Sterbens

1014: Jenseitsebene 1 – Das Erleben des Sterbens und des Todes

Jenseitsebene 1

Das Erleben des Sterbens und des Todes

Es geht heute um den Tod selbst, um das Erleben des Todes.

Elia

Ihr müsst wissen, dass, sobald das Sterben einen bestimmten Punkt überschritten hat, eine Situation eintritt, die irreversibel ist.

Von da an steht der Tod fest. Und der Betroffene spürt, wie sein Bewusstsein sich mehr und mehr aus seinem Körper löst.

Wenn ihr euch heute fühlt, so fühlt ihr euch mehr oder weniger eins mit eurem Körper. Ihr identifiziert euch mit euren Gefühlen und den Signalen, die der Körper euch gibt.

Ist der Zeitpunkt des Todes gekommen, so löst sich dieses Empfinden, dass dieser Körper zu euch gehört, auf. Er wird zu dem Körper, dort.

Und die Distanz zwischen eurem Ich und dem Körper wird größer und größer. Dies ist immer so, aber es geschieht unterschiedlich schnell.

Es gibt Tode, in denen dieser Vorgang etappenweise stattfindet, und es gibt Tode, in der die Erkenntnis, außerhalb des Körpers zu sein, sehr plötzlich stattfindet.

Das ist nicht abhängig von der Todesart. Sondern es ist abhängig von einer bestimmten Form des Bewusstseins.

Verbunden mit der Loslösung des Körpers ist ein Gefühl von Freiheit, von Leichtigkeit.

Es ist wie ein Zug, der entweder aus eurem Bauchbereich zieht oder aus eurem Rücken zieht, ein angenehmer Zug. Es ist etwa vergleichbar mit einem kräftigen Niesen. Nur eben sehr viel länger. Auch ein Niesen ist eine Befreiung.

Ihr erlebt diesen Vorgang grundsätzlich immer und bei jeder Todesart als Befreiung.

Und nun kommen wir zu einem entscheidenden Punkt.

Diese Befreiung, dieses Empfinden des Zuges hat als Folge eine Entscheidung: Entweder ich begebe mich in diesen Zug der Befreiung hinein oder es erschreckt mich schrecklich und ich versuche, eine Distanz dazu zu bekommen. Das ist sehr individuell.

Wer sich in diesen Zug hineinbegibt, in diesen Zug des Befreit seins, der ist wie einer, der zum allerersten Mal in ein tiefes Wasser springt. Er weiß nicht, was ihn erwartet.

Menschen, die ein großes und grundsätzliches Vertrauen haben in das Leben selbst, die wagen diesen Sprung, für die ist es kein Problem zu springen. Sie springen und für sie erleben etwas Wunderbares.

Menschen aber, die gelernt haben, vorsichtig sein und zögerlich, die misstrauisch sind oder deren Herz beschwert ist mit Sorgen, mit Neid, mit Angst, die versuchen, diesen Zug von außen zu betrachten.

Es ist, als würden sie sagen: Da ist etwas, was ist denn das?
Und in dem Moment sind sie schon außerhalb dieses befreienden Gefühls.

Und damit beginnen die Probleme, die wir den Belt nennen.

Das ist unterschiedlich lang, wann jemand sich traut, wieder in diesen Zug hineinzugehen. Und es ist unterschiedlich, was die einzelne Seele bewegt, sich ganz in diesen Zug hineinzulassen.

Ihr habt gesehen, dass, wenn eine Seele im Belt ist, es unter Umständen von unserer Seite viele Anreize braucht, um die Seele zu veranlassen, sich in diesen befreienden Zug zu begeben.

Das kann der Anblick von Verwandten oder Geliebten sein, das kann der Anblick von religiösen Vorstellungen sein, was immer auch geeignet ist, ein Gefühl des Glücks zu erzeugen, ist geeignet, die Seele in diesen Zug hinein zu begeben.

Was ist nun dieser Zug?
Ein Sog, etwas löst sich, nämlich eure Seele, euer Bewusstsein, aus der Schwere und der Last der Materie. Es kommt in einen Zustand, den ich als euer eigentliches Sein bezeichnen möchte.

Ähnlich Zustände erfahrt ihr, wenn ihr zwischen Einschlafen und Schlaf hineingleiten in Schlaf. Auch hier – und alle, die schlecht einschlafen können, wissen, was ich meine – findet eine Entscheidung statt.

