Zeitgeist

0586: Der Zeitgeist um 1930 – Ist es nicht erstaunlich…

Der Zeitgeist:
Ist es nicht erstaunlich, dass in Epochen gleiche Fehler
in völlig unterschiedlichen Kulturen gemacht werden?

Nehmen wir nur einmal den Zeitgeist in den Jahren um 1930,
wo durch ein Anwachsen 
diktatorischer, Menschen verachtender,
Militär liebender Menschen Diktatoren an die Macht kamen.

Wenn man die Entwicklungen, die sich daraus ergeben haben,
nur an diesen Menschen ausmachen würde,
dann sieht man nicht gut.

Die Wahrheit ist: Militär liebend, unterwürfig und Menschen verachtend war der Zeitgeist in der Masse der Menschen.
Und so war der Diktator, der hoch kam,
nichts weiter als Ausdruck der Meinung der Masse, des „Wir“.
Er hat sich sozusagen manifestiert.
Das ist Quantenphysik.

Daniel: Und da sind wir jetzt fast an einem selben Punkt?

Elia: Ja, das seid ihr.
Und gerade darum möchte ich darauf aufmerksam machen,
dass es nie nur einen Zeitgeist gibt: Der Zeitgeist ist temporär.

Aber es gibt doch auch Gottes Geist:
Aufbauend, die Schöpfung fördernd,
alles gleich Wert sein vom kleinsten Spatz bis zum König von China:
alles gleich Wert.

Liebevoll, respektvoll, friedfertig, sanftmütig:
Gottes Geist!

Elia

Zu Gast ist Daniel.

Elia: Einen wunderschönen guten Abend wünsche ich euch, liebe Freunde.

Hajo: Ja. Danke, Elia, dir auch.

Daniel: Danke vielmals, dir auch.

Elia: Daniel, ich heiße dich von Herzen willkommen.

Daniel: Danke.

Elia: Ich finde nicht, dass du lange gebraucht hast. Jedes Jahr war wirklich wichtig. Und in jedem Jahr hast du an Reife zugenommen. Es ist ein Reifungsprozess, der in Etappen weiterführt, und nun ist die Zeit reif für neue Fragen und für neue Wege.

Wollen wir uns beide von Herzen darüber freuen. Nicht wahr?!

Daniel: Danke. Ja.

Elia: Stell mir bitte deine erste Frage.

Daniel: Ich möchte mich zuerst einmal sehr herzlich bedanken für diese Möglichkeit, bei dir und bei Uta und bei Hajo. Es ist mir eine große Freude hier zu sein.

Elia: Weißt du, wie solche Möglichkeiten entstehen?

Daniel: Nein.

Elia: Sie sind Gottes Geist, der euch treibt. Es ist ein so häufig gebrauchtes Wort: „Gottes Geist“.

Was für ein Geist in denn das? Das ist der Geist, der alles zueinander bindet, der alles in die Vollendung wirkt.

Und Vollendung, was soll es anderes sein als Freude, Begeisterung, Liebe, Mitgefühl. Gottes Geist treibt Knospen an den Bäumen.

Gottes Geist bewegt einen kleinen Wolf zu seiner Mutter, wenn er sie verloren hat. Gottes Geist lässt euch schweigen, obwohl ihr böse Dinge denkt.

Gottes Geist lässt euch reden, obwohl ihr eigentlich müde seid.

Wenn du also dankst, dann nicht mir, nicht Uta, nicht Hajo, nicht den Menschen, einem Engel.

Wenn du dankst, dann sei dein Dank die Freude über Gottes Wirken.

Deine nächste Frage, Daniel.

Daniel: Ich habe Uta schon gesagt, ich möchte lernen und verstehen, die Zusammenhänge zu erkennen. Meine Frage ist: Wie komme ich da noch vorwärts? Oder gibt es Blockaden in mir, die ich noch überwinden muss?

