Ein Mensch wird geboren, um ein Teil Gottes zu sein.

Ein Mensch wird geboren, um ein Teil Gottes zu sein.

Das Resümee

Elia

Zu Gast sind Franz und Susi

Ich habe euch über einen langen Prozess das menschliche Entwicklungspotenzial, das ihr „in Carne“ habt, geschildert.

Die Phasen, die wir jetzt besprechen, – das sagte ich euch schon beim letzten Mal – sind Phasen, die nicht jeder bewusst erlebt, die nicht jeder schon zu Lebzeiten auf eurer Ebene für sich erfährt, erkennt und auswertet. Gleichwohl ist es mir ein großes Anliegen, über dieses Thema zu sprechen.

Wir haben die Entwicklung des Ichs gesehen.

Wir haben über Begegnung mit dem Du gesprochen und wir haben über den Sinn des Lebens an sich geredet.

Und jetzt kommt ein Punkt, an dem ein Resümee gezogen wird.

Also: Der Mensch hat erkannt, wer er ist.

Der Mensch hat erkannt, wer er in Beziehung zu einem Du ist.

Und der Mensch hat erkannt, was das sinnvolle, sinnige, Sinn machende, Sinn findende in seinem Leben ist.

Er kommt zu einem Resultat, das eine Frage aufwirft.

Nämlich die Frage: Wenn ich bin, wer ich bin, wenn ich wirke, wie ich wirke, wenn alles einen Sinn hat, was mir geschieht, was ist dann mein Platz?

Was ist mein Platz all dieser Weisheiten, die ich begriffen habe? Wohin gehöre ich?

Diese Frage bewegt viele Menschen.

Da wird die Frage gestellt: Was ist meine Berufung, was ist mein Lebensziel?

Niemand wird darauf abschließend antworten, weil es keinen Abschluss gibt.

Auch das habe ich euch schon zum Thema Lebenssinn erklärt.

Dennoch, was drängt euch immer wieder, diese Frage zu stellen: Was ist meine Berufung?

Wie kommt es, dass Menschen diese Frage stellen, wenn die zwanzig sind, wenn die vierzig sind, ja, wenn die sechzig sind.

Wozu wurde ich berufen?

Wer, liebe Freunde, ruft?

Der Mensch selbst? Gott?

Ein Schicksal? Ein Karmaplan?

Die Ursache dieser Frage ist das Bewusstsein dafür, dass ihr nicht wie einzelne Sterne am Firmament steht, die unabhängig voneinander existieren.

Sondern dass ihr gekommen seid, um innerhalb der materiellen Schöpfung etwas zu bewegen, etwas zu hinterlassen, die Welt ein Stück weit zu verändern, eine Spur zu hinterlassen, die mehr ist als eine Spur im Sand.

Dies ist ein innerer Auftrag in euch. Einer, mit dem ihr wieder und wieder und wieder geboren werdet, bis ihr ihn erfüllt habt.

Dieser Auftrag ist einmalig, individuell. Er berührt den Kern eures Gesamtselbstes und ist darum so immens wichtig, gelebt zu werden und so immens schwierig, es tatsächlich zu tun.

Denn was bedarf es, es zu tun?

Um seine Berufung zu erkennen, muss der Mensch in der Lage sein, sein wirkliches Ich zu lieben und er muss in der Lage sein, das Du zu lieben und er muss in der Lage sein, seinen Sinn des Lebens zu definieren, seine Wahrheit gefunden zu haben.

Hat er dies erkannt, wird aus ihm das Bedürfnis wachsen, sich selbst mit seiner speziellen Fähigkeit in die große Gemeinschaft aller Lebenden hineinzubringen.

Wenn ihr eurer Berufung fragt, dann fragt ihr oft nach einem besonderen Status innerhalb eures sozialen Gefüges.

Das kann Berufung sein, einen besonderen Status zu haben. Aber das ist nicht die Berufung, von der ich spreche.

Die Berufung innerhalb eurer sozialen Muster, in die ihr geboren seid, einzubringen, so, dass daran alle profitieren, ihr, die Dus, die dir begegnen und Gott selbst als Sinn des Lebens, diese Berufung zu erfüllen, hat nichts mit einem Status zu tun.

Anerkennung der Anderen wird unwesentlich, denn sich erfüllende Berufung ist sich stets selbst genug, ist im Einklang mit sich selbst sein, ist das Hervorbringen von Leistungen und Eigenschaften für andere und für sich selbst.

