Prinzipien

1111: Die Schöpfung braucht keine Prinzipien.

Die Schöpfung braucht keine Prinzipien.

Sie ist ein Prinzip!

Und zwar das einzig Gültige!

Alles, was du zu tun hast,
der einzige wirklich einzige Auftrag,
der ist, dass du dazu „Ja“ sagst.

Wobei es keinen Auftraggeber gibt, das bitte ich, zu bedenken.

„Ich bin’s.
Das hier ist mein Spiel und ihr seid herzlich eingeladen.

Aber das ist mein Spiel.“

Wir können darauf bauen, dass Gott es gut meint.

Aber wir können leider gar nicht darauf bauen,
dass die Menschen das verstehen.

Sie erschaffen sich Prinzipien.

Elia

Zu Gast ist Angela.

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo und Angela: Guten Abend, Elia.

Elia: So ein schöner Sommertag, nicht wahr?

Ist das Leben nicht prächtig, Angela?

Angela: Ist das eine Fangfrage?

Ja, es ist oft prächtig. Oft. Oft.

Elia: Nein, es ist uneingeschränkt prächtig!

Man kann es nur nicht immer sehen.

Angela: Ja.

Elia: Ja, das ist so. Das darf auch kein Mensch von sich erwarten.

Für uns ist es leicht zu sagen: „Das Leben ist zu lieben“.

Aber wer im Leben ist und durch finstere Täler geht, dem darf niemand abverlangen, dass er sein Leben gerade liebt.

Das braucht er nicht.

Aber eins braucht’s und das weißt du: Dass er weitergeht.

Nicht im Tal stehen bleiben. Nicht im Schatten stehen bleiben: durchgehen.

Was braucht’s dazu? Das ist die Frage.

Angela: Ja.

Elia: Angela, die Frage ist ja doch: Was macht Krankheit? Ja?

Möchtest du das hören?

Angela: Ja.

Elia: Nur, weißt du, Angela, dass eine andere Frage bedeutender wäre: Was macht es, dass ich nicht sterbe?

Ja, was macht es, dass du stirbst?

Wissen, dass du hast. Eines, das dir niemand rauben konnte bisher.

Und es hätte viele gegeben, die das hätten schaffen können bisher.

Das Wissen, das du hast, das ist, dass das Leben prächtig ist.

Angela: Wann habe ich angefangen, das nicht mehr fühlen zu können?

Elia: Als Kind.

Angela: In diesem Leben?

Elia: Ja. In diesem Leben.

Im Zweifel darüber, das warst du auch im vergangenen Leben.

Fröhliche Menschen, voller Zuversicht und Vertrauen, die sind nicht überall willkommen, schon gar nicht in Trauerhäusern.

Kennst du das Buch noch: „Jakob der Lügner“?

Da lügt einer im KZ.

Angela: Ja.

Elia: Ja. Erinnerst du dich?

Der lügt das Blaue vom Himmel herunter.

Dass sie bald befreit werden, dass der Krieg bald vorbei ist.

Dass er ein geheimes Radio mithört.

Er lügt und lügt.

Aber mit seinen Lügen, da werden die Menschen um ihn herum kräftiger und kräftiger und kräftiger.

Sie sterben einfach nicht.

Angela: Das habe ich schon oft versucht, wenn so ein Trauerfall ist.

Elia: Ja. Das hast du wirklich versucht.

Das versuchst du schon dein ganzes Leben.

Es ist wichtig, dass du dich wirklich entbindest.

Im wahrsten Sinn des Wortes.

Was ist eine Entbindung, Angela?

Angela: Das ist die Trennung mit Loslösung. Die komplette Lösung von einem Körper…

Elia: Von der Mutter.

Angela: Von der Mutter, ja. Die Nabelschnur Durchtrennung.

Elia: Ja. Aus der Einheit wird eine Zweiheit.

Zweiheit darf Ängste auslösen, hauptsächlich Verlassenheitsängste.

Ängste, hilflos im Raum zu schweben, das ist eine große Angst noch in dir.

Angela: Ja.

Elia: Es ist aber eine ganz, ganz kindliche Angst.