Elia: Ja, eine. Und diese Blockade besteht darin, ganz und gar bereit zu sein, alles Prinzipielle noch einmal zu überprüfen und zu hinterfragen, die Welt neu zu betrachten.

Es dir zur Angewohnheit werden zu lassen, zu deinem eigenen Urteil eine Vogelperspektive einzunehmen und sehr wissenschaftlich zu fragen: Ist es wirklich so, wie ich meine?

Daniel: Wie komme ich an diese Vogelperspektive ran?

Elia: Ich bin sicher, wenn du Uta bittest, wird sie es dir gern beibringen.

Daniel: Und ist das mit ein Reifungsprozess?

Elia: Ja, ein Reifungsprozess, der Früchte trägt. Es geht nicht mehr ums Blüte treiben, es geht ums Früchte tragen. Und die – nicht wahr – die wünschst du dir?!

Daniel: Ja.

Elia: Und es beginnt damit, dass du ganz elementare Fragen stellen kannst.

Zum Beispiel die: „Was ist Heilung und was ist Krankheit? Was ist der Grund, warum ich Arzt wurde? Was wollte ich erreichen? Und was kann ich erreichen? Was ist das Glück eines Menschen? Und was ist sein Leid? Was ist die Chance in der Krankheit und die Last der leichten Wege?

Viele Fragen werden sich entwickeln, wenn du erst einmal begonnen hast, zu verstehen, wie du ihnen nachgehen kannst und wo du Antworten findest.

Daniel, du bist ein guter Beobachter. Du bist jemand, der sehr verknüpft finden kann. Das wird dir sehr nützlich sein.

Vor allem aber bist du jemand, der Leiden nicht als selbstverständlich ansieht. Also gilt es Leiden zu ergründen, nicht wahr?

Daniel: Ja.

Elia: Gut. Hast du dazu noch eine Frage?

Daniel: Ich habe von den psychiatrischen Erkrankungen immer das Bild: das Unheilbare. Und es wäre schön zu wissen, dass es doch Heilung geben kann, auch wenn es chronisch verläuft.

Elia: Und deine Frage?

Daniel: Ist es möglich, auch hartnäckige, chronische Erkrankungen heilen zu können?

Elia: Ja, das ist möglich.

Aber, Daniel, wer heilt? Wo ist dein Platz bei dem Prozess der Heilung? Das sind entscheidende Fragen. Und ich möchte, dass du die morgen mit Uta besprichst.

Daniel: Ja.

Elia: Gut.

Daniel: Ich habe noch eine Frage wegen meinen Geschwistern. Sie sind beide erkrankt und es ist eine Erkrankung, die ziemlich heftig ist.

Ich frage mich: Wie kann ich ihnen helfen, wie kann ich sie unterstützen? Was kann ich ihnen beibringen, sich selber zu helfen?

Elia: Hm, das ist eine große Sehnsucht in dir, weil du dich verantwortlich fühlst.

Daniel, lass es mich so sagen: Du kannst ein Teil der Helfer sein, die ihnen zu Verfügung steht. Auch sie haben Engel. Auch sie sind Gottes Kinder.

Und darum sind sie in einer Heilungsenergie wie alle anderen Wesen auch. Aber über eines, Daniel, da müssen sie allein entscheiden: Ob sie die Heilung annehmen.

Einer der größten Heiler war Jesus. Manche Geschichten, die in der Bibel stehen sind gar phantastisch, aber die meisten stimmen.

Immer fragte er das Gleiche, wenn ein Kranker zu ihm gebracht wurde.
Er sagte immer dasselbe: Wenn du willst, dann…
Wenn du willst, dann nimm dein Bett und geh…
Wenn du willst, dann geh zum Teich Bethesda…
Wenn DU willst…

Hier ist die Grenze allen Heilens. Über diese Grenze kann niemand gehen.

Und noch eines gibt es zu bedenken in eurer Zeit: Daniel, ihr seid Natur. Jeder Mensch ist Teil der irdischen Natur.

