Reinkarnationstherapie

0762: Beispiel einer Reinkarnationstherapie mit Uta, während einer Therapie aufgenommen

Ein Zeitzeuge von Jesus

Eine mediale Reinkarnationstherapie, begleitet von Uta

Dabei sieht Uta alles in der Reinkarnation, was Jean auch sieht.

Zu Gast in der medialen Reinkarnationstherapie ist Jean.

Uta: Alle Geräusche im Haus, und außerhalb des Hauses, nimmst du mal ganz genau wahr.
Und von nun an werden alle Geräusche im Haus und außerhalb des Hauses am Rande deiner Wahrnehmung sein.
Im Mittelpunkt deines Bewusstseins steht meine Stimme.
Ich bitte dich, dass du dich jetzt auf deine Atmung konzentrierst und beobachtest, wie dein Atem ganz von allein ein- und ausgeht.
Ich zähle jetzt fünf Atemzüge mit und mit jedem Atemzug bist du tiefer und tiefer entspannt.
Eins … zwei … drei … vier … fünf.
Du bist nun gut genug entspannt.
Deine Stirn ist entspannt, deine Wangen sind ganz entspannt, dein Rücken ist warm und schwer und ganz entspannt, deine Schultern und Arme sind ganz warm, ganz schwer und ganz entspannt.
Deine Atmung ist ganz gleichmäßig, ganz regelmäßig, ganz entspannt.
Dein Bauch ist warm und schwer und ganz entspannt.
Dein Becken ist ganz schwer, ganz warm und ganz entspannt.
Deine Beine sind ganz warm, ganz schwer und ganz entspannt.
Du bist nun recht gut entspannt.
Du bist jederzeit Herr der Lage, und du wirst dich jederzeit an alles, was du erlebst, gut erinnern. Ich bitte dich, dass du dir jetzt den Ort vorstellst, an dem du dich sehr wohl gefühlt hast. Geht das?

Jean: ja.

Uta: Kannst du mir diesen Ort bitte beschreiben?

Jean: Es ist ein weißer Sandstrand zwischen zwei Wellenbrechern aus Stein. Es ist am Mittelmeer.

Uta: hm. Welche Tageszeit haben wir?

Jean: nachmittags.

Uta: Fühlst du, wie warm der Sand unter unseren Füßen ist? Ganz schön fühlt sich das an. Und vom Meer, da weht ein leichter Wind. Und der duftet. Der riecht nach Meer. Hm, das tut gut. Und wenn man sich die Lippen leckt, schmecken die ein bisschen salzig. Kannst du dir das vorstellen?

Jean: ja.

Uta: schön. Und da weit draußen, ganz weit draußen, da sehe ich ein Segelschiff mit weißen Segeln. Kannst du es sehen?

Jean: ja.

Uta: ja. Wir beide setzen uns jetzt mal hier in den Sand und lassen ihn durch unsere Hand rieseln. Der duftet, der Sand, merkst du das? Der riecht nach Muscheln und Tang. Und wir schauen wieder raus. Das Segelschiff kommt näher. Und vorne, da steht jemand, vorne am Bug, kannst du ihn sehen?

Jean: ja.

Uta: wer steht denn da?

Jean: Mansul.

Uta: ja. Hm, und er freut sich, er springt mit einem Satz an Land, watet durchs Wasser, zu dir hin.

Ist ihm ganz egal, dass seine Kleider nass werden. Jetzt steht er vor dir, und er macht die Arme weit auf. Kannst du seine Liebe fühlen?

Jean: ja.

Uta: Merkst du, wie der sich freut? Und der drückt dich, der fühlt sich gut an, ganz vertraut. Und er nimmt deine Hände und schaut dich an und sagt: “Hey. Dein Herz freut sich, ich spür’s ja, ich spür’s ja. Gutes Herz. Aber deinen Tränenapparat, den müssen wir noch blank wischen”.

Und er lacht. Er streicht dir ganz zärtlich über die Haut, er möchte dir etwas zeigen, darf er das tun?

Jean: ja.

Uta: Er setzt sich in den Sand, und er malt einen Fisch in einem Kreis. Ganz einfache Zeichnung. Weißt du, was dieser Fisch bedeutet?

Jean: nein.

Uta: Es ist das Zeichen der ersten Christen.

Mansul: Ich möchte, dass du dich erfährst, in deiner Kraft zu kämpfen und zu lieben. Ich möchte, dass du erfährst, welche Größe du hast. Und du läufst vor der Größe deines Herzens davon, als wäre es ein Verbrechen. Aber ich, Mansul, ich möchte, dass du weißt, welch großes Herz du bist. Erlaubst du es mir, mein Freund?”

Jean: ja.

Mansul: “Dann komm. Komm mit mir. Ich möchte dir vorher das geben.” Er nimmt deine Hand und er legt ein kleines Stückchen Holz hinein.

“Dies ist das Holz von einem, der sehr liebte und an diesem Holz gestorben ist. Es wird dich schützen. Komm.”

