Schamane

0648: Ein Schamane eines Stammes von Nomaden in einer mitteleuropäischen Urlandschaft

Ein Schamane eines Stammes von Nomaden
in einer mitteleuropäischen Urlandschaft.

Der Schamane war der Mittler zwischen den Göttern,
die das Schicksal bestimmten, und den Ahnen,
die die Kräfte gaben oder nahmen.

Diesem Schicksal sich bewehrend zu begegnen und den Menschen,
die sich Brüder  und Schwestern nannten, selbst dann,
wenn sie nicht die gleichen Eltern hatten.

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide mich mit dem Guide von Laura zu verbinden. Laura bittet um diesen Kontakt.

Ohne viele Umwege stehe ich direkt vor einem Guide, ein sehr ernstes, dennoch gütiges Gesicht. Dunkel blaugraue Augen, das Haar weiß.

Er sitzt vor mir auf einem großen Findling, in der linken Hand hält er einen Stab, der seltsamer Weise einen blühenden Ast hat. Einfach ist er gekleidet, großes Leinen und eine Art Wollkappe und Sandalen…

Die Landschaft um uns wirkt einfach: Wiesen, eher Grasmatten, hier und da einige Bäume, die allerdings sehr groß und stark sind.

Heidekraut und hin und wieder eine Birke und Wacholder.
Es gibt keinen Weg, nur eine Art Trampelpfad, der anscheinend ins Nirgendwo führt…
Seltsam ist dieser Mann: Er beobachtet mich, liebevoll, geduldig, sagt aber nichts zu mir…

U: Grüß dich, Fremder!

G: Grüß dich, Wanderin…

U: Bist du der Guide von Laura?

Der Guide nickt und lächelt…

U: Ich vermute, sie wird das nicht akzeptieren, sie channelt etwas, das sich „Viele“ nennt oder so ähnlich…

G: Einheit! Wenn sich viele einig sind, muss es im Vielen den Einzelnen geben, findest du nicht auch?

U. Ja…

G: Den persönlichen – ich möchte fast sagen – intimen Bezug, den du zu Elia hast, hätte sie nicht ertragen, das liegt im Wesen ihrer Seele…

U: Ich verstehe, aber du gehörst zu ihr?

G: Aus tiefster Seele, ja. Dies hier war ihrs und meins, das NIRGENDWO.
Hier haben wir als Seelen erste Erfahrungen gemacht und hier ist alles, was ich zeigen möchte.

U. Was ist das für eine Landschaft? Ich hab sie nie gesehen…

G: Hm, wenn du so willst, ist das die mitteleuropäische Urlandschaft.

Noch vor der Zeit, in der Ackerbauern das Land bestellten, waren wir im Grunde so etwas wie Nomaden, nur im Winter kehrten wir in unsere Häuser zurück.

Laura hieß damals Nanja und war meine Ziehtochter. Ich war der Schamane des Stammes. Das darfst du dir nicht so vorstellen, wie es heute gehandhabt wird.

Der Schamane war der Mittler zwischen den Göttern, die das Schicksal bestimmten, und den Ahnen, die die Kräfte gaben oder nahmen, diesem Schicksal sich bewehrend zu begegnen und den Menschen, die sich Brüder  und Schwestern nannten, selbst dann, wenn sie nicht die gleichen Eltern hatten.

U: Dann hattest du eine sehr bedeutende Rolle…

G: Die Schwerste, die du dir vorstellen kannst! Es war so furchtbar, dass ich nie wieder in Versuchung geriet, meine Gaben dafür zur Verfügung zu stellen…

U: Was war so schlimm, ich verstehe dich vielleicht falsch?

G: Ich trug die Verantwortung für den ganzen Stamm! Unter dieser Last muss ein Mensch zusammenbrechen.

U: Du trugst die Verantwortung? Wie kam das?

G: In unserem Glauben war der Schamane ein Kind der Götter.

