1105: Du bist als Liebende auf die Welt gekommen und dir wurde von Anfang an nicht geglaubt.

Du bist als Liebende auf die Welt gekommen
und dir wurde von Anfang an nicht geglaubt.

Das Leben geht weiter,
das ist ein Nichts, ein Wimpernschlag, dieses eine Leben.

Was nie daraus gestrichen wird -NIE- das sind die Momente,
in denen sie deine Liebe bekommen haben.

Die wird niemand vergessen.

Nie, nicht bis in alle Ewigkeit.

Und es hört nicht auf, an ihnen zu rühren. Niemals!

Das ist nicht nutzlos, aber es ist für dich nicht sichtbar.

Daran können wir allerdings nichts ändern.

Elia

 

Zu Gast sind Horst und Lydia.

Channeling, Teil 2

Elia an Lydia: Immer noch aufgeregt?

Lydia: Oh ja.

Elia: Die Liebe so nah? Gefährlich! Nein.

Weißt du, dass das Ungeheuerlichste deines Lebens ist, dass du als Liebende auf die Welt gekommen bist und dass dir nicht geglaubt wurde? Hm?

Du bist eine Liebende, das ist wirklich wahr, ja?

Braucht Liebe eigentlich eine Bestätigung?

Lydia: Nein.

Elia: Doch! Doch, sie ist wie eine Blume, die die Sonne braucht.

Doch! Eine Liebe, die nichts verlangt, nichts zurückbraucht – keine Wärme, keine Sonne – die ist göttlich.

Ah, du bist nicht Gott.

Doch auf Liebe sollte mit Liebe geantwortet werden, da hast du schon recht.

Da ist die Frage: Warum kommst du dann in eine Welt, in der dir nicht geantwortet wurde?

Es wurde dir geantwortet, aber nicht von denen, von denen du es dir erhofft hast.

Das ist der Schmerz, ja?

Lydia: Ja, das tut weh.

Elia: Dann tut ja eigentlich nur die Ent-Täuschung weh. Hm?

Weil: Die Liebe, die ist da, immer noch.

Die Sonne scheint für dich…

Falsche Sonne, falscher Himmel, falsches Universum?

Lydia: Nein.

Elia: Nein, nein, die Liebe scheint.

Ha, als ich jung war -ich erinnere mich gut – ich habe die Liebe genommen, wo ich sie gefunden habe.

Später wurde ich durch so viel Liebe überfordert und nahm die Liebe dort, wo sie mit guttat.

Ja, es ist erlaubt, wählerisch zu sein als Liebender, das ist gut.

Weißt du, es gibt Menschen – die meisten sogar – die sind sozusagen mit ihrer Zukunft verheiratet.

Alle ihre Gedanken – oder zumindest die meisten des Tages – drehen sich um Zukünftiges.

Obwohl sie gar nicht wissen, was ihre Zukunft ist, beschäftigen sie sich ununterbrochen damit.

Und es gibt andere Menschen, die sind mit ihrer Vergangenheit verheiratet.

Nicht, weil die so glücklich war, sondern weil so viel liegengeblieben ist, offengelassen wurde, nicht zu Ende gelebt wurde.

Sie hören gar nicht mehr auf, über ihre Vergangenheit nachzudenken.

Beides – beides – tut nicht gut.

Wer die Sonne braucht, der sollte jetzt vor die Tür gehen, der braucht keine Wetternachrichten zu lesen.

Davon wird ihm nicht warm, selbst wenn Sommer vorhergesagt ist.

Der braucht auch keine Fotoalben anschauen, in denen er sich sieht am Strand lächelnd damals, davon wird ihm auch nicht mehr warm.

Jetzt vor die Tür, jetzt die Sonne erleben.

Du kriegst nur die, die jetzt am Himmel ist.

Kriegst nur die Liebe die, jetzt da ist, aber die gibt’s.

Ha, die gibt’s.

Weißt du, liebe Lydia: Deine Liebe nicht annehmen können, das ist eine wirkliche Kunst der Dummheit.

Da kannst du nichts rückgängig machen, das ist geschehen.

Es ist gestern!

Ich weiß schon: Da bist du dann zornig, wenn du darüber nachdenkst, na ja, aber eigentlich auch traurig.

Und traurig ist das.

Aber warum sollte es traurig für dich sein, es ist doch traurig für die anderen!

Deine ganze Liebe ist ihnen entgangen, was für ein Feuerwerk die ausgeschlagen haben.

Hm, traurig, ja?