Hinter uns ist ein silberner Fahrstuhl. Wir betreten ihn zu dritt. Mansul, der deine Hand nicht aus seiner lässt, und ich und du.

Die Türen des Fahrstuhls schließen sich, und ich zähle die Stockwerke hinauf zur Jenseitsebene. Mit jedem Stockwerk sehen wir, dass eine kleine Lampe aufglüht: Eins … zwei … drei … vier … fünf … sechs … sieben … acht … neun … zehn.

 

Die Türen öffnen sich und vor uns liegt die weite, helle, himmlische Ebene. Hier ist es gut. Hier sind wir frei und doch geborgen. Links von uns stell dir jetzt bitte eine goldene Mauer vor. So lang, dass wir weder Anfang noch Ende sehen können. Und in ihr viele Türen. Alle verschieden. Unzählbar. Hinter jeder Tür eines deiner Leben.

Und wir bitten Mansul, dich vor die Tür zu stellen, hinter der das Leben liegt, das nun besonders wichtig für dich ist. Bei drei beschreibst du mir die Tür: eins … zwei … drei. Jetzt, bitte.

Jean: Sie ist kleiner als ich, braun, hat einen Bogen. Holz.

Uta: ja. Schweres Holz.

Jean: Dunkel.

Uta: ja. Hat sie Eisenbeschläge?

Jean: ja.

Uta: Magst du durch diese Tür gehen?

Jean: ja.

Uta: ja. Bei drei bist du durchgegangen und in dem Leben, das dahinter liegt: eins… zwei… drei. Jetzt. Du bist durch.

Kannst du schon etwas wahrnehmen? Nein, noch nicht. Das ist in Ordnung. Bist du so freundlich und schaust mal so an dir runter und erzählst mir, wie du dir deine Füße so vorstellst? Wie schauen deine Füße gerade aus?

Jean: nackt. Sandalen.

Uta: Männer- oder Frauen- oder Kinderfüße?

Jean: jugendlich.

Uta: jugendlich, hm? Wie ist denn deine Hautfarbe?

Jean: Dunkel.

Uta: dunkler als heute. Aber nicht schwarz. Dunkler, halt, so bronzefarben.

Ja?

Und guckst du dir auch mal bitte deine Hände an, wie schauen die aus? Sind das Jungen- oder Mädchenhände? Guck mal nach.

Jean: Mädchen.

Uta: Mädchenhände sind das. Hm. Hast du einen Schmuck an den Händen?

Jean: Ringe.

Uta: ja. Mehrere Ringe?

Jean: Ich glaube, ja.

Uta: ja. Aus was für einem Metall?

Jean: hell.

Uta: wie Silber, ja?

Jean: ja.

Uta: Ja, sei so freundlich, guck einmal an dir herab. Versuch mir mal zu erzählen, was für eine Kleidung du anhast.

Jean: Stoff. Grob.

Uta: hell?

Jean: ja.

Uta: Grob gewebt, ja? Wie ist der denn im Griff, fühlt sich der weich an, oder hart?

Jean: Hart.

Uta: Rau fühlt der sich an. Seltsam und ungewohnt, nicht wahr?

Jean: ja.

Uta: Dann guckst du bitte mal auf den Untergrund, wo wir draufstehen. Auf was stehen die Füße drauf?

Jean: Erde.

Uta: einfache Erde.

Jean: Steine.

Uta: Es ist trocken, ja? Trockener Untergrund.

Jean: ja.

Uta: Kannst du dich mal ein wenig umsehen? Wo sind wir denn hier? Was ist denn das hier?

Jean denkt sofort Israel. Sagt es aber nicht: hügelig.

Uta: sanfte Hügel. Ist da Vegetation zu sehen?

Jean: ja.

Uta: Was wächst denn hier?

Jean: Sträucher.

Uta: hm. Sieht das alles ein bisschen staubig aus oder irre ich mich? Guck mal nach.

Jean: ja.

Uta: trocken, eben. Kannst du mal gucken, hier wo du stehst, gibt es hier auch einen Weg oder etwas Ähnliches?

Jean: ja.

Uta: Wo führt denn der Weg hin, kann man das sehen, von hier aus?

Jean: einem Hügel entlang.

Uta: Möchtest du dort hingehen? Bist du eigentlich alleine hier?

Jean: Ich glaube.

Uta: Dann bitte ich dich, dass wir dort hingehen, wohin du gehen willst. Zeig mir mal, wohin du gehen willst, bei drei sagst du’s mir. Eins … zwei … drei. Jetzt, bitte.

Jean: Stadt.

Uta: Ah. Wie schaut denn die aus, beschreib die mal.

Jean denkt Jerusalem, sagt es aber nicht: Stadtmauern.

Uta: hm. Stadtmauern. Aus welchem Material sind diese Stadtmauern, guck mal nach.

Jean: Steine.

Uta: hm. Welche Farbe haben die Steine?

Jean: hell.

Uta: ganz hell, ne? Ganz helle Steine. Eine hohe Stadtmauer ist das.