Der Zweifel daran, dass es nach der Entbindung Liebe gibt – Geborgenheit, Zuwendung, Interesse, Stabilität – der ist durch ein Trauma in dir entstanden.

Angela: Durch was für ein Trauma?

Elia: Oh! Das würde niemand ernst nehmen.

Ein Baby, das schreit und niemand geht hin: Wer würde das ernst nehmen?

Angela: Ich.

Elia: Ja. Und warum?

Angela: Weil ich es erlebt habe.

Elia: Ja. Ich möchte, dass du das Uta mitteilst.

Das wird wichtig für ihre Strukturierung werden.

Angela: Ja. Ist das der Ursprung?

Elia: Ja.

Angela: Auch für die Krankheit?

Elia: Ja.

Angela: Dafür, dass ich so Schwierigkeiten habe mit der Mama habe?

Elia: Ja, natürlich.

Angela: Auch der Ursprung dafür, dass ich mich abgekoppelt habe von meiner Medialität?

Elia: Nicht ganz, eins nach dem anderen.

„Fallen gelassen“.

Wie sagt ihr?

Ich bin des Englischen nicht ganz so mächtig, aber ich meine, bei Uta gehört zu haben:

„Lost in space“.

Hajo: Ja.

Angela: „Lost in space“, ja.

Elia: Ja, das gibt’s gar nicht. Weißt du das?

Angela: Nein, das weiß ich nicht.

Elia: Das gibt’s gar nicht.!

Es gibt keinen lebensfreien Bewusstseinsraum. Gar nicht.

Ich weiß, es ist nicht schön, dass dein Onkel noch nicht im Licht ist.

Aber ich weiß auch, dass es dir sehr helfen wird, dabei zu sein, wenn ihm geholfen wird.

Angela: Ich bin ihm ja so ähnlich.

Elia: Ja. Du bist – weil du so allein bist in deiner Nachfolgereihe – diejenige, die alles trägt: Die Mutterseite, die Vaterseite…

Die alles trägt. Das ist nicht zu ertragen.

Angela: Ja, das stimmt.

Elia: Und das brauchst du auch nicht tragen.

Angela: Kann ich mich auch von dem entbinden?

Elia: Ja.

Und ich – das ist meine nächste Bitte – ich bitte, dass ihr daran arbeitet. Denn niemand kann davon profitieren.

Du überwindest diese Krankheit, indem du dich löst.

Es ist nicht so, dass dadurch, dass du die Lasten allein trägst, du deine Lebensberechtigung hast. Das ist nicht deine Aufgabe.

Angela: Kann mir Uta dabei helfen?

Elia: Ja. Uta sicher nicht allein, aber wir – ihre Seele, deine Seele, Etreus Seele, die Seele deiner Großmütter, deiner Großväter – ja.
Ein großes Wir. Ja?

Angela: Ich möchte es gerne.

Das macht mir auch Angst: Irgendwie Angst, dass danach nichts kommt.

Deswegen wünsche ich mir so sehr, dass ich auch Etreu mehr spüren kann.

Dass ich diese mediale Seite wieder öffnen kann als Unterstützung für diesen Prozess. Verstehst du das?

Elia: Ja, das ist sehr eindeutig. Das wissen wir.

Aber dann trägst du ja schon wieder etwas.

Also muss zuerst Klarheit darüber geschaffen werden, dass du die Einzige bist, die entscheidet, was du trägst und was nicht. Ja?

Angela: Ja.

Elia: Ja. Die Lasten der anderen tragen: ihre Defizite, ihre Ängste, ihre Verzweiflung am Leben, ihre Sinnlosigkeit.

Angela: Ich kann das alles in mir spüren.

Elia: Ja. Aber du kannst keinem Tragen helfen. Und du musst nicht sterben, wenn du diesen Dienst einstellst.

Angela: Ich werde auch trotzdem geliebt?

Elia: Dann erst recht! Weil du es bist!

Angela: Ich brauche aber Unterstützung – wirklich – für diesen Prozess.

Elia: Nur für diesen Prozess?

Dein ganzes Leben lang wirst du Unterstützung brauchen wie jeder andere.

Es ist eine große Weisheit, wenn jemand begreift, dass er Unterstützung braucht.