Das geschieht, weil man ganz und gar wahrhaftig geworden ist, weil man ganz und gar lebt, was einem Wahrheit ist.

Schaut einmal, ich sprach davon, dass Berufung gleichzusetzen ist mit dem Leben des Gesamtselbstes auf der materiellen Ebene, mit der Grundstruktur der Gesamtselbste.

Nun haben wir in unseren Ebenen keine Berufsordnung, es gibt keine Gesamtselbste, die ein Diplom haben, die einen Doktor haben, die ein Star sind, ein König. Das sind keine Eigenschaften, die Berufung sein können.

Wahre Berufung ist das Leben der innersten Wahrheit in eurer Ebene, an dieser inneren Wahrheit, diese Grundmerkmale der Gesamtselbste, der Seelenfamilien haben etwas mit Qualitäten zu tun, mit Charaktereigenschaften.

Wir haben Gesamtselbste, deren Grundstruktur vor allem künstlerisch ist, schöpferisch, andere sind bewahrend, andere sind sehr kämpfend, andere sind sehr musikalisch, andere sind sehr liebend, heilend, andere sind lehrend, diese Dinge sind Berufung.

Diese Berufung dieser allerinnersten Wahrheit über die Innerste aller eurer Fähigkeiten, zu leben, sich in das Netzwerk einzubringen, das wir Schöpfung nennen, ist Befriedigung, so große Befriedigung, wie sie niemals durch die Anerkennung anderer erlebt werden kann.

Unterschiedlich, sehr unterschiedlich sind die Plätze, an denen diese Art von Berufung ausgelebt, erlebt, durchlebt werden kann.

Dies kann so sein, dass es zu großer Popularität führt. Aber es kann auch sein, dass ihr eure wahre Berufung in einem sehr kleinen Kreis erlebt, erfahrt.

Es ist unwesentlich aus unserer Perspektive, ob ihr Ruhm und Ehre dabei gewinnt oder nicht. Wesentlich ist die Erfahrung, sich mit allem, was wir können, mit allem, was wir sind, voller Freude, jeden Tag wieder neu einzubringen in die Schöpfung.

Sagen wir es so: Ein Hund wurde geboren, um Hund zu sein, das ist seine Berufung.

Ein Vogel wurde geboren, um Vogel zu sein, das ist seine Berufung.

Ein Mensch wird geboren, um Mensch zu sein? Nicht ganz.

Franz wurde geboren, um Franz zu sein. Susi wurde geboren, um Susi zu sein.

Hans-Jürgen wurde geboren, um Hans-Jürgen zu sein.

Seid ihr das? Fragt es euch.

Dann, wenn ihr das seid innerhalb eurer sozialen Strukturen, wenn ihr wahrhaftig geworden seid, dann habt ihr eure Berufung erfüllt.

Es geht nicht darum, Berufung abzuspalten in das Thema Beruf.

Sondern Berufung seid ihr, 24 Stunden am Tag seid ihr berufen: Berufen, ihr selbst zu sein.

Habt ihr Fragen? Ich weiß, es ist schwer verständlich.

H: Ja, ich habe eine Frage: Wir sind berufen, wir selbst zu sein. Wir haben ja gerade das Thema gehabt, anderen Wünsche zu erfüllen, aber nicht dass, was wir selber an Wunschvorstellungen für diese Inkarnation vielleicht gehabt haben oder hatten.

Ist es denn so schwierig, dass man seine Berufung schon in jungen Jahren zu spüren bekommt und das auch durchziehen kann? Muss da immer das Hemmnis durch die Erziehungsberechtigten und Erzieher sein, die einen auf die falsche Fährte bringen?

E: In aller Regel ist das so. Das hängt aber mit eurer Form der Gesellschaft zusammen. Je komplizierter eine Gesellschaftsform ist, umso komplizierter ist es, sich selbst zu leben und somit seiner eigentlichen Berufung zu folgen.

Stellt euch einmal Indianer in Südamerika vor, die in einem Urwalddorf aufwachsen und Hunderte von Kilometern von der nächsten Zivilisation entfernt sind. Auch diese Menschen haben jeder für sich seine Berufung. Es ist ihnen aber selbstverständlich, diese auch zu leben.

Wer dort Qualitäten wie bewahrend leben möchte, lebt sie. Wer Qualitäten dort wie lehrend beleben möchte, lebt es. Es gibt dort nicht – wie bei euch – so komplizierte und verworrene Wegmöglichkeiten.