Jean: ja.

Uta: Und die Steine, sind das Große oder Kleine, beschreib.

Jean: große.

Uta: hm. Richtige Quader sind das. Gibt’s auch ein Stadttor, durch das man durch muss?

Jean sieht eine längere Steinbrücke in einem Tal, die bis zum Stadttor in den hohen Stadtmauern von Jerusalem führt: Brücke.

Uta: Eine Brücke muss man auch überwinden.

Jean: viele Leute.

Uta: Viele Leute sind hier unterwegs.

Jean: ja.

Uta: nicht nur du!

Jean: nee.

Uta: nee. Die wollen alle in die Stadt.

Jean: ja.

Uta: hm. In welcher Stimmung sind denn diese Menschen?

Jean: beschäftigt.

Uta: hm. Haben es alle eilig, ne?

Jean: ja.

Uta: Hast du es auch eilig?

Jean: nein.

Uta: nee. Macht dir das Spaß, hier lang zu gehen?

Jean: ja.

Uta: Ist spannend, ne? Guckst du noch mal, ob du alleine bist?

Jean: Kinder.

Uta: Ein Kind ist bei dir?

Jean: mehrere …

Uta: Mehrere Kinder sind bei dir. Ihr seid mehrere? Große und Kleine?

Jean: ja.

Uta: Und ihr wollt euch alle die Stadt anschauen?

Jean: ja.

Uta: Oder etwas, was dort in der Stadt stattfindet?

Jean: etwas, was dort stattfindet.

Uta: aha. Gehen wir mal dahin? Bei drei sind wir dort, wohin ihr wolltet: eins … zwei … drei, jetzt, bitte. Wo sind wir denn jetzt.

Jean sieht Jesus im Tempel, wild mit den Armen gestikulierend: Wir schauen Jesus zu.

Uta: Ja, ihr schaut ihm zu. Wie ist er, beschreib ihn mal.

Jean: Er gestikuliert.

Uta: hm. Kannst du verstehen, was er sagt?

Jean: nein.

Uta: nein. Aber kannst du spüren, wie er ist?

Jean: Er ist zornig.

Uta: Der ist zornig!

Jean: aufgeregt.

Uta: oha! Wo ist er denn genau. Guck dich mal um. Wo seid ihr denn jetzt gerade?

Jean gibt zu, was er schon länger wusste: Tempelszene.

Uta: Das ist die Tempelszene. Und du stehst hier mit deinen Freunden und Freundinnen. Ja?

Jean: ja.

Uta: Hattest du das vor, wolltest du ihn treffen? War das dein Ziel?

Jean: Ich weiß es nicht.

Uta: Du weißt nicht. Dieser zornige Mann, da vorne, wolltest du den treffen?
Jean: nicht so.

Uta: Nee, das hast du nicht erwartet, dass der zornig ist. Wie fühlst du dich denn jetzt?

Jean: enttäuscht.

Uta: hm. Was hast du gehört, wie er ist?

Jean: ein Rabbi.

Uta: Ich habe den Eindruck, dass du einen guten Grund hattest, ihn zu suchen, kann das sein? Dass du einen wichtigen Grund hattest. Dass etwas zu Hause ist, was wichtig ist.

Jean: Wir wollten, dass er kommt.

Uta: aha. Hm, hm. Zu euch.

Jean: Die Mutter ist krank.

Uta: ja. Den Eindruck habe ich auch. Gehen wir mal dahin? Gehen wir mal in dein Zuhause, bei drei: eins … zwei … drei, dein Zuhause.

Jean: Die Mutter ist krank.

Uta: ja. Beschreib mal genau. Wo liegt die Mutter?

Jean: Sie liegt auf einer Pritsche.

Uta: hm. So wie Stöcke, die zusammengebunden sind zu einer Art Bett, hm?

Jean: ja.

Uta: hm.

Jean: Hat graues Haar.

Uta: hm. Fiebert sie? Ihr Gesicht ist so feucht.

Jean: ja.

Uta: Was ist denn das für ein Raum, hier? Beschreib mal den Raum.

Jean: dunkel.

Uta: hm. Ist ein Fenster oder etwas Ähnliches da?

Jean: vorne.

Uta: Wer ist alles hier bei deiner Mutter? Wie viele Menschen sind hier ungefähr?

Jean: Kinder.

Uta: Kinder, ne, viele Kinder. Und du selber, wie alt bist du?

Jean: Nicht ganz erwachsen.

Uta: hm. Kann es sein, dass du die Älteste oder fast die Älteste bist?

Jean: die Älteste.

Uta: Die anderen sind jünger?

Jean: ja.

Uta: Habt ihr einen Vater?

Jean denkt sich, natürlich haben wir einen, was denn sonst: Weiß nicht.

Uta: hm. Ist egal. Wovon lebt Ihr denn?

Jean: Betteln.

Uta: hm. Ihr geht hin und wieder in die Stadt zum Betteln.

Jean: ja.