Lydia: Ja, es macht mich sehr traurig und auch so nutzlos.

Elia: Das nicht, das nicht, nicht nutzlos!

Deren Leben geht weiter, Leben für Leben für Leben.

Das Leben geht weiter, das ist ein Nichts, ein Wimpernschlag, dieses eine Leben.

Was nie daraus gestrichen wird -NIE- das sind die Momente, in denen sie deine Liebe bekommen haben.

Die wird niemand vergessen.

Nie, nicht bis in alle Ewigkeit.

Und es hört nicht auf, an ihnen zu rühren. Niemals!

Das ist nicht nutzlos, aber es ist für dich nicht sichtbar.

Daran können wir allerdings nichts ändern.

Lydia. Das stimmt.

Elia: Ja. Hm…

Also, was ist für dich zu tun?

Nur eins: Nimm die Liebe da, wo sie ist, und lebe sie da, wo sie gelebt werden kann, heute!

Und wenn das heute noch so wenig scheint, viel weniger, als du möglich hast -dein Potenzial ist riesig, was das angeht – wenn dir das heute so wenig scheint, dann wäre das eine gute Idee, zu begreifen, dass das einfach nur eine kleine Pflanze heute ist, die morgen noch ein bisschen bekommt und morgen noch ein bisschen mehr.

Dass es wachsen muss!

Versuch den Zorn und die Traurigkeit Geschichte sein zu lassen, denn das ist sie.

Es ist deine Geschichte, es sind die schon geschriebenen Kapitel deines Buchs des Lebens.

Diese Kapitel sind schon zu Ende erzählt.

Und jetzt beginnt ein neues Kapitel und du hast gar keine Möglichkeit, vorherzusehen, was darin stehen könnte.

Eins aber sollte in dem neuen Kapitel nicht passieren: Wiederholung, denn das ist sehr langweilig.

Für heute beginnt das neue Kapitel damit: Und ich ging vor die Tür und schaute nach, wer oder was mich gerade liebhat. Hm?

Lydia: Das macht mich neugierig.

Elia: Ja, das ist der Sinn dessen, was ich dir sage.

Deine Frage bitte.

Lydia: Meine Frage ist: Was ich brauche, um überhaupt in die Bewegung zu kommen ohne diese extremen Anstrengungen.

Ich komme überhaupt nicht vom Fleck! Dass ich mich fühle wie einbetoniert, um vor die Tür zu gehen.

Elia: Wer soll denn über dein Leben traurig sein?

Lydia: Wer?

Elia: Wer soll schauen, was er angerichtet hat?

Es schaut ja keiner, es schaut ja keiner. Es bringt ja nichts, da zu sitzen!

Es begreift ja trotzdem keiner von denen, die du liebhattest und die die Liebe nicht nehmen konnten.

Tu das, was du liebst, nicht für andere, damit die schauen. Tu es für dich!

Du kannst noch nichts Großes tun? Gut.

Gut, zu früh für Großes, zu viel Narbenschmerzen? Dann tu Kleines.

„Wenn ich nicht geliebt werde, hat es ja keinen Sinn, dass ich mich freue.“

Lydia: So kommts mir vor.

Elia: Ha, von wo kommt denn diese Weisheit, in welchem Buch steht die?

Lydia: Ich glaube, das findet in meinen Ohren statt.

Elia: Freu dich, wie du gerade heute kannst, womit es gerade geht, solange, wie es gerade dauert.

Der Rest wächst. Verstehst du?

Lydia: Ja, klein, klein, klein, zart, fein. Und Geduld.

Elia: Ja, und kein Blick mehr in die vergangenen Kapitel.

Und schon gar nicht abschreiben, was da steht und ins Heute bringen.

Lydia, weißt du, dass gar nichts mehr in dir das ist, was es damals gab?

Nicht eine einzige deiner Körperzellen ist noch die, die damals mit betroffen war. Gar nicht!

Nicht mal deine Art, zu denken, ist nicht mehr die Gleiche.

Nicht mal deine Art, zu fühlen, ist nicht mehr die Gleiche!

Du hast dich schon längst rundum erneuert.

Also: Es ist ja Geschichte…

Es ist wahr, es ist eine traurige Geschichte.

Da ist ein Kind zur Welt gekommen mit unfassbar viel Potenzial, zu lieben.

Und diese Liebe, die es schenken wollte, wurde abgelehnt.

Das Geschenk wurde entgegengenommen, aber nie ausgepackt.

Schade, traurig.

Lydia: Das finde ich auch.