Und so lange die Menschen an natürlichen Krankheiten litten, konnten diese Krankheiten natürlich geheilt werden.

Aber das Leiden der Menschen ist heute nicht nur natürlich. Ich möchte es ein wenig überzogen formulieren, aber ich denke, das ist notwendig, deutlich zu machen, wovon ich spreche.

Viele sind vergiftet: ihre Körper und ihre Seelen. Und dann ist es sehr schwer, einen natürlichen Weg für sie zu finden. Unmöglich aber ist es nicht. Ja?

Daniel: Hm.

Ich habe noch eine Frage: Ich habe manchmal so ein ganz eigenartiges Gefühl, wenn ich mit vielen Menschen zusammen bin. Das Abkapseln oder sich Fremd fühlen inmitten der Gesellschaft und wie in Trance manchmal. Ich kann das nicht wirklich fassen, was das ist.

Elia: Es ist ein Schutzmechanismus.

Daniel: Hm.

Elia: Du versuchst so, dich vor den Einflüssen dieser emotionalen Energien zu schützen. Du kapselst dich buchstäblich ab wie ein Kokon, wie eine Astronautenkapsel.

Es ist nötig für dich, um stabil zu bleiben, denn sonst würdest du zu sehr beeinflusst werden. Erschrecke dich nicht darüber. Lass es sein, wie es ist.

Daniel: Gibt das einen Sinn, dass das nicht mehr passiert oder muss es passieren?

Elia: Es muss passieren, weil du sonst einfach überfordert wärest.

Du bist hoch sensitiv, jede Energie beeinflusst dich. Und du spürst sehr feinfühlig, was um dich herum emotionale Wahrheit der anderen ist. Das erschöpft dich und verwirrt dich – beides.

Und darum hast du die Gabe bekommen, dich in solchen Situationen zu verschließen. Anders gesagt, ist diese Gabe wunderbar geeignet, um dich in die Wahrheit der anderen hinein zu fühlen in das, was ihnen emotional wahr ist.

Das Gefühl, das hinter der Fassade und hinter der Gewohnheit steht, nicht wahr?

Daniel: Ja.

Elia: Es ist nicht möglich, hier die Unannehmlichkeit der Menschenmassen von der Fähigkeit zu trennen, ja?

Daniel: Kann ich das dann auch therapeutisch einsetzen?

Elia: Ja, ganz sicher kannst du das. Das ist sogar eine der Voraussetzungen, um ein guter Therapeut zu sein.

Daniel: Ist das der Grund, warum ich auf der Kindermedizin oft im Notfall so belastbar bin, aber auf der Psychiatrie auf die Grenze komme?

Elia: Ja, weil deine Ich-Du-Grenze sehr, sehr labil ist.

Stell dir vor, der durchschnittliche lebende Mensch, der hätte eine feste Grenze, so etwa achtzig Zentimeter Abstand von ihm. Da ist so die Grenzlinie. Da ist ganz genau „hier bin ich und da bist du“.

Aber bei dir ist es so, dass du wie ein Radioempfänger die Melodien der anderen aufnimmst und nicht immer weißt: Ist das jetzt mein Lied oder das des anderen? Hier braucht es wirklich Unterricht, wirklich Unterricht.

Daniel: Und woher bekomme ich diesen Unterricht?

Elia: Ich denke, du bist schon an der richtigen Stelle.

Daniel: Ja. Ist das meine Medialität?

Elia: Ja. Es ist unmöglich, medial zu sein mit einer festen Ich-Du-Grenze. Das geht nicht, ja?

Daniel: Vielen Dank.

Elia: Hast du noch eine Frage?

Daniel: Nur noch eine.

Elia: Bitte.

Daniel: Eine allgemeine Frage. Vielleicht ist das ein bisschen überzogen, aber in den letzten Jahrhunderten hat es so viele Epochen gegeben, Zeitalter, Epochen, in denen Menschen Geniales erschaffen haben. Warum passiert das jetzt nicht mehr? Oder passiert das auf einer anderen Ausdrucksweise?