Uta: schon immer?

Jean: nein.

Uta: sondern? Seit wann bettelt ihr?

Jean: seit Mutter krank ist.

Uta: ja. Und sie ist schon länger krank oder erst kürzer?

Jean: kürzer.

Uta: hm. Kannst du mit deiner Mutter noch reden? Ist sie ansprechbar?

Jean: ja.

Uta: Hast du Angst?

Jean: ja.

Uta: weshalb?

Jean: Ich habe die Verantwortung.

Uta: hm. Du allein. Die Mutter kann nichts mehr schaffen?

Jean: nein.

Uta: Und du, bist du es, die auf die Idee kommt, zu diesem Jesus zu gehen, diesem Rabbi?

Jean: Mutter.

Uta: Mutter sagt es, Mutter schickt dich hin.

Jean: ja.

Uta: hm. Was hältst du denn davon?

Jean: einverstanden.

Uta: hm. Also macht ihr Euch auf den Weg.

Jean: ja.

Uta: Was soll der Rabbi tun, die Mutter heilen?

Jean: ja.

Uta: Wir gehen wieder dorthin, wo du ihm begegnest, wo du ihn siehst. Bei drei bist du dort: Eins … zwei … drei, jetzt bitte. Nun, da ist er, ne?

Jean: Ja, er wirft die Tische um.

Uta: Und das soll ein Heiliger sein? Gehst du hin zu ihm?

Jean: ja.

Uta: Du gehst näher. Sieht er dich?

Jean: ja. Wir reden.

Uta: Was sagt er? Schau seine Augen an. Wie schauen sie auf dich?

Jean: Ich verstehe ihn.

Uta: Du verstehst seinen Zorn jetzt?

Jean: sein Blick. Er versteht.

Uta: Er versteht.

Jean: Er geht mit uns.

Uta: hm. Ja, er geht mit Euch? Wirklich? Und dann? Darf ich dir ein wenig helfen?

Jean: ja.

Uta: Geh noch mal in diesen Blick. In diesen Augenblick. Du hast ihm gesagt, worum es geht.

Jean: ja.

Uta: Und jetzt schaut er dich an, und er versteht, wie dich noch nie einer verstanden hat.

Jean: ja.

Uta: Geh rein, jetzt musst du gut hingucken, denn wir müssen das hier verstehen. Geht er wirklich mit?

Jean: nein.

Uta: hm. Aber es geht etwas von ihm mit, kann das sein? Macht er was mit dir?

Jean: ja.

Uta: Was macht er mit dir?

Jean: Liebe.

Uta: aha. In dir verändert sich was, wo ist deine Angst?

Jean: weg.

Uta: aha. Fühl da mal wieder rein. Ganz klein geschrumpft ist die Angst. Wie fühlt sich das stattdessen an, da, wo die Angst bis jetzt gesessen hat, da in der Brust, wie fühlt sich das an?

Jean: Freude.

Uta: ja. Verrückt, ne?

Jean: Friede.

Uta: ganz verrückt. Du könntest singen, so freust du dich. Wird deine Mutter aber gesund sein, wenn du heimkehrst?

Jean: nein.

Uta: nein. Und dennoch freust du dich? Was hat er dir da mitgeteilt?

Jean: Es ist nicht meine Verantwortung.

Uta: hm. Ja. Irgendwie hat er es dir geschafft, Zuversicht zugeben, obwohl nichts besser sein wird. Das hat er geschafft.

Jean: durch seinen Blick.

Uta: Nur durch die Art, wie er dich angesehen hat. Hat er eigentlich überhaupt was gesagt? Oder ist das alles von Seele zu Seele gegangen?

Jean: Ich hab seine Hand gehalten.

Uta: hm. Und dann wusstest du alles. Fühl mal rein. Hm. Das kennst du, ne? Ist gut. Ist gut, reicht. Dann jetzt ein bisschen in die Distanz, bitte.

Deine Geschwister, sind die dabei? Haben sie Euch beobachtet?

Jean: ja.

Uta: ja. Wie schauen denn die?

Jean: ehrfürchtig.

Uta: hm. Tja, die haben irgendwie gefühlt, dass da etwas Besonderes passiert. So gesehen geht ein Stück von Jesus mit. Sein Mut begleitet dich und seine Liebe, ja? Ich möchte, dass wir jetzt weitergehen, wir gehen dorthin, wo du heimkehrst zu deiner Mutter, bei drei: eins … zwei … drei, jetzt. Wie geht es dir?

Jean: Ich bin bei ihr. Meine Hand ist auf ihrer Stirn. Sie umarmt mich.

Uta: gut. Wie geht’s ihr?

Jean: Sie stirbt.

Uta: hm. Ja, sie stirbt. Ist sie noch so traurig und verzweifelt?

Jean: nein.

Uta: Was macht deine Hand auf Ihrer Stirn da?

Jean: Ich gebe weiter.

Uta: hm, hm. Was denn?

Jean: Was mir Jesus gegeben hat.