Ja?

Euer ganzes Leben braucht ihr die.

Vom ersten Atemzug bis zum letzten und darüber hinaus seid ihr tatsächlich hilfsbedürftig.

Angela: Ich habe als Kind die Erfahrung gemacht, dass da niemand ist, der mich unterstützt.

Elia: Ja, als Kind hast du die gemacht.

Angela: Und jetzt ist es anders.

Elia: Ja. Jetzt ist es ganz anders! Und auch die Angela ist ja schon längst eine ganz andere.

Nicht eine einzige Zelle deines Körpers ist noch die von damals.

Angela: Aber sie sind krank geworden, meine Zellen.

Elia: Ja. Und obwohl du krank bist, wirst du nicht fallen gelassen.

Angela: Nein, werde ich nicht. Stimmt.

Elia: Noch einmal, Angela: Jeder Atemzug, den ihr tut, könnt ihr tun, weil ihr Hilfe bekommt.

Jeden Satz, den ihr sprecht: Weil ihr Hilfe bekommt.

Jede Verbindung, die ihr habt zu anderen: Weil ihr Hilfe bekommt.

So ist das!

Angela: Das ist schön. Dafür danke ich auch.

Elia: Das brauchst du nicht. Du brauchst nicht dankbar sein, weil es etwas sehr Selbstverständliches ist.

Angela: Es fällt mir schwer, das zu akzeptieren.

Elia: Ja, denn du hast es wie so viele andere gelernt!

„Es gibt nur eins: Wer etwas erreichen will, muss dafür auch etwas leisten“.

Angela: Ja, genau.

Elia: Ja.

Nein, du bist gar nicht auf die Welt gekommen kraft deiner eigenen Entscheidung allein. Das hätte nicht funktioniert.

Sondern es war eine Teamentscheidung. Ein ganzes Team – wenn du willst – hat so entschieden.

Du und Gott und die Seelen derer, denen du begegnest.

Alle haben gesagt: „Ja, gut. Gut, wenn die jetzt kommt. Es ist recht.“

Nichts geschieht von allein.

Weißt du, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Kind entsteht?

Angela: Minimal.

Elia: Ganz minimal.

Und bei deinen Eltern war es noch mal minimal.

Angela: Ja.

Elia: Also: was bist du? Was bist du? Was ist die Tatsache, dass du geboren wurdest?

Angela: Im Grunde nichts.

Elia: Nein, ist es nicht!

Nicht? Doch! Es ist ein Wunder.

Aber was bedeutet das?

Dass du dankbar sein musst? Nein!

Dass du es wert sein musst? Nein!

Angela: Das sind die Glaubenssätze, die ich habe.

Elia: Ja.

Angela: Dass ich es beweisen muss. Dass ich es dankbar sein muss, fleißig, sozial.

Ein Riesenthema.

Elia: Ja. Nur stimmt das nicht!

Du bist aufgrund eines fröhlichen Teamgedankens inkarniert in diese Familie.

Angela: Und ich habe da mitgemacht.

Elia: Ja, und zwar gerne. Du hast nicht Trauer getragen.

Trauer hätte dich keine vier Wochen im Leib deiner Mutter gelassen.

Angela: Warum fällt es mir so schwer jetzt?

Elia: Jetzt fällt es dir schwer, weil du so schwer trägst: an den Ideen der anderen.

An deinen Ängsten und den Verboten und Geboten.

Angela: Oh, das ist ein ganz großes Thema.

Elia: Hm. An den Prinzipien, die sie dir von sich aufgeladen haben.

Angela: Die wäre ich so gerne los.

Elia: Gut. Die Schöpfung braucht keine Prinzipien.

Sie ist ein Prinzip! Und zwar das einzig Gültige!

Alles, was du zu tun hast, der einzige wirklich einzige Auftrag – wobei es keinen Auftraggeber gibt, das bitte ich zu bedenken – der ist, dass du Ja sagst.

Ja?

„Ich bin’s. Das hier ist mein Spiel und ihr seid herzlich eingeladen. Aber das ist mein Spiel.“

Angela: Das fühlt sich verdammt gut an.

