegenüber zu ändern.

Die anderen sollen mich nicht verletzen, zu verwandeln in:
Ich werde mich nicht mehr länger als nötig verletzenden Situationen aussetzen.
Die anderen sollten mich Wert schätzen in: ICH sollte mich Wert schätzen.
Die anderen sollten Mitempfinden mit mir üben in: ICH werde mit ihnen Mitempfinden üben…

U: Danke, das war sehr hart, was du hier diktierst. Muss das sein?

N: Ich liebe Sabrina. Gerade deshalb riskiere ich es, dass sie wütend auf mich ist.
Sie liebt Ehrlichkeit so wie ich auch und es geht nun einmal nicht anders.

Wie sonst kann ich ihr klar machen, dass es nicht darum geht, die anderen zu ändern.

Nicht SIE müssen deutlicher mit DIR sein, sondern du musst mehr MIT dir sein und mit ihnen.

U: Sie fragt, wie sie ihrer Schwester helfen kann?

N: Kannst du ihr ersetzen, was sie nicht in sich hat? Kannst du ihr das Vertrauen in sich geben, das ihr Leben in jeder Minute Wert ist, gelebt zu werden?

Das kannst du nicht! Es geht darum, dass du deine Position der großen Schwester verlässt und MIT ihr bist.

Mit ihr in ihrer Verzweiflung, in ihrer Angst, in ihrer Orientierungslosigkeit und das DU ihr sagst, das etwas dringend fehlt:

Vertrauen in sich selbst. Niemand kann ihr das ersetzen, du auch nicht!
Aber es kann sehr hilfreich sein, ihr zu sagen und zu zeigen, dass du Vertrauen in ihre Kraft hast.

Dazu müsstest du allerdings ihrer Versuchung aus dem Weg gehen, zu sehr ihre große Schwester zu sein.
Du musst etwas „kleiner“ werden, damit sie etwas „größer“ werden kann.

U: Warum hat sie ein so distanziertes Verhältnis zum Vater?

N: Das liegt nicht an ihr, sondern an ihm.

Gerade, weil sie ihm sehr nahe kommen kann und er das auch spürt, flieht er ihre seelische Nähe!

Das ist es ja gerade, wovor er Angst hat, diese Nähe zu erleben.
Es stimmt nicht, dass er sie nicht liebt!
Er liebt sie so sehr, das er Angst davor hat, sich darauf einzulassen und dann verletzt zu werden.
Liebe und Distanz als Aufgabe, beides zu integrieren, ist für beide ein Thema, das die Seelen angeht.

Sie sind sich fern, WEIL SIE SICH SO NAH STEHEN.
Und weil das BEIDEN ANGST macht.

U: Ich danke dir und ich hoffe, dass du Sabrina hilfst, alles das zu verarbeiten.

N: Ich werde ihr helfen und ich werde da sein, um ihr zu zeigen, dass sie auf dem richtigen Weg ist.

Es ist großartig und wunderbar, sich als Teil der Welt zu erleben!
Es ist großartig und wunderbar, seine Emotionen in denen anderer wiederzuerkennen und zu verstehen!

Mehr aber noch zu fühlen, das wir alle zusammen gehören!
Und es ist großartig, zu erleben dass die Emotionalität nichts ist, was man fliehen muss…
Sondern auskosten darf, ohne dabei an Ansehen, Würde und Freiheit zu verlieren!

Noch wunderbarer aber ist es zu verstehen, das es gut und richtig ist, Teil des Ganzen zu sein UND man trotzdem sein Ich nicht aufgeben muss.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich von dir, Uta und gebe dir den Auftrag, Sabrina von mir in aller Zuneigung und Herzlichkeit zu umarmen.

Würde ich ihr Krafttier benennen sollen, so wäre es der Adler, aber danach wurde nicht gefragt…

Würde ich ihr ein Geschenk geben sollen, so würde ich ihr eine Rose geben ohne Dornen, aber auch ohne Duft oder eine mit Dornen, aber auch mit Duft und sie wählen lassen…
Aber danach wurde nicht gefragt.

Darum, weil ich ungefragt blieb, schenke ich ihr aber dies (sie reicht mir eine Laterne).

In dunkler Nacht reicht das Licht der Laterne gerade zwei Schritte voraus, aber sie wärmt und bewahrt vor dem Absturz.

Wer mehr Licht will, der muss schlafen, wenn es Nacht ist, und so leicht und friedlich warten, bis das Universum tut, was es täglich tut: Eure Nacht mit dem Aufgang der Sonne beenden.