Uta: hm, hm. Ja. Wie fühlt sich das an?

Jean: Glück.

Uta: ja. Glück. Leidet deine Mutter in der Stunde ihres Todes?

Jean: nein.

Uta: Weil du weitergegeben hast.

Jean: ja.

Uta: Wir gehen zum nächstwichtigen Ereignis in diesem Leben. Das Nächstwichtige bei drei: eins … zwei … drei, jetzt bitte. Wo bist du? Schau auf deine Füße. Die Füße bitte, und worauf du stehst, beschreib mir das.

Jean: Steinplatten.

Uta: hm. Bist du immer noch ein junges Mädchen?

Jean: nein.

Uta: sondern? Guck mal nach.

Jean: Ich bin erwachsen.

Uta: hm. Und da sind Steinplatten, hier. Was trägst du für Kleidung?

Jean: Schwarz.

Uta: hm. Bist du alleine?

Jean: nein.

Uta: Sind hier noch andere mit dir?

Jean: ja.

Uta: hm. Diese Steinplatten, was ist denn das hier, wozu gehört das? Guck dich um, was ist um uns herum zu sehen?

Jean: Felsen.

Uta: hm. Grob sieht das aus, ist das rund? Oder glatt, oder was ist das? Guck nach oben, ist das ein geschlossener Raum? Was ist das hier?

Jean: Theater?

Uta: eine Art Theater. Ist das offen nach oben hin?

Jean: ja.

Uta: hm. Wo genau befindest du dich hier? In einem Raum oder unten in einem Theater, beschreib mir mal, wo du bist. Ist das ein Amphitheater?

Jean: Arena.

Uta: eine Art Arena. Und bist du ein Zuschauer?

Jean: Ich stehe unten.

Uta: Du stehst unten. Hm. Mit anderen.

Jean: ja.

Uta: hm. Wie geht es dir in diesem Moment?

Jean: gut.

Uta: hm. Die anderen, die hier stehen, was empfindest du für sie?

Jean: Mitleid.

Uta: Kennst du sie?

Jean: den Mann mit dem Bart.

Uta: Den kennst du. Magst du den gern?

Jean: ja.

Uta: Was wird hier geschehen? Werdet ihr getötet?

Jean: Löwen.

Uta: Löwen kommen.

Jean: ja.

Uta: Ich spüre, dass du Angst hast, aber ich spüre trotzdem eine große Ruhe, kann das sein?

Jean: ja.

Uta: hm. Dieses wird also das Ende dieses Lebens sein, ja?

Jean: ja.

Uta: Dann möchte ich dich fragen, ob es noch ein weiteres wichtiges Ereignis in diesem Leben gab, das wir uns anschauen sollten.

Jean: ja.

Uta: Dann möchte ich, dass wir dort hingehen, bei drei: eins … zwei … drei, jetzt. Wo bist du jetzt?

Jean: die Kreuzigung.

Uta: hm. Beschreib es.

Jean: Jesus trägt das Kreuz hoch.

Uta: Wo bist du? Wo bist du denn?

Jean: kurz bevor das Kreuz aufgestellt wird.

Uta: hm. Stückchen drunter, ne?

Jean: ja.

Uta seufzt: Du bist ja noch ein junges Mädchen. Und da hast du so was schon mit ansehen müssen. Er geht an dir vorbei?

Jean: ja.

Uta: Wie fühlt sich das an?

Jean: furchtbar.

Uta: Geh mal rein. Wie fühlst du dich? Ich hab das Gefühl, als ob du schreien möchtest.

Jean: Alles, was mir wichtig war, wurde zerstört.

Uta: hm. Da stirbt deine Hoffnung.

Jean: ja.

Uta: ja. Da stirbt sie jetzt. Was machen sie? Beschreib, was du siehst.

Jean: Jesus wird an das Kreuz genagelt.

Uta: hm. Schreit er?

Jean: ja.

Uta: Er stirbt nicht heldenhaft. Er schreit.

Jean: ja.

Uta: wie ein Tier.

Jean: ja.

Uta: Und die Menschen um dich rum, wie sind sie?

Jean: entsetzt.

Uta ganz still: Deine Mutter ist schon gestorben, nicht wahr?

Jean: ja.

Uta: Wo stehst du genau?

Jean: am Kreuz.

Uta: hm. Direkt dran.

Jean: ja.

Uta: Ich sehe seine Augen. Hat er dich noch mal angesehen?

Jean: ja.

Uta: Beschreib das.

Jean: Sein Körper ist Schmerz, seine Augen Mitleid.

Uta: ja. Ja. Spürst du seine Liebe? Durch seinen Schmerz?

Jean: ja.

Uta: Was macht das in dir?

Jean: Es gibt mir Mut.

Uta: ja. Das gibt dir große Kraft. Wir gehen weiter. Aus dieser Erinnerung.

Wir gehen weiter. Zum nächst wichtigen Ereignis deines Lebens. Das Nächstwichtige bei drei: eins … zwei … drei, jetzt. Wo bist denn du?