Er kannte ihren Willen, er wusste, was sie forderten, er wusste, was sie beschwichtigte und erfreute, aber auch, was sie erzürnte. Weil dies so war, wusste er auch, was von jedem einzelnen seiner Brüder und Schwestern erwartet wurde. So war ich sowohl Priester als auch Richter.

U: Du hast recht, das ist sehr schwer!

G: Nicht, solange ich lebte. Es war nicht so, dass mich Todesopfer ungerührt ließen oder dass ich nie Zweifel in mir spürte. Aber in meinem Bewusstsein war ich so „heilig“, dass ich solcherlei Regungen nicht zuließ.

Erst als ich das Fahrzeug meiner Seele verließ, wurde mir in voller Gänze bewusst, wofür ich die Ursache im Leben anderer Menschen war.

Das war eine Erfahrung, die mich im wahrsten Sinn des Wortes in die Knie zwang. Ich nahm in meiner Seele eine Qualität auf, die mir ganz neu war und die ihr Demut nennt.

Zwar lernte ich in vielen weiteren Leben, dass selbst meine Fehlurteile und Hartherzigkeiten den Seelen der Betroffenen halfen, in ihre gute Entwicklung zu kommen.

Aber das war wirklich nicht mein Verdienst. Sondern sie gingen ihren guten Weg, OBWOHL ich ihnen so viel Leid gebracht hatte.

U: Was lernten sie? Erinnerst du dich?

G: Sie lernten, dass das göttliche Licht keiner Vermittlung bedarf, sondern sie immer durchdringt. Sie lernten, dass sie die Verantwortung für ihr Handeln nicht anderen überlassen dürfen, auch dann nicht, wenn sie diese lieben und ehren.
Und sie lernten, dass sie gute Seelen sind, die Fehler gemacht haben, so wie jedes Kind Fehler macht auf seinem Weg.

Sie lernten, dass sie Gottes sind und darum dem nichts zu opfern brauchen, denn nichts hat der Mensch, was er nicht von Gott empfangen hätte…

Es macht keinen Sinn, Geschenke der Liebe zurückschenken zu wollen an den, der sie gab, nicht wahr?

U: Hattest du Anteil an dieser Entwicklung?

G: Ja, das war mein Gottesdienst. Denn seit jenem Leben ist in mir die Sehnsucht stark, jenen zu helfen, die Gottes Liebe für sich nicht akzeptieren können.

U: Die nicht nehmen können?

G: Du sagst es. Du willst wissen, was Laura mit mir verbindet? Nun, diese Sehnsucht!
Oh, ich weiß schon, du hast Schwierigkeiten mit ihren Fragen…

U: Ja, es scheint so, als hätten sie und ich sehr unterschiedliche Glaubensansätze. Ich möchte aber nicht missionarisch wirken…

Andererseits spüre ich ihre Not und weiß nun nicht so recht, wie ich die Fragen stellen kann, ohne meiner eigenen Ethik zu widersprechen…

G: Das weiß ich! Willst du die Fragen dennoch stellen und es mir überlassen, was ich antworte? Ich werde deine Ethik achten und ich werde ihre Not achten, sorge dich nicht…

U: Gut, dann stelle ich die erste Frage. Das ist ziemlich langatmig, ich hoffe, ich übersehe nichts…

G: Lass es einfach geschehen…

U: Wenn ichs nur könnte!

G: Gut, dann machen wir es so: Laura weiß, dass du nicht verantwortlich für die Antwort bist und sie weiß natürlich auch, dass du Dinge falsch interpretieren oder sehen kannst.
Sei beruhigt, sie würde niemals blauäugig einem Ratschlag folgen, den sie selbst verwirft…

U: Na gut, ich versuche es. Sie schreibt: Ich bin seit 1976 chronisch krank, es wurde mit den Jahren immer schlimmer. Unzählige Male wurde ich von Heilern, Ärzten und sogar Freunden und Bekannten mit endlosen Ratschlägen bedrängt, die ich teilweise auch anwendete.

Dann sagten mir die meisten, dass irgendwas mit meiner Psyche nicht stimme, denn wenn ich gesund werden wolle, dann wäre ich es schon. Bin ich chironisch und WOLLTE so krank sein und bleiben?