Elia: Nein, sondern es ist das Vorfeld genialer Erfindungen gerade. Und hier wird nicht alles berichtet.

Das Problem, das da ist, ist, dass der neue Entwicklungssprung ein Geistiger sein muss. Und hier bewegen sich schon vor allen Dingen eure Physiker in die richtige Richtung. Was leider aber nicht dazu führt, dass andere Disziplinen diese neuen Erkenntnisse schon für sich verstehen.

Das lässt sich durchaus vergleichen mit der beginnenden Neuzeit: Erste wunderbare Beobachtungen wurden gemacht, aber sie konnten noch nicht eingebunden werden in das gesamte Konzept.

In so einer Situation befindet ihr euch jetzt: Es wird zum Beispiel in eurer Kultur die Psychologie noch als eine Geisteswissenschaft ist. Das ist sie nicht, im Grunde ist sie aufs Engste verbunden mit der Physik. Aber das versteht ihr noch nicht.

Daniel: Ist das auf der Ebene der Quantenphysik?

Elia: Die Quantenphysik nähert sich sehr den eigentlichen Ergebnissen, ja.

Daniel: Ich habe mir immer gedacht, dass es vielleicht die Quantenphysik als Ursache darstellt, dass wir empfinden, was wir fühlen können auf der Ebene der Nervenzellen.

Elia: Ja, aber das ist nicht das Interessante an der Quantenphysik, sondern dass ihr den Dingen Bedeutung geben könnt, das ist das Interessante.

Ich hoffe, mit dieser kleinen These habe ich einen Anstoß gegeben, die richtigen Fragen zu stellen, die diese Zusammenhänge angehen.

Zu fühlen, das ist das Eine, die Deutung des Gefühls etwas Anderes.

Die Bedeutung, die das, was das Gefühl in euch auslöst, von euch dazu geordnet, liegt im Raum der Quanten.

Ich will das an einem Beispiel deutlich machen.

Der Zeitgeist: Ist es nicht erstaunlich, dass in Epochen gleiche Fehler in völlig unterschiedlichen Kulturen gemacht werden?

Nehmen wir nur einmal die Jahre um 1930, wo durch ein Anwachsen diktatorischer, Menschen verachtender, Militär liebender Menschen Diktatoren an die Macht kamen.

Wenn man die Entwicklungen, die sich daraus ergeben haben, nur an diesen Menschen ausmachen würde, dann sieht man nicht gut.

Die Wahrheit ist: Militär liebend, unterwürfig und Menschen verachtend war der Zeitgeist in der Masse der Menschen. Und so war der Diktator, der hochkam, nichts weiter als Ausdruck der Meinung der Masse, des Wir.

Er hat sich sozusagen manifestiert. Das ist Quantenphysik.

Daniel: Und da sind wir jetzt fast an einem selben Punkt?

Elia: Ja, das seid ihr. Und gerade darum möchte ich darauf aufmerksam machen, dass es nie nur einen Zeitgeist gibt: Der Zeitgeist ist temporär.

Aber es gibt doch auch Gottes Geist: Aufbauend, die Schöpfung fördernd, alles gleich Wert sein vom kleinsten Spatz bis zum König von China: alles gleich Wert.

Liebevoll, respektvoll, friedfertig, sanftmütig: Gottes Geist!

Und der ist völlig unabhängig von einer Religion.

Den gibt es immer auch. Und der rettet dann die Welt, hm?

Daniel: Vielen Dank.

Elia: Gern geschehen, ich danke dir für deine Fragen, Daniel. Ich kann nur die Art von Antwort geben, wie die Art des Fragers erfordert: kluge und tiefe Fragen.

Die Bereitschaft, Lehre anzunehmen, die Bescheidenheit, sich noch nicht für fertig zu halten: Das ist menschlich.

Daniel: Danke.

Elia: Hab einen gesegneten Abend, mein Freund.

Hajo: Ja, danke, Elia.