Jean sieht einen längeren, hellen Tunnel im ockerfarbenen Fels, der zu einem Höhlenraum führt, der ein Loch nach draußen hat, wodurch Licht durchscheint: Höhlen.

Uta: hm. Wie geht’s denn dir?

Jean: verstecken.

Uta: ja. Du versteckst dich. Allein?

Jean: nein.

Uta: Nein, wer ist denn noch bei dir?

Jean: meine Geschwister.

Uta: Nur noch ihr oder sind da auch noch andere bei euch hier in den Höhlen?

Jean: weitere.

Uta: hm. Solche, wie ihr es seid?

Jean: Christen.

Uta: hm. Das sind alles deine Brüder und Schwestern hier?

Jean: und noch viel mehr.

Uta: noch viel mehr. Wie geht es euch miteinander?

Jean: Wir sind … wir treffen uns heimlich.

Uta: hm. Und zwar hier, ne? In diesen Höhlen, eurem Versteck. Und was macht ihr da?

Jean: Wir sitzen und hören zu.

Uta: wem?

Jean: jemandem, der predigt.

Uta: hm. Das sind Unterschiedliche, die predigen.

Jean: ja.

Uta: hm. Ihr redet über Jesus?

Jean: ja.

Uta: hm. Wie versteht ihr euch miteinander?

Jean: Wir sind eine Gemeinschaft.

Uta: hm. Leidest du und deine Geschwister noch Not? Bettelt ihr noch?

Jean: nein.

Uta: nein. Du bist auch älter geworden und deine Geschwister auch.

Jean: ja.

Uta: hm. Was arbeitest du denn?

Jean: Bäcker.

Uta: als Bäckerin? Oder bist du schon verheiratet?

Jean: Ich weiß nicht.

Uta: Das ist eine Bäckerei, ne?

Jean: Ich mache Brot.

Uta: Das riecht gut, das Brot, das du machst. Machst du das gern?

Jean: ja.

Uta: Wie geht es dir?

Jean: Mir geht es gut, aber ich bin traurig.

Uta: warum?

Jean: Wegen dem, was ich erlebt hab.

Uta: Das hört nicht auf …

Jean: nein.

Uta: Geht es allen so, dass die Trauer nicht aufhört?

Jean: Deswegen treffen wir uns.

Uta: Wie lange ist das jetzt her, dass er gestorben ist?

Jean: 20 Jahre.

Uta: hm. Und die Sehnsucht zu ihm hört nicht auf?

Jean: nein. Im Gegenteil.

Uta: Sie wird größer bei dir?

Jean: ganz doll.

Uta: Gibt es einen Menschen, der dir besonders viel bedeutet? Außer ihm?

Jean: ja.

Uta: ja. Wer denn?

Jean: meinen Ehemann.

Uta: hm. Ich sehe jemanden, der hin und wieder auch euch lehrt oder predigt, ja?

Jean: ja.

Uta: ja. Der kommt nicht regelmäßig, aber wenn er da ist, dann scheinst du dich sehr zu freuen.

Jean: ja.

Uta: hm. Hast du jemals eine eigene Familie gegründet? Schau nach.

Jean: ja.

Uta: hm. Und dennoch bist du traurig? Hm. Nun möchte ich, dass wir schauen, ob es noch irgendetwas sehr Wichtiges gibt, was wir uns ansehen sollen. Falls es noch irgendetwas Wichtiges gibt, wirst du es bei drei sehen: eins … zwei … drei, jetzt, bitte.

Jean sieht eine ockerfarbene Steinbrücke: Brücke.

Uta: eine Brücke. Hm. Wo bist du?

Jean: Jemand wird über die Brücke gestoßen.

Uta: hm? Wer denn?

Jean: eine Frau.

Uta: hm. Du beobachtest das?

Jean: ja.

Uta: nur diese eine Frau?

Jean: Sie wurde vergewaltigt.

Uta: hm. Von wem denn?

Jean sieht römische Soldaten mit Helmen, auf denen sich ein roter Kamm befindet: Soldaten?

Uta: hm. Römische Soldaten. Am helllichten Tag?

Jean: ja.

Uta: In aller Öffentlichkeit haben sie das gemacht. Dürfen die das?

Jean: nein.

Uta: Und nach dem römischen Gesetz, dürfen sie es da?

Jean: nicht nach meinem Gesetz.

Uta: nein. Sie dürfen das nicht. Und dennoch tun sie es. Wie kann das sein?

Jean: Keiner sagt was.

Uta: aha. Wo kein Kläger, da kein Richter?

Sie tun euch vieles an. So vieles. Und du siehst zu, wie da eine Frau vergewaltigt und anschließend über eine Brücke geworfen wird. Wie geht’s dir damit?

Jean: Ohnmacht. Wut. Hass.

Uta: Wut. Hass. Aber wie! Wer ist denn die Frau, die da über die Brücke geht? Hast du sie gekannt?

Jean: ja.