G: Laura, magst du mich von nun am Annan nennen? Es ist viel vertrauter, wenn man sich beim Namen nennt, findest du nicht?
Hab keine Sorge, ich werde keinerlei Beziehungsansprüche an dich stellen (er lächelt).

Laura, glaubst du wirklich, eine Seele nimmt sich im vollen Bewusstsein der Güte und Liebe Gottes vor, einen derart kranken Körper als Wagen durch die Inkarnation zu benutzen?

Es gibt solche Seelen, oh ja! Und sie leisten großen Liebesdienst an den Seelen aller, mit denen sie auf Erden verbunden sind.

Aber das ist die Ausnahme, Laura! Die Regel ist die, dass eine solche Seele ihr körperliches Wohlergehen nicht in ANSPRUCH nimmt. 

Sie ist aus dem einen oder anderen Grund zu dem Ergebnis gekommen, nur durch Leiden sich weiter entwickeln zu können.

Aber solcher Entschluss stammt nicht aus der Weisheit, sondern aus dem Mangel an Vertrauen in das eigene Gut sein.

Stell dir vor, der Körper, den eine Seele sich aussucht, sei als Fahrzeug auf einer Art Automarkt zu finden. Na, da schaut man, was man so braucht für seinen Lebensplan: Ob Motorleistung und Bremsweg mit dem eigenen Fahrstil zu kombinieren sind.

Der eine will hochtourig fahren, ein andere will die Kraft haben, auch auf den unebensten Geländen zu fahren. Und wieder ein anderer, der zögert, sich solche Wagen zu nehmen.

Der sagt sich vielleicht: Hm, so einen schnellen Flitzer hatte ich letztes Mal auch und das war – glaube ich – GENAU der Grund, warum ich solche unsinnigen Ziele anvisiert habe. Da nehme ich lieber was ganz Langsames, nicht dass mir wieder das Wichtigste am Straßenrand entgeht…

Und wieder ein anderer sagt: Oh, oh, das mit dem Fahren, wo immer ich will, ist ja ordentlich schief gegangen! Ich hab so viele Menschen verletzt, weil ich mich an keinen Zaun und keine Grenze gehalten habe.

Da nehme ich mir jetzt besser einen Wagen, der mich schön auf den üblichen Wegen bleiben lässt und sofort stillsteht, wenn ich auf gefährliche Abwege komme.

Und dann gibt’s da noch solche Seelen, die sind fürchterlich bescheiden…

Man hat ihnen gesagt, dass sie JEDEN Wagen haben können, aber das ist in ihnen einfach nicht wahr, sondern sie würden sich schämen und für hochmütig halten. Sie trauen sich einfach nicht zu, es AUSZUHALTEN, wenn es ZU BEQUEM in ihrem Wagen ist.

Sie erinnern sich, dass sie solche Autos schon einmal hatten und sie erinnern sich auch, dass sie so bequem darin wurden, dass sie weder nach Gott noch nach der Welt fragten, dass sie so kindlich ausgestiegen sind, wie sie eingestiegen sind.

Weder haben sie Mitgefühl entwickelt noch Vorsicht. Weder haben sie ihre eigenen Überwindungskräfte erprobt noch die Nachsicht mit denen, die langsamer waren.

Und so entschließen sie sich, sich um des Heils ihrer Seele willen einen Wagen auszusuchen, der sie immer und immer wieder daran erinnert, dass jeder Tag, der angenehm und bequem ist, ein Geschenk ist und mit Respekt und Freude akzeptiert werden muss.

Aus diesem Wissen erwächst ihnen die Möglichkeit, zu tiefstem Mitgefühl zu kommen gegenüber allen, die Leid tragen.

Und zu guter Letzt gibt es noch solche, die meinen, STRAFE verdient zu haben. Sie sind sich sicher, dass sie es nicht verdient haben, wenn sich ihre Bedürfnisse erfüllen, weil sie selbst in anderen Leben die grundsätzlichen Bedürfnisse anderer nicht erfüllt haben.

