Schöpferkraft

1026: Das Jenseits – Jenseitsebene 5 – Die Schöpferkraft der Seelen (Teil 2)

Das Jenseits – Jenseitsebene 5 – Die Schöpferkraft der Seelen

Ich schilderte euch die fünfte Ebene als jenen Platz,
als jene Ebene, in der das Innere außen sichtbar gemacht wird.

Was innen ist, wird außen deutlich.

Elia

 

Elia: Fahren wir fort.

Ich schilderte euch die fünfte Ebene als jenen Platz, als jene Ebene, in der das Innere außen sichtbar gemacht wird.

Was innen ist, wird außen deutlich.

Stellt euch bitte vor, ihr würdet als Reisender in diesem fremden Land unterwegs sein.

Wir haben darüber gesprochen, wie es auf den ersten Ebenen ist. Wie sich ein Umfeld bildet, das den Gepflogenheiten des Verstorbenen entspricht und ihm wohl gefällt.

Nun würdet ihr wieder Verstorbenen begegnen.

Wohlgemerkt, ich zeichne euch ein Bild, das eurem irdischen Verständnis gleichkommt. Die Realität zu beschreiben, mangelt es an Worten in jeder von euren Sprachen.

Ein Reisender käme in eine weite Landschaft.

Und sie wäre erfüllt von Klang und Farben, von Formen und Gerüchen. Sie wäre überreich an allen Eindrücken, die die Seele gewinnen kann.

Stellt euch nun vor, ihr ginget durch ein Tal und es wäre bewachsen mit ganz seltsamen Blüten: wunderschön, aber bizarr und eigenartig.

Und jede Blüte hätte ihren eigenen Klang und es wäre, als würde eine Symphonie spielen.

Inmitten dieses Tales stünde ein kleines Haus.

Und auch dieses Haus wäre ein Wunderwerk der Formen und Farben und hätte seine eigene Melodie und Rhythmus.

Und dort würdet ihr einem Verstorbenen begegnen und er würde euch grüßen und sagen:

Willkommen, Fremder, in mir…

Denn das ist die Wahrheit: Das Tal, die Blüten, die Formen, die Klänge, alles das wäre nichts Anderes als er selbst.

Nur wäre es nun nach außen für andere sichtbar, merkbar, fühlbar, tastbar.

Freilich ist unser Verständnis der Erkenntnis nicht das über die Sinnesorgane, aber nehmt es als Bild.

Dieser eigenartige Willkommensgruß würde euch verwundern: „Was sagst du? Ich bin in dir?“

„Ja“, würde der Verstorbene sagen, „alles, was du siehst, alles, was du hörst, das bin eigentlich ich. Ich habe es nur verwandelt, ich habe allem, was ich bin, ein neues Gesicht gegeben, eine neue Form, eine neue Wirklichkeit.“

Und das wäre die Wahrheit.

Könnt ihr euch vorstellen, wie grenzenlos weit diese Ebene ist? Könnt ihr euch vorstellen, wie vielfältig die Eindrücke wären, die ihr dort sammeln würdet?

Und könnt ihr euch vorstellen, wie wahr die Darstellung jedes Einzelnen dort ist?

Wie sehr ihr erkennen könntet, wer jemand ist, wie jemand ist?

Nein, ihr könnt es nicht, aber vielleicht, vielleicht gelingt es euch in einer Meditation.

Stellt euch vor: Alles, was an Gutem in euch ist, könntet ihr nach außen bringen und ihm Form geben und Farben und Klänge.

Wäre das nicht wundervoll, wäre das nicht wunderschön zu erleben?

Das zu erleben, ist ein Labsal für die Seele. Und zu erleben, wie nicht nur ich selbst mich so darstellen kann, sondern Millionen anderer.

Und zu erleben, wie wunderbar es ist, was dort dargestellt wird, ist ein großes Wunder, dem der Jenseitige dort begegnet.

Das ist die fünfte Ebene.

Die fünfte Ebene ist die Ebene der Selbstdarstellung und damit auch in gewisser Weise auf neuer Ebene die Begegnung mit einem Du.

Nicht mit einem Du der Seelenfamilie, sondern mit neuen, fremden Du´s, eine große Bereicherung, eine großartige Erfahrung.

Hier allerdings, ihr Lieben, unterscheidet sich das Jenseits erheblich vom Diesseits.

Wenn ihr bei euch euch selbst darstellt, eure Phantasie zum Ausdruck bringt, euer Innerstes nach Außen kehrt, dann ist das eine Sache, die für euch durchaus mit Ängsten behaftet wird: Wird das, was ich darstelle, anerkannt? Findet es Beifall oder Verständnis?

Ihr wisst es nicht. Und es macht euch sehr zaghaft, es zu tun. Leider.

Wäret ihr wie Kinder, so würdet ihr es einfach machen um eurer selbst Willen, weil es Freude bereitet, weil es zum Mensch sein gehört. Kreativität gehört zum Mensch sein.

Aber ihr habt in euch den Konkurrenzkampf: Ihr seid, wenn ihr in eurer Kreativität keine Anerkennung und Aufmerksamkeit findet, gekränkt. Was ist denn da gekränkt?