Uta: hm. Wer ist das? Ist das eine deiner Schwestern?

Jean: ja.

Uta: Und was tust du jetzt? Was machst du?

Jean: Ich ziehe fort?

Uta: Darf ich helfen? Du musst jetzt gucken. Du musst gucken, um es zu verstehen. Jetzt gucken wir mal genau hin:

Dort, wo deine Schwester über die Brücke geworfen wird, das ist nicht ganz die Mitte der Brücke, ne?

Jean: ja.

Uta: hm. Und du stehst so ungefähr am Anfang der Brücke.

Jean: ja.

Uta: Kannst du mal gucken, was du in der Hand hast?

Jean: einen Stein.

Uta: hm. Was machst du?

Jean: Ich werfe auf die Soldaten.

Uta: ja. Siehst du, wie du zur Furie wirst?

Jean: ja.

Uta: Spürst du deine Wut?

Jean: ja.

Uta: was geschieht?

Jean: Sie überwältigen mich.

Uta: hm. Es ist aber auch was passiert. Einer der Steine hat was angerichtet?

Jean: einem Soldaten ins Auge.

Uta: ja. Jetzt haben sie dich auch. Wie geht’s dir?

Jean: Ich werde vergewaltigt.

Uta: Aber dich werfen sie nicht über die Brücke.

Jean: nein.

Uta: Du wirst gefangen genommen.

Jean: ja.

Uta: Darf ich dir ein wenig helfen? Ich sehe dich in einer Art Kerker sitzen.

Jean: ja.

Uta: mit anderen. Da ist ein Mann mit einem hellen Bart, ein weißer Bart. Redet der mit dir? Kann das sein?

Jean: ja.

Uta: Wie geht es dir mit der Tatsache, dass du einen römischen Soldaten schwer verletzt hast und deshalb jetzt hier gefangen bist und zum Tode verurteilt? Wie geht’s dir damit?

Jean: Es ist gut so.

Uta: Bist du zufrieden damit?

Jean: ja.

Uta: Was aber werden deine Kinder jetzt erleben? Was die anderen der Gemeinde? Wirst du ihnen nicht fehlen?

Jean: doch. Aber ich hab mich gewehrt.

Uta: Du hast dich gewehrt. Und das ist gut so. Ja?

Jean: Das war für mich so wichtig.

Uta: hm. Der Mann mit dem hellen Bart, wie schaut er dich an?

Jean: freundlich. Besorgt.

Uta: hm. Stimmt er dir in deiner Meinung zu, dass es richtig und gut war, dich zu rächen? Tut er? Nein!

War seine Meinung wichtig für dich? Und er stimmt dir nicht zu. Wie fühlt sich das an?

Jean: Es zerreißt mich.

Uta: ja. Genau. Das zerreißt dich. Hm. Ok, das ist verständlich.

Ich möchte, dass wir jetzt zum Ende dieses Lebens gehen, von außen betrachten, was geschieht. Nur beobachten. Aus sicherer Distanz. Was geschieht? Woran stirbst du?

Jean: Löwen.

Uta: hm. Hat es dir wehgetan?

Jean: nein.

Uta: hm. War ganz schnell, ne? War ganz schnell.

 

Wir gehen jetzt auf die Jenseitsebene, bei drei bist du auf der Jenseitsebene: eins … zwei … drei, jetzt.

Mansul steht da und er hat einen silbernen Becher in der Hand …

Und in dem Becher ist alle Vergebung des Universums. Und er schaut dich an und lächelt:

“Nun, Freund, was hast du dir selber zu vergeben? Was meinst du?“

 

Jean: Ich hab mich so verhalten wie jene, denen ich das vorgeworfen habe.

Uta: hm. Deine Wut hat dich blind gemacht. Blind. Wütend. Und damit bist du so geworden, wie die waren?

Glaubst du das? Wollen wir schauen, ob das stimmt? Hast du den Mut, zu schauen, ob das wahr ist?

Jean: ja.

Uta: Dreh dich um …

Dort steht deine Schwester, die vor deinen Augen getötet wurde. Magst du ihr zuhören?

Jean: ja.

Uta: “Liebste Schwester, dass was geschehen ist, ist so vielen von uns geschehen, so vielen. Das ist deshalb geschehen, weil keine den Mut hatte, sich zu wehren, nicht eine. Es war so leicht, es war so einfach, uns zu vergewaltigen, es gab keine Beschwernisse dadurch. Sie fingen uns ab, wenn wir Wasser holten, und sie nahmen eine nach der anderen, eine nach der anderen …

Und ich habe zugesehen wie alle anderen. Du hast nicht zugesehen. Du hast dich gewehrt. Und weil du dich gewehrt hast, war es nicht mehr leicht, uns abzufangen, wenn wir Wasser holten.

Es wurde gefährlich! Da haben sie es sein gelassen, denn so viel war es ihnen nicht Wert. Verstehst du? Sie haben es gelassen. Weil es ihnen so viel Risiko nicht Wert war.