Sie irren sich in ihrer Annahme, durch Leiden korrigieren zu können, was doch längst vergangen ist.

Dennoch wird es ihnen erlaubt, sich ein solch „UNMÖGLICHES“ Fahrzeug zu nehmen in der Hoffnung, dass sie nach diesem durchlittenen Leiden akzeptieren können, dass Gott sie liebt, auch wenn sie Fehler in ihrer Entwicklung machen.

Auch wenn sie selbst einfach nicht bewusst werden können, dass sie wirklich Gottes geliebtes Kind sind.

Vielleicht besteht die Chance, dass sie verstehen, dass im Karma der Rache und Sühnegedanke keine Rolle spielt, sondern nur die Weiterentwicklung des Bewusstseins.

Rache und Sühne: Laura, meine Götter in dieser Zeit, die ich euch zeigte, forderten unablässig beides.

Aber das Leben, das aus Gott ist, das will keine Rache und Sühne, sondern Entwicklung HIN ZU IHM!

Wer voller Schmerzen ist, wie schwer hat er es, Gott zu loben! Wie schwer hat er es, an die alles umfassende Liebe zu glauben!

Laura, wenn solche Seelen lernen, dies trotz aller Plage zu tun, SOWEIT ES IHNEN DER KÖRPER UND DER GEIST ERLAUBEN, wahrlich, ich sage dir: Diese haben GROSSES getan! Und sind sehr gewachsen!

Was die BE – URTEILUNGEN deiner Mitmenschen angeht, nun, sag mir: DARF LEID SEIN?
Ist in DEINER Welt das LEID erlaubt? Ja, solange es still ist und sich versteckt hält.

Manch einer spricht von All – Liebe und rühmt sich, ein Aufgestiegener zu sein, aber dem Leid der Anderen begegnet er ohne Mitgefühl. Rat um Rat wird gegeben und wenn nichts hilft, dann kommen die Schuldzuweisungen.

Krank? Selbst Schuld!
Arm? Selbst Schuld!
Einsam? Selbst Schuld!

Nicht, weil diese Menschen sonderlich hartherzig wären, sondern weil sie ANGST haben, das JEDER arm, krank und einsam sein könnte, ohne sich dagegen wehren zu können.

Es ist menschliche Hybris, ein Hochmut, der scheinbar unausrottbar ist, anzunehmen, dass nur das richtige GETAN, GESAGT und GEWÜNSCHT werden muss, um all diesem zu entgehen…

Wir wollen diese Menschen nicht verurteilen, sie meinen es gut (ich weiß, dass du diesen Satz nicht mehr hören kannst). Aber sie sind völlig im Irrtum, wenn sie glauben, zu wissen, WAS der SEELE gut ist!

Die Seele kennt nur ein GUT, das ist: Ganz und gar in aller Kraft, Liebe und Vertrauen Gottes KIND zu sein. Nichts anderes ist letztlich von Bedeutung und so mancher Seele ist kein Preis zu hoch.

Nun also: Frage dich selbst, was hat deine Erkrankung mit dir gemacht?
Welchen Einfluss hat sie auf das Wachstum deiner Seele?
Welchen Einfluss auf deine Fähigkeit, geduldig zu sein und mitfühlend?
Und welchen Einfluss auf dein Ringen um Erleuchtung?

Frage dich und nimm es an, wie es ist: Deine Seele ist zu loben, dass sie bereit ist, sich dem TROTZ der Liebe zu Gott zu erringen!
Gott lieben, wenn er Wunsch um Wunsch erfüllt? Einfach…
Gott lieben, weil es ihn gibt? Ohne Grund… LIEBE!

Ich bin gewiss, du wirst dir einen solchen Körper nie wieder aussuchen, denn du wirst dich von tiefstem Herzen freuen über die kostbaren Früchte, die deine Seele gesammelt hat.

Aber ich hoffe so sehr, dass ich dir wenigstens den Trost geben darf, der aus dem Vertrauen kommt, dass dein Leid KEINE Strafe ist, auch keine Dummheit deiner Seele, auch kein Hochmut, sondern das ernste Streben danach, zu deiner Größe als Seele hinzuwachsen.