Elia: Aber dieses Kind kann immer noch lieben und es ist immer noch dabei, Geschenke der Liebe zu verpacken.

Weil das dein so Sein ist, das ist so.

Lust am Leben, Lust am Lieben.

Deine Pakete packt niemand aus?

Früher ja, das ist wahr. Hm?

Lydia: Das sind Worte und Bilder, die muss ich mir wirklich zu Gemüte führen.

Elia: Nein, du musst nicht, du darfst auch so weitermachen.

Dann haben die gewonnen, dann gibst du ihnen Recht.

Dann gibst du ihnen Macht und lässt ihnen alle Macht über dich.

Das kannst du auch tun, das kannst du machen.

Niemand schimpft dich, wenn du das machst.

Wir sind bei dir.

Auch wenn du das machst, lieben wir dich.

Sehr sogar.

Wir wissen, wie anstrengend das ist, so einen Schmerz der Ablehnung zu verkraften.

Das wissen wir.

Du darfst so bleiben, solang du magst.

Aber wenn du nicht mehr magst – ja, wenn du nicht mehr magst – dann geh vor die Tür in die Sonne: JETZT.

Einverstanden?

Lydia: Dann bin ich einverstanden.

Elia: Deine nächste Frage bitte.

Lydia: Wie gehe ich mit den Widersprüchen innerhalb meiner Familie um?

Elia: Indem du sie sein lässt, wie sie sind.

Das weißt du ja schon: Du kannst da nichts ändern.

Du kannst nicht aufhören, sie lieb zu haben. Das ist einfach so.

Lydia: Ja.

Elia: Ja.

Die Schmerzen, die du leidest, die kommen aus der Enttäuschung.

Die Enttäuschung, ja, wo kommt die her?

Die kommt daher, dass du ihnen immer noch ein Stück weit glaubst, was sie sagen.

Vertrau deinem inneren Urteil! Du weißt es längst: Du weißt, die können gar nicht anders.

Lydia: Ja, das Gefühl habe ich manchmal auch. Wie heißt so schön: Es ist, wie es ist.

Elia: Und du entscheidest, wie viel dir das Miteinander bedeutet.

Und da kannst du auch nur gucken: Wie ist es heute, wie viel bedeutet es mir heute?

Was dich quält, ist die Vorstellung: Wie soll denn das weitergehen? Ja?

Die Frage kriegst du nicht beantwortet.

Versuch, immer nur aktuell zu beantworten, wie viel Miteinander du mit denen haben möchtest. Dann ist es viel leichter. Ja?

Lydia: Ja. Es läuft momentan auf viel Abstand. Bin aber auch gern mit ihnen zusammen.

Nur es überfordert mich jetzt halt auch, mich in diesen Kreisen zu bewegen.

Elia: Es ist in Ordnung. Es ist auch ein „in deine Kraft zurückkommen, zu dir stehen“.

Zu dir stehen – und das ist wichtig für dich– muss nicht bedeuten, gegen sie zu sein.

Das hast du so lernen müssen: Wenn du, Lydia, zu dir hältst, dann bist du gegen uns.

Ja? Das versuchst du, zu vermeiden. Aber das ist gar nicht wahr.

Wenn du zu dir hältst, hältst du zu deiner Liebesfähigkeit, die versuchst du, zu erhalten!

Und deshalb ist es für dich heute besser, etwas mehr Distanz zu haben.

Lydia: Dass ich dann auch das Gefühl habe, in mir mehr gefestigt zu sein.

Ich bin noch zu weich innerlich. Ich schwanke noch zu viel.

Elia: Du bist verletzbar, noch immer.

Lydia: Aber lieben tu ich sie.

Elia: Ja, lieben tust du sie und das möchtest du erhalten.

Und du fürchtest, es nicht erhalten zu können, wenn der Kontakt häufiger und intensiver ist.

Lydia: Genau, ja.

Elia: Ja. Vertrau deinem Urteil, das ist so. Ja?

Lydia: Danke.

Elia: Es ist gut so. Deine nächste Frage?

Lydia: Die nächste Frage betrifft meine Kinder Felix und Anja.

Und vor allen Dingen in der jetzigen Situation die Beziehung zu meinem Sohn, seit er Vater geworden ist. Da ist auch so ein Nähe-Distanz-Problem.

Elia: Ja. Da vermischt sich viel miteinander.

Ich möchte nur auf das Grundlegende zu sprechen kommen, Lydia.

Ich habe dir gesagt, dass es Menschen gibt, die sind ununterbrochen in der Vergangenheit unterwegs.

Was die Kinder angeht, bist du das und das macht dich sehr, sehr traurig.

Ja, das ist schon wahr: Da sind Dinge geschehen, die nicht förderlich waren.

Lydia: Ganz und gar nicht.

Elia: Es ist auch wahr, dass du mit ursächlich beteiligt daran warst. Ich sage bewusst „mit“.

Es lässt sich nicht rückgängig machen: durch nichts.

Aber, Lydia: Geliebt hast du beide immer, immer!

Die Liebe zu ihnen umgesetzt, ja: So gut du konntest, so gut es dir möglich war, der Lydia von damals. Mehr kann eine Mutter nicht lieben!

Jede kann nur so gut, wie es ihr möglich ist, lieben. Ja? Hm.

Es gibt nichts wieder gut zu machen: Was geschehen ist, ist geschehen.

Es ist auch nicht so, dass du das verleugnest. Du stehst ja dazu.

Wenn nun also versucht wird, dass du alte Rechnung bezahlst, dann ist das nicht fair.

Egal, wer es versucht: Ob das dein Ego ist, das Schwierigkeiten mit seinem Selbstbild als Mutter hat oder ob das die Kinder sind.

Es gibt keine alten Rechnungen zu bezahlen! Schluss damit, Mahnungen zu schicken.

Alles, was es geben darf, ist heute und jetzt und jeder, so gut er eben kann.

Wenn dein Sohn dich scheinbar unter Vorbehalt nur liebt…

Ach, das gibt´s ja nicht: Du bist die beste Mutter, die er hat.

Lydia: Er hat ja nur die eine.

Elia: Sicher. Ja, du bist die beste Mutter, die er hat, er bekommt keine andere.

Das Gleiche gilt für deine Tochter: Du bist die beste Mutter, die möglich war.

Das ist wirklich wahr: Du bist die Beste, die möglich war, damals schon, heute auch.

Du tust, was dir möglich ist: jetzt möglich ist.

Er tut, was ihm möglich ist: jetzt möglich ist.

Wie es morgen wird? Es kommt darauf an, ob ihr Frieden damit machen könnt, dass mehr als das Mögliche heute nicht drin ist. Ja?

Lydia: Also die Erwartungen nicht zu hochschrauben.

Elia: Nicht in die Zukunft.

Lydia: Nicht versuchen, hinter dem Horizont zu gucken.

Elia: Nein. Und nichts wieder gutmachen wollen: geschehen ist geschehen.

Jetzt das tun, was dir möglich ist! Und ihm das Recht, auch nur das zu geben, was ihm möglich ist.

Das schafft ihr. Hm?

Lydia: Und für ihn da zu sein und für Anja.

Elia: Wenn es dir möglich ist, ja! Tatsächlich mit dieser Einschränkung!

Dann ist es ganz leicht, findest du nicht? Wenn es dir möglich ist.

Lydia: Das hört sich entlastend an.

Elia: Ja, das ist entlastend.

Raus, raus, raus aus den Überforderungen, die ihr euch selbst bereitet.

Es gibt keine ideale Mutter. Es gibt keinen idealen Therapeuten.

Es gibt den Horst und die Lydia. Und die tun, was ihnen möglich ist.

Und die lieben, wie es ihnen möglich ist: JETZT.

Alles andere entfaltet sich aus dieser Einstellung.

Und da diese Einstellung gut ist – lebensbejahend, liebevoll – kann nur Gutes daraus wachsen.

Versteht ihr? Das ist ganz leicht.

Lydia: Mit dem Jetzt.

Elia: Hm, hm.

Lydia: Ich bedanke mich vielmals.

Elia: Ich bedanke mich bei euch, auch im Namen eurer Engel.

Horst: Vielen Dank.

Wir kennen eure Anstrengungen, niemand kennt die so wie wir.

Wir waren dabei, wenn ihr geseufzt habt unter der Last und der Mühen, die ihr auf euch genommen habt.

Und wir waren dabei, wenn es nicht mal mehr für Tränen gereicht hat, so traurig war es.

Und wir sind stolz, weil wir dabei waren, wie ihr gekämpft habt.

Nicht gegen etwas, nein: Ihre beide kämpft an unterschiedlichen Fronten den gleichen Kampf.

Und der Kampf heißt: Liebe gibt es wirklich! Dafür stehe ich.

Auf Wiedersehen, liebe Freunde.

Alle: Auf Wiedersehen, Elia.

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