Zwölf Frauen wurden vor mir vergewaltigt, zwölf. Und das war nur möglich, weil wir alle, alle, alle geschwiegen haben. Und es wären weitere zwanzig gewesen, hättest du nicht eingegriffen. Ich danke dir im Namen der Zwölf, die du durch deine Wut wieder in ihre Ehre gebracht hast.

Und ich danke dir, für die Zwanzig, die nach mir gekommen wären.

Die du vor diesem Schicksal bewahrt hast. Durch deine Wut.”

Sie zieht sich zurück.

Da steht noch jemand.

Jean: der römische Soldat.

Uta: “Hm. Du hast mich verletzt, so wie ich verletzt habe. Ich habe keinen Groll auf dich. Ich habe mich gewundert, dass ihr jüdischen Frauen in der Lage seid, euch zu wehren. (Lacht.)

Ich glaube, meine Verblüffung war stärker als mein Schmerz. Ich war grob in diesem Leben. Ich sah nur mich. Es führt zu weit, es dir zu erklären …

Ich möchte nur, dass du weißt, dass ich dir nicht im aller Geringsten etwas nachtrage. Aber verwundert, das hat mich deine Wut schon. Es ist gut, dass es Grenzen meiner Macht gab. Das war sehr vernünftig, mir eine Grenze zu setzen. Ich danke dir dafür.

Ich hab das Ganze überlebt, auf einem Auge blind. Das schadet einem Soldaten nicht.”

Da ist noch jemand. Wer ist hier noch?

Jean: Jesus.

Uta: Der ist ohnehin hier. Aber der sagt nichts, der lächelt nur. Aber ganz nah bei ihm dran hält sich noch jemand auf …

Der das dringende Bedürfnis hat, dich um Verzeihung zu bitten. Du magst nicht hinschauen? Es ist der Mann mit dem hellen Bart. Siehst du ihn jetzt? Wie schaut er dich an?

Jean: Er ist traurig.

Uta: ja. Darf ich für ihn sprechen?

Jean: ja.

Uta: “Ich hätte das nicht tun dürfen und dir sagen, dass du auf der gleichen Stufe stehst wie deine Peiniger. Was hab’ ich da nur gemacht? Ich habe gedacht, meine Liebe sei Jesus’ gleich.

Das ist sie nicht. Das war sie nicht!

Sonst hätte ich verstanden, dass es einen gerechten Zorn gibt. Und eine heilige Wut …

Du hast unseren Herrn so kennengelernt, wütend und zornig. Und trotzdem voller Liebe. Und ich habe ihn falsch verstanden. Ich hab’ das nicht verstehen wollen.

Ich hatte Angst davor, dass unser Volk wütend wird und dann untergeht. Mir war es lieber, alle schwiegen und beugten sich der Macht.

Jean: so wie die Frau.

Uta: „ja. So wie die Frau. Nicht du warst deinen Peinigern gleich, sondern ich war es! Ein Wolf im Schafspelz, das war ich. Ich bitte dich, verzeih mir meine Schuld an dir”.

Kannst du ihm den Becher der Vergebung reichen?

Jean: ja.

Uta: Nimmt er ihn an?

Jean: ja.

Uta: Kannst du nun aus dem Becher der Vergebung trinken?

Jean: ja.

Uta: Dann tu es.

Mansul sagt: “In Zukunft werde ich mich darüber freuen, einen heiligen Zorn als Teil meines Wesens zu haben. Sag das. Sprich mir nach.”

Jean: In Zukunft werde ich mich darüber freuen, einen heiligen Zorn als Teil meines Wesens zu haben.

Uta: “Denn darin bin ich ein Bruder Jesu’.”

Jean: Denn darin bin ich ein Bruder Jesu’.

Uta: Gut. Wie fühlt sich das an?

Jean: Gut.

Uta: ja. Und nun frag ich dich: Gibt es hier irgendjemanden, den du aus deinem heutigen Leben als Jean kennst, der hier steht. Bei drei weißt du es, ob es jemanden gibt oder nicht: eins … zwei … drei, jetzt.

Jean: Sandra.

Uta: Sandra? Wer ist Sandra?

Jean: der Mann mit dem Bart.

Uta: hm. Ja. Gut. Wie schaut der Mann mit dem Bart denn jetzt?

Jean: Er lächelt.

Uta: hm. Jetzt lächelt er. Und nun verabschieden wir uns von diesem Teil deines Selbstes. Wir danken dieser Frau. Sie hat sehr weise gehandelt. Und in ganzer Liebe. Selbst da, wo sie sehr zornig war.

Und wir gehen jetzt als Jean, Uta und Mansul zurück zum Fahrstuhl. Der Fahrstuhl wird uns über zehn Ebenen zurück zum Hier und Jetzt führen.

Wir betreten ihn, die Türen schließen sich, und ich zähle rückwärts von zehn bis eins. Bei eins sind wir im Hier und Jetzt:

Zehn … neun … acht … sieben … sechs … fünf … vier … drei … zwei … eins.