U: Vielen Dank. Jetzt kommt eine Frage nach einem Mann, der sie wegen einer Jüngeren verlassen hat und auch noch anderen schweren Kummer bereitet hat, du weißt sicher, wen sie meint.

Laura fragt, ob sie ihn noch einmal treffen muss, um ihn loslassen zu können?

A: Meine liebe Seele, das würde wenig ändern. Denn die Ursache der „Bindung“ liegt an einer ganz anderen Stelle. Ich werde dies aber erst näher ausführen, wenn Uta deine nächste Frage gestellt hat, denn beide haben den gleichen Grund.

U: Laura schreibt, dass sie seit acht Jahren mit einem Mann verheiratet ist, der süchtig ist, süchtig in vielerlei Hinsicht…

Sie trägt im Grunde allein die alltäglichen Lasten, das geht sehr weit, ich will das jetzt nicht detailliert schreiben, du weißt es ja sicherlich.

Laura fragt, ob es karmische Verflechtungen sind, sodass sie mit ihm zusammen leben muss und sich nicht trennen kann?

A: Liebe, ach, liebe Laura: Siehst du, karmische Verflechtungen gibt es freilich, aber NICHT, um dich zu quälen, sondern um dich darauf aufmerksam zu machen, dass deine Seele in sich nicht die Wahrheit trägt, dass Männer und Frauen einander achten und ehren können!

Männer betrügen ihre Frauen, Männer beuten ihre Frauen aus, Männer bringen ihre Frauen an den Rand ihrer Kraft…

UND ICH, LAURA, KANN und DARF mich nicht dagegen wehren!
Ich darf niemals aufhören, mich der Liebe zu einem Mann zu OPFERN!

Solange du Opfer bist, bist du kein Täter, Laura! Deine Seele hat sehr große Angst davor, dass in ihr etwas ist – tief vergraben, ganz verborgen – das so schrecklich ist, dass es besser ist, IMMER in OHNMACHT zu bleiben…

Aber Laura, du irrst, deine Seele irrt! 

Was geschieht denn TATSÄCHLICH, wenn du deine Macht wahrnimmst? Bist nicht gerade du sehr bemüht darum, deine „Macht“ mit Verantwortungsbewusstsein zu verbinden?
Bist nicht gerade du diejenige, die stets bemüht ist, fair zu sein?

Nun ja, das mag schon sein, sagst du …
ABER! Ja, ABER nicht zu DIR SELBST!

Dass dein Glück, deine Lebenskraft, ja, dein LEBEN es wert sein sollen, dass andere dafür etwas ihres Glücks und ihrer Kraft und ihres Lebens abgeben, das KANNST du einfach nicht glauben.

Die Ursache dafür ist aber nicht nur karmisch, sondern ist auch etwas, das dir die Frauen deiner Sippe mit in die Wiege gelegt haben. 

Laura, denk dir nur, WAS deine karmische Verbindung ist, sowohl zum einen wie zum anderen: Ihr LEHRER wolltest und solltest du sein.

Was aber ist ein Lehrer wert, der schlechte Leistungen und Fehler ignoriert?
Was ist ein Lehrer wert, der einen faulen Schüler Jahr um Jahr versetzt, obwohl dieser weder schreiben und rechnen kann? Nichts ist er wert!

Denn der Schüler lernt eben nicht, dass seine Trägheit, sich weiter zu entwickeln, Folgen hat!

Nun, dem Ersten warst du eine gute Lehrerin, frag dich selbst, ob es angemessen ist, ihm die Chance zu geben, die Konsequenz seines Handelns, die du gezogen hast, wieder in Frage zu stellen…

Und was deinen Mann angeht, frage dich in jeder Situation und vor jeder Entscheidung, was ein GUTER LEHRER jetzt tun würde…

U. Die nächste Frage von Laura bezieht sich auf ihre Stoffwechselstörung: Sie kann nichts Süßes zu sich nehmen, leidet dann körperlich sehr.

Aber gerade diese Süßigkeiten sind ihr Trost. Auch wiegt sie ihrer Meinung nach zu viel und fragt, wie sie es schaffen kann, dauerhaft strenge Diät zu halten?

A: Ach, meine liebe Seele, jetzt wünschte ich, könnte dir sagen: Tue dies, tue das…
Aber diese Umstände gehören leider zur AUSWAHL des Fahrzeugs, das du gewählt hast.

Lass uns aber doch schauen, was es verhindert: Das Unerwünschte zu verhindern oder zu reduzieren, ist ja das Ziel deiner Wahl.

Nun, es verhindert, dass du in dir unangebrachte Eitelkeiten verfällst, es war dir sehr wichtig, dies zu vermeiden. Aber es spiegelt eben auch deine mangelnde Bereitschaft wieder, NICHT büßen zu müssen…

Büßen? Wofür?
Ach, ach, ach: Dafür, dass du lebst und das Leben schön finden könntest!
Ich spreche vom IRDISCHEN Leben, vom materiellen Leben…

Liebste Laura, ja, sag mir doch, wie kann das denn SÜNDE sein, was Gott den inkarnierten Menschen schenkt?

Wie kann denn zweitrangig sein, womit sich Milliarden und abermals Milliarden geistiger Wesenheiten liebevolle Mühe geben?

Das Leben in Carne ist ein WUNDERBARES Geschenk, deine Erde ist einfach WUNDERVOLL!

Und dein KÖRPER muss gar nicht büßen, wenn ihm die Freuden, die deine Erde ihm bietet, so gut gefallen.

Denn Freude an der Erde haben selbst die Engel, denn die Erde ist Schöpfung aus Gott.

Vielfältig ist die Freude, nicht nur im Geschmack, auch der Duft, auch die Farben, auch die Klänge. Wie WUNDERBAR ist, was du nehmen darfst.

Laura? Siehst du es nicht? DU DARFST LEBEN!

Was immer dir deine Vorfahren zeigten, was immer dir an Ablehnung begegnet ist: Du hattest ein RECHT, geboren zu werden, so wie du ein RECHT hast, das Leben im Fleisch zu lieben…

Wir wissen nun beide, dass dein äußerst unbequemes Fahrzeug nicht geeignet ist, ALLES zu nehmen, was an Freuden da ist, und erst recht nicht IMMER.
Aber WENN etwas da ist, dann tue es und sei gewiss, wir alle erleben die Freude mit dir.

Dein Gewicht? Oh, es ist eben die Folge all dessen, was du zu schlucken hattest. Glaubst du, erneuter oder gar fortwährender Mangel würde da helfen? Tu dies nicht.

Sondern schau auf dich, wie ein Veteran auf seine Narben schaut, im STOLZ!
Du hast viel getragen, man sieht es dir an. Wer Augen der Seele hat, versteht, was kümmert dich anderes?

Du lebst in einer Umwelt, in der du deine Seele täglich zu schützen hast. Was kümmert dich dein „Panzer“? Es ist deine Art, zu überstehen!

Wenn du ihn nicht mehr brauchst, weil du verstanden hast, dass du dich gegen unangemessene Übergriffe durchaus effektiv zu wehren weißt, wirst du sehen, wie wenig du von diesem Panzer noch brauchst.

Nun geh endlich in DEIN Leben, meine liebe Seele! Du hast große, große Fortschritte gemacht im Lauf der Jahrzehnte! Du bist nie stehen geblieben und wenn du gefallen bist, bist du wieder aufgestanden!

Viele, viele gute Früchte hat deine Seele gesammelt.

Doch nun ist es an der Zeit, dir zu erlauben, dass du das LEBEN und dich lieben darfst!
Keine Buße, Laura, keine Rache und kein Opfer!
Gottes Liebe ist ganz kostenfrei!

Ich trage dich in meiner Seele und ich bin voller Stolz und Mitgefühl, dein…

Nun: Nenne mich, wie du es wünschst.