Das hängt einfach mit dem Umfeld zusammen, mit dem ihr zu tun habt.

Auf der anderen Seite seid ihr dadurch, dass ihr so sehr von anderen beeinflusst seid, unter einem Druck, dem es zu widerstehen gilt, der das Problem bewusstmacht, weil er erst die Not schafft, was geschieht, wenn ich nicht meiner inneren Berufung folge.

Nur so wird vielen Teilselbsten klar, wie groß die Notwendigkeit ist, sich dieser Thematik zu stellen.

Es ist also nicht so, dass das umsonst geschieht.

Aber du hast recht, es ist sehr schwierig und es bedarf oft großer Mühe, dort hin zu gelangen.

Das Wichtigste daran ist die Erkenntnis dessen, dass es wirklich, wirklich notwendig ist, sich seiner inneren Berufung bewusst zu werden. Das ist nicht zwangsläufig der Fall, sondern sehr häufig muss hier erst eine Bewusstwerdung stattfinden, die leider erst über sehr viele Umwege oder großes Leid geschieht.

Denn man muss ja erst ein Punkt erreichen, an dem die sozialen Urteile irrelevant geworden sind. Es muss ja erst dieser Prozess stattfinden: Das Ich-Bewusstsein,  das Du-Bewusstsein, das Gott-Bewusstsein.

Und daraus wird die Quintessenz gezogen.

Daraus wird erst die Notwendigkeit, dem eigenen tiefen Auftrag zu folgen.

Nur wer sich seines Ichs, wer sich des Werts des Dus und wer sich Gottes bewusst ist, ist frei genug, Entscheidungen zu treffen, in denen es ausschließlich darum geht, der inneren Berufung zu folgen.

Wie viele von euch begeben sich in Berufe, die mit ihrer eigentlichen Berufung nichts zu tun haben? Wie viele sind eigentlich Kämpfer und leben doch ein Leben als Hausfrau, Mutter untergeordnet?

Oder anders herum: Wie viele von euch sind eigentlich Bewahrer und leben doch als Männer in der Armee oder in Führungspositionen in der Wirtschaft?

Hier muss erst der Druck erlebt werden, um die Notwendigkeit zu spüren, dass dieses nicht allein Berufung ist.

Mir geht es heute darum klar zu machen, dass Beruf und Berufung keinesfalls das Gleiche sind. Dass Berufung sehr viel tiefer geht und mit eurem wahren Selbst zu tun hat.

Und dass ihr, wann immer ihr eurer Berufung folgt, etwas Wunderbares leistet für die Schöpfung, dass ihr wirklich zu einem Licht werdet innerhalb der materiellen Welt, weil ihr eure innere Wahrheit lebt und damit lebt ihr Teil Gottes.

Könnt ihr euch vorstellen, dass Gott als Manager bei BMW lebt?

Könnt ihr euch vorstellen, dass Gott ein gefeierter Sänger auf der Bühne ist?

Könnt ihr euch vorstellen, dass Gott Bundeskanzler ist?

Nein, nicht wahr?

Und dennoch sind in euren Gedanken, in euren Werten Menschen, die diese Positionen ausüben, Menschen, die ihrer Berufung folgen dürfen.

Ich sage euch, sie haben nicht einmal 1/10 ihrer Berufung erreicht, sie sind nicht ausgefüllt, sie sind unter großem Druck.

Könnt ihr euch vorstellen, dass Gott ein Bewahrer ist, dass Gott ein Schöpfer ist?

Dass Gott ein Kämpfer ist? Ja, nicht wahr?

Teil Gottes sein ist eure Berufung.

Du, Franz, bist berufen, der Teil Gottes zu sein, der Franz ist.

Du, Susi, bist berufen, der Teil Gottes zu sein, der Susi ist.

Du, Hans-Jürgen, bist berufen, der Teil Gottes zu sein, der Hans-Jürgen ist.

In euch ist die Sehnsucht, es zu tun, in euch ist das Streben dahin, von Inkarnation zu Inkarnation.

Ihr müsst keine Weisen werden, ihr müsst nicht populär werden, all das ist Tand.

Ihr müsst nur aus dem Bewusstsein für euer Ich, aus dem Bewusstsein für jedes Du, aus der Erkenntnis des Sinns des Lebens eine Synthese bilden und ihr werdet eure Berufung leben.

Ein Hund wird geboren, um auch einer zu sein.

Ein Mensch wird geboren, um ein Teil Gottes zu sein.