Auch im Moment zwischen Wachen und Schlafen entscheide ich mich, ob ich mich hinein begebe in das Bewusstsein des Schlafs.

Irritiert mich etwas – habe ich Sorgen, bin ich aufgeregt, habe ich Angst vor einem Albtraum – vermeide ich es, diesem Zug, der mich in den Schlaf hineinzieht, nachzugeben.

Und das Gleiche erleben Sterbende im Moment des Todes: Sie entscheiden, ob sie dem Tod nachgeben oder ob sie noch außerhalb bleiben.

Ihr kennt vielleicht den Satz: Mich flieht der Schlaf noch immer.
Und so empfinden es auch manche Sterbende: Mich flieht der Tod noch immer.
Weil zu viel Beschwernis da ist.

Ich möchte, dass all jene, die Sterbende begleiten und den Moment des Todes miterleben, mit ihren Verstorbenen, mit ihren gerade eben Verstorbenen reden.

Ich möchte, dass sie ganz ruhig mit ihnen sprechen und sagen: Geh, du Lieber, folge dem Zug, geh ganz rein in das befreiende Gefühl, dass du jetzt hast.

Geh, du Lieber, geh in die Liebe, die du fühlst, du bist ganz bei dir, alles ist ganz gut.
Bitte geh nun, du bist da, wohin du gehörst, wenn du dahin gehst, wohin es dich zieht.

Dieses, so formuliert oder in ähnlicher Weise, hilft dem soeben Verstorbenen ganz außerordentlich, den ersten Sprung in jenes Wasser zu wagen, das wir Ewigkeit nennen oder Jenseits.

Das Nächste, was im Empfinden eines Sterbenden kommt, dass, was nach der ersten Begegnung mit diesem Zug kommt, ist ein Augenblick unglaublicher Erweiterung.

Er spürt, wie der sich entfaltet, wie er weiter und weiter wächst, wie er alles wird, was ist. Er ist dann alles, was er je war, alles ist präsent, sein ganzes Leben ist präsent und darüber hinaus ist die Unendlichkeit präsent.

Und er erfährt als Wahrheit, als tiefste Wahrheit, dass er und alles, was ist, eins ist.

Auch dieses ist ein Augenblick, in dem die Seele sich erschrecken kann und eine Angst sie überfällt vor der Größe dessen, was ihr begegnet.

Es ist so unsagbar schön, dass es sie erschreckt, falls sie nicht darauf vorbereitet ist.
Und darum sprecht mit denen, die gerade verstorben sind und sagt ihnen:

Du Lieber, die ganze Liebe, die du fühlst, alles, was du fühlst, das bist du.
Du bist so groß, die bist so weit, du bist so frei, alles das, was ist, bist du…

Dann, wenn die Seele dieses sich Entfalten erlebt hat und erlebt hat, wie groß sie in Wahrheit ist, wie frei sie nun ist, dann begegnet sie, wie in einer Gegenreaktion, einer Verengung, einer Kulminierung, einer Verfestigung all ihrer Energie.

Und sie wird sich empfinden so voller Kraft, so voller konzentrierter Kraft, als wäre sie selbst eine Sonne. Und auch dies kann eine Seele erschrecken.

Und es ist gut, wenn ihr dem soeben Verstorbenen sagt: Du Lieber, du bist so stark wie eine Sonne, du bist so stark, dass deine Kraft reicht von einer Ewigkeit zur nächsten.

Du bist so stark, dass dein Licht strahlt bis ans Ende der Welt. Geh nun und leuchte wie diese Sonne.

Die Seele hört diese Dinge und es tut ihr gut und sie lässt es zu, dass diese Dinge mit ihr passieren, denn sie ist ermutigt durch eure Worte.

Indem die Seele diese drei Ebenen durchschritten hat, hat sie sich selbst erfahren.

Sie ist bei sich angekommen, ganz und gar bei sich.
Und nun beginnt die Zeit, in der sie sich erholt.

Dies ist die Phase, die ihr als ein halbes Jahr erlebt.
In dieser Phase erreicht ihr die Seele nicht.

Aber da wir ohne Zeit sind, könnt ihr trotzdem durch eure Gebete und durch eure Meditationen der Seele gut tun.

Alles, was jetzt dazu dient, dieser Seele zu danken für das, was sie getan hat, dieser Seele die Freiheit zu geben, sie aus der Verantwortlichkeit um euch zu lösen, das hilft ihr ungemein.