Euer Ich! Denn das, was ihr da produziert, ist ja ein Teil von euch und wird es abgelehnt, so trifft es euch heftig.

Im Jenseits wird keine Schöpfung eines Selbstes abgelehnt, sondern staunend bewundert und mit Freude aufgenommen. Denn alles, was wir vom Anderen bekommen, ist ein Geschenk, dass wir in uns aufnehmen können, von dem wir uns bereichern lassen, inspirieren.

Es ist ein wunderschöner Zustand, hier zu sein.

Schaffensfreude ist das Grundgefühl dieser Ebene.

Und es ist eine große Freude, die wir dort erleben. Und ich wünschte, ich könnte euch vermitteln, wie schön es ist.

Einige von euch, wenigstens einige von euch kennen dieses Gefühl.

Und ich möchte euch alle, alle, wie ihr da seid, auffordern, jeden Tag wenigstens einmal eurer Schaffensfreude zu frönen.

Tätigkeiten können ganz unterschiedlich sein. Es gibt keine Bewertung: Was größer ist oder was kleiner.

Schaffensfreude kann entstehen, wenn jemand eine Tulpenzwiebel in die Erde senkt, aber auch, wenn er ein Lied komponiert.

Jeder von euch hat eine Gabe, wenigstens eine Gabe. Jeder von euch ist ein Schöpfer. Denkt doch nicht, dass es irgendeinen Menschen gäbe, der ohne Schöpferkraft wäre.

Aber eure Erziehung, eure Hemmungen, eure alten Lasten aus anderen Inkarnationen halten euch zurück, eure Schaffensfreude umzusetzen in eurem Alltag.

Bedenkt: Schaffensfreude kann auch in einem Detail liegen. Ein schön geschmückter Tisch verrät genauso viel Schaffensfreude wie eine Symphonie.

Es geht darum, bewusst zu schaffen. Viele, viele Dinge im täglichen Ablauf entsprechen eurer Schaffensfreude, aber ihr wisst es nicht. Ihr tut es mechanisch, nicht einmal intuitiv.

Ihr stellt zum Beispiel die Blumen in einer Vase genau an den richtigen Platz. Gerade dort ist sie schön und spiegelt eine von euren inneren Schönheiten.

Oder ihr ordnet euren Schreibtisch nach einem System, das harmonisch wirkt auf den Betrachter. Ihr tut es automatisch, ohne euch zu fragen, warum.

Es ist ein Teil eures Inneren. Eure innere Ordnung ist auch schön. Versteht ihr?

Es sind kleine Dinge genauso wichtig und wertvoll wie große.

Es ist lediglich die Frage, worauf ich mein Bewusstsein lenke: Nehme ich es bewusst wahr, was ich dort tue?

Oder tue ich es wie im Schlaf und merke gar nicht, dass ich mein Inneres nach außen kehre, dass ich ein Schöpfer bin aller schönen Werte?

Ihr seht: Das weite Land der Kreativität hat auch ein Ausdruck in eurer Welt.

Es mag manchem sehr eigenartig anmuten, wenn ich ihm sage: Du bist ein schöpferischer Geist. Aber es ist die Wahrheit.

Alle Hemmungen, die ihr auf der Erde habt, entfallen bei uns. Und alles das, was zugeschüttet war, wird wieder frei.

Wichtig ist diese Ebene im Hinblick auf die Vervollkommnung des Menschen: Jeder Mensch ist ein Schöpfer und wird es sein.

Und es ist sehr wichtig, dass er seine schöpferischen Potenziale erkennen kann. Er erkennt es auf dieser Ebene.

Ich möchte euch bitten, wenn ihr dieses lest: Wenn ihr Kinder habt, so achtet darauf, dass ihre Schöpferkraft niemals unterdrückt wird. Achtet ihre kleinen Werke. Habt Respekt davor und seid klug, lest darin.

Denn jede Art von Schöpfung ist ein von Innen nach Außen sichtbar machen.

Was eure Kinder in ihrer Seele empfinden, bringen sie nach außen, genau wie ihr. Wollt ihr eure Kinder verstehen, so lest ihre Bilder mit eurem Herzen.

So begreift ihr mehr über ihre aktuellen Probleme, als es mit Worten möglich ist.

Wollt ihr die Not eines Menschen verstehen und das Maß seiner Belastung, so achtet einmal darauf, wie schöpferisch er ist.

Bringt er Schönheit, Ordnung und Harmonie in sein alltägliches Umfeld?

Oder ist alles durcheinander, dunkel und belastet, bleibt vieles liegen?

Achtet er gar nicht darauf, was Schönheit ist?

Oder ist es gar kalt, leblos und ohne jede Phantasie?

Bedenkt immer, wenn ihr in das Umfeld eines Menschen kommt, das er selbst gestaltet: Sein Inneres prägt sein Außen.

Danke, Hajo, damit haben wir zur fünften Ebene genug gesagt.

Wir werden als Nächstes dann zur sechsten Ebene gehen.

Dort geht es darum, diese Schöpferkraft einzusetzen für andere. Dann geht es im Grunde um Verpflichtung und im weitesten Sinne um Arbeit.

Gut, dann bis zum nächsten Mal.