Elia: Ja! Es ist wirklich dein Spiel. Wirklich!

Und die Hilfe, die du bekommst, ist die Hilfe dazu, dass es dein Spiel ist.

Angela: Das fühlt sich wirklich gut an, ja. Das fühlt sich befreiend an.

Elia: Ja. Wir können darauf bauen, dass die Schöpfung gut ist.

Wir können darauf bauen, dass Gott es gut meint.

Aber wir können leider gar nicht darauf bauen, dass die Menschen das verstehen.

Sie erschaffen sich Prinzipien.

Angela: Ja. Es ist so schwierig.

Diese Prinzipien, die im Kopf stattfinden: Einfach dem anderen mehr zu vertrauen als den Gedanken, die da drin sind.

Elia: Ja. Überhaupt zu begreifen, dass Gedanken nur Bewohner sind in deinem Haus.

Angela: Und wenn ich mal allein da oben wohnen möchte?

Elia: Nein, das ist nicht möglich.

Es sei denn, du bist schwerstbetäubt worden.

Aber die Frage ist doch: Welche Bewohner bekommen in deinem Haus die guten Plätze und welche schmeißt du raus?

Angela: Ich glaube, ich muss mehr rausschmeißen, als das zuzulassen.

Elia: Ja. Das zu lernen, sollte dieser Auftrag dieses Wochenendes sein.

Was meinst du?

Angela: Ja, das wäre schön.

Ich weiß zwar im Moment nicht, wie das funktioniert…

Elia: Das brauchst du auch nicht.

Angela: …aber das wäre so erleichternd.

Das wäre so schön.

Elia: Dann wollen wir das tun.

Angela: Ja!

Elia: Ich denke, du hast jetzt keine weiteren Fragen?

Angela: Nein, habe ich nicht.

Das muss jetzt erst mal verarbeitet werden.

Elia: Ja. Wenn ich dir sage „Weißt du, wir finden, du machst das sehr gut“, dann glaubst du mir das.

Aber ich weiß: Du liebst Begründungen.

Und darum möchte ich eine Begründung abgeben.

Andere an deiner Stelle haben sich schon ihren Ängsten ergeben oder haben ihren Zorn auf ihre Mitmenschen übertragen.

Oder auf Gott oder auf das Leben.

Angela: Das kann ich nicht.

Elia: Nein. Eben. Genau.

Angela: Höchstens gegen mich.

Elia: Ich möchte dir noch etwas sagen.

Du meinst, klein zu sein. Das ist ein Schutz.

Aber es ist ein Schutz vor einem Gespenst, das es gar nicht gibt.

Du bist wirklich jemand, der „JA“ zum Leben sagt. Und zwar, wie es ist.

„Ja“ zum Leben, nicht „ja, aber“.

Das nenne ich Liebe. Lieben, was attraktiv und leicht ist?

Nein. Lieben, was unvollkommen ist!

Angela: Diese Liebe kann ich aber nicht spüren.

Elia: Es ist ganz unwichtig, was du spürst.

Wichtig ist, was du tust!

Spüren, Emotionen haben – nicht nur Zorn, sondern andere, gute, schöne, lustige, freie, warme – das ist etwas, in das die Erziehung eingreift.

Und je klüger ein Kind ist, um so nachhaltiger wird die Fähigkeit zur Emotion durch Erziehung gehemmt.

Das ist der Grund, warum es den zivilisierten Menschen so sehr viel schlechter geht als den Nichtzivilisierten, emotional.

Angela: Oh! Das muss ich jetzt noch mal…

Elia: Ja. Es sind alle da. Alle Emotionen sind da.

Aber nicht erlaubt!

Angela: Ja.

Elia: Aber es ist da.

Angela: Da ist es schon.

Elia: Ja.

Angela: Sie kommen ja auch immer wieder.

Elia: Ganz bestimmt.

Doch, du liebst. Das tust du.

Und jetzt wünsche ich dir eine wunderschöne Sommernacht.

Warum auch nicht? Warum auch nicht!

Angela: Elia, deine Worte waren so schön.

Elia: Gute Nacht, meine Liebe. Schlaf gut.

Angela & Hajo: Gute Nacht, Elia.

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