Aber es fällt in die Zeit nach diesem halben Jahr.
Auch wenn ihr es für richtig haltet, es in dem halben Jahr zu tun.

Die Erholung der Seele von allen Lasten, von allen Virusinfektionen findet dadurch statt, dass sie geradezu schwimmt in einem bloßen Sein. Es existiert nichts außer sie selbst, Sie erfährt sich vollkommen, sie erfährt ganz und gar das „Ich Bin“. Nichts sonst, nur das „Ich Bin“.

Dies ist kein Schlaf, dies ist keine Bewusstlosigkeit, sondern es ist tiefste Glückseligkeit.

Und die Seele ist so, in dieser Form, wenn ihr so wollt, Gott sehr, sehr nah.
Aber sie hat keinerlei Vorstellung, sie hat keinerlei Außen, alles, was sie empfindet, ist reines Sein.

Dies geschieht, um Prägungen und Strukturen, die ihr durch die Inkarnation aufgebürdet worden sind, die ihre Energie, ihre typische Energie manipuliert und verändert haben, wieder in die eigentliche, ursprüngliche Energiestruktur zurückzubringen.

Ich habe euch davon gesprochen, dass alle Dinge, mit denen wir zu tun haben, ihre Energie verändern, ihre Struktur verändern.
Und das gilt auch für die Seele: Solange sie im Irdischen ist. Hier unterliegt sie den Manipulationen anderer Energien.

Dass heißt, sie ist eigentlich nie und zu keiner Stunde – es sei denn, sie ist geübt, Meditationen zu machen – in ihrem eigentlichen Energieniveau.

Sondern: Ihre Schwingungen werden beeinflusst von den Ausstrahlungen anderer Energien und so kommt es zu Manipulationen. Damit ist sie nie ganz bei sich.

Dieses „Bei Sich Sein“ ist eine unglaubliche Befreiung und wird als äußerst angenehm empfunden. Und deshalb ist es wichtig, diesen Teil zu erleben.

Wenige, sehr wenige Menschen können diesen Zustand sofort nach dem Tod erleben. Sondern die meisten müssen sich in langsamen Etappen von den irdischen Manipulationen ihrer Energie lösen.

Der Körper ist die erste Lösung. Euer Körper, euer Genom beeinflusst das Energiemuster eurer Seele, er manipuliert es.

Eure Seele, solange sie sich im Körper befindet und sich mit dem Körper identifiziert, hat ihre Energiestruktur durch die Funktionen des Körpers verändert. Gerade im Tod geschieht das in einem großen Maß.

Das Sterben beeinflusst die Energiestruktur der Seele erheblich.
Der Tod bringt die Erlösung von dieser Beeinflussung.

Dann ist die Seele verändert worden durch jede Begegnung und jedes Ereignis, dass sie erlebt hat. Und hier findet die Erlösung statt, indem die Seele sich ganz in ihr „Ich Bin“ zurückzieht.

Das erfolgt zuerst über den Sog, dann über die Entfaltung, dann über die Kulminierung der Energie.

Wir kommen wieder zu dem Prinzip, von dem ich euch oft sprach, das Prinzip des Ausgleichs.

Jede Seele, die lebt, die inkarniert ist, bekommt sehr viel „Du“, sehr viel „Umfeld“.
Und was kann gegen die Prägung von sehr viel „Umfeld“ tun? Sehr viel „Ich“ setzen.

Eine Seele am Ende ihrer Inkarnation braucht das Bewusstsein für die eigene Seinsform, braucht das Bewusstsein für seine wahre Identität, für sein eigenes „Ich“.

Damit möchte ich für heute schließen.

Ich denke, wir haben hier einen Bereich, in dem es zu Fragen kommen wird, die mir sehr wichtig sind. Ich möchte kurze Erklärungen geben und dann die Fragen beantworten, die daraus entstehen.

Hajo: Das machen wir dann am Dienstag.

Elia: Genau. Ich denke, so können wir vorgehen.

Hajo: Dann fassen wir die Fragen zusammen.

Elia: Ich verabschiede mich für heute und wünsche euch einen schönen Abend. Und kümmert euch ein bisschen um euch selbst.

Hajo: Ja, genau, das Wochenende naht.
Ich wünsche dir